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Avatar von joribo
  • joribo

mehr als 1000 Beiträge seit 06.09.2013

habe Antwort aus China von meinem Kollegen

Er ist ein sehr erfahrener Maschinenbauingenieur, aber nicht im Bereich Schienenfahrzeuge tätig. Bei mir ähnlich, viel Berufserfahrung aber nicht speziell Schienenfahrzeuge.
Seine Antwort auf meine Frage nach den Flügeln:

hi ,....
As I know, the fastest Chinese high speed train was HTS train with a speed of 620km/h(tested)。See picture right:
(dazu ein Bild eines Zuges, graublau, vorne die Schnauze wie der Shinkanzen jedoch Spoiler integriert. Diese sind nicht breiter als der Zug selber. Die Geometrie dieser Spoiler liefert ABTRIEB und soll wohl sicherstellen dass er vorne sauber Spur hält auch über Weichen)

One further optimized design was presented in a show . See picture right.
(dann ein Foto in die mail integriert, dieser Zug hat den Vorderbereich bis nach unten runter gezogen knapp über die Schienen, keine Spoiler, Nase ist recht spitz im Längsschnitt, rund im Querschnitt)

A lot of optimized work had been down in Universities and National Organizations. I had read some of the lecture and nearly all of them are focus on aerodynamic stabilizing and wind blow bearing capabilities . Some one had presented aerodynamic design of high speed train by adding small wing on the side or bottom of the train. Not much research on wing of trains . Researcher foucus more on "HYPER LOOP" concept than other concepts. Additional wings on train will lead to safety problems like train control and uncertainties of motor traction control and brake performance.
Wish you a happy week end.
Yours....
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Das etwas näher durchdacht.
Wenn der Zug in Turbulenzen reinfährt, wären jegliche Winglets schädlich weil sie andere Stabilisierungs-Regelkreise durcheinander bringen würden.
Und der Zug muss ja durch Tunnel! Die verbieten alles was seitlich oder oben rausragt. Unter dem Zug ist zwischen den Schienen auch kein garantierter Platz weil bei einer Weiche da eine Schiene quer rüber geht. Oben ist die Oberleitung.
Also scheint es so dass man die Winglets überbewertet. Sie werden nicht kommen, sind vielleicht mal rein wissenschaftlich untersucht worden.
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Weiter unten hat jemand drauf aufmerksam gemacht dass das nachschleifen der Schienen ein grosser Wartungspunkt ist für Hochgeschwindigkeitszüge. Das stimmt und wäre ein Argument den Zug leicht zu halten.
Die TGV-Schienen müssen häufig nachgeschliffen werden, und zwar auf ein PROFIL, nicht einfach flach oder leicht ballig. Ein jeder Zug zentriert sich nicht seitlich über die Spurkränze sondern dadurch dass die Schienen leicht konisch nach innen profiliert sind und die Räder auch. Rad und Schiene zentrieren sich also wie ein Konus in die Mitte, wenn auch mit grossem Radius. Auch die Räder werden auf korrektes Profil nachgearbeitet.

http://www.railway-technical.com/trains/train-maintenance/
The machine must be set up to ensure the correct profile and depth.

Ich frag mich aber, welche Kosten entstehen dadurch dass man nach x mal abschleifen der Schienen diese ganz erneuern muss. Das müssen doch ganz beachtliche Wartungskosten sein. Ich glaube der Autor hat die nicht drin in seinen 30%.

https://www.railjournal.com/track/vossloh-crcce-jv-develops-rail-grinding-trains-for-china/
Die Chinesen haben sich eine Schleif-o-matik aus Deutschland bestellt, vermutlich schon in Betrieb. Artikel von 2017
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Ein Werk der Firma CRRC habe ich mal besichtigt zusammen mit einer Handvoll Ings aus unserer Firma. Sie hatten sehr grosse Labors und Prüfeinrichtungen für die Qualitätssicherung. Der Zusammenbau einer Antriebseinheit erfolgte ganz in Ruhe mit Checkliste und QS-Männchen neben den Werkern und alles wurde dokumentiert.

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