Der hatte zwei Thesen aufgestellt:
1. Der Verzicht auf Wirtschaftswachstum ist nicht möglich.
2. Klimaneutrales Wirtschaftswachstum gibt es nicht.
Wurde nicht gut aufgenommen bei den Teilnehmern. ;-)
Der hatte zwei Thesen aufgestellt:
1. Der Verzicht auf Wirtschaftswachstum ist nicht möglich.
2. Klimaneutrales Wirtschaftswachstum gibt es nicht.
Wurde nicht gut aufgenommen bei den Teilnehmern. ;-)
Antwort auf Dann hatte jemand aus meinem Netzwerk doch recht von Sinerider.
Sinerider schrieb am 24.10.2022 11:28:
2. Klimaneutrales Wirtschaftswachstum gibt es nicht.
Dann gibt es eben klimaneutrale Rezession 😂.
Antwort auf Dann hatte jemand aus meinem Netzwerk doch recht von Sinerider.
Punkt zwei stimmt, Punkt eins ist quatsch.
Klimaneutrales wirtschaften ist allerdings möglich.
Gruß
Calyx
Antwort auf Dann hatte jemand aus meinem Netzwerk doch recht von Sinerider.
Wirtschaftswachstum ist nicht mehr möglich. Selbst wenn es keine (immer noch kriechende, aber allmählich Fahrt aufnehmende) Klimakatastrophe gäbe, könnte die reale Weltwirtschaft nicht mehr lange wachsen, weil alle möglichen Grenzen des Wachstums erreicht sind. Wir nutzen jetzt bereits nachwachsende Ressourcen schneller, als sie nachwachsen - entweder, wir reduzieren das drastisch, um nachhaltiges Ressourcenmanagement zu etablieren, oder die Verfügbarkeit dieser Ressourcen wird von alleine brutal einbrechen.
Langfristig kann die globale Realwirtschaft nur schrumpfen. Wachstum ist einfach nicht mehr drin. Das Klima ist nicht der einzige Treiber des ökologischen Kollaps, die Klimakatastrophe ist nur eine Komponente in einer viel größeren und monströseren Gesamtkatastrophe. Der Kapitalismus ist eigentlich schon tot, zuckt nur noch herum, weil alle Staaten und Großkonzerne verzweifelt versuchen, ihn wiederzubeleben.
Und durch den Kollaps des realexistierenden Sozialismus ist der Kapitalismus alternativlos geworden, abgesehen von so ein paar kleinen unbedeutenden Ausnahmen wie Kuba. Es gibt kein Ersatzsystem, welches einfach so übernehmen könnte. Der klassische Realsozialismus sowjetischer Art war ganz nebenbei genauso wachstumsbesessen und nicht nachhaltiger als der Kapitalismus, und was heute in China abgeht, ist nur noch autoritär gelenkter Kapitalismus mit kommunistischem Tarnumhang.
Irgendwann in den nächsten ca. 30 Jahren wird die Weltwirtschaft komplett ins Bodenlose stürzen, der Kaputtalismus wird aufhören zu existieren, und wenn wir bis dahin keinen grünen Ökosozialismus aufgebaut bekommen, wird entweder irgendeine Art von Faschismus die Welt beherrschen, oder es gibt direkt einen Rücksturz in eine Art Feudalismus.
Antwort auf Dann hatte jemand aus meinem Netzwerk doch recht von Sinerider.
Bin schon wieder bei dir. Komisch.
Antwort auf Re: Dann hatte jemand aus meinem Netzwerk doch recht von elfboi.
elfboi schrieb am 24.10.2022 16:57:
Irgendwann in den nächsten ca. 30 Jahren wird die Weltwirtschaft komplett ins Bodenlose stürzen, der Kaputtalismus wird aufhören zu existieren, und wenn wir bis dahin keinen grünen Ökosozialismus aufgebaut bekommen, wird entweder irgendeine Art von Faschismus die Welt beherrschen, oder es gibt direkt einen Rücksturz in eine Art Feudalismus.
Du hast nicht geschrieben, welche der drei Möglichkeiten du am wahrscheinlichsten bzw. unwahrscheinlichsten hältst. Der "grünen Ökosozialismus" könnte sich eventuell in Europa entwickeln, aber der Rest der Welt dürfte zu einer der beiden anderen Möglichkeiten tendieren. In den größeren Staaten wie z.B. USA und RUS wird es Faschismus geben, in den kleinen Ländern eher Feudalismus kleinerer Gruppen, mit sogenannten Warlords an der Spitze, wie es z.B. in Somalia der Fall ist.