DieObersteDirektive schrieb am 24.03.2021 07:15:
https://youtu.be/2n6BAjuGh4g
Ich weiß, 2003 war eine andere Zeit. Es gab keine PCR Tests für Corona und deshalb auch nur knapp 1000 Tote, trotz Verbreitung über mehrere Kontinente. Impfstoffe und effektive Behandlungsmethoden gab es auch keine. Nach einigen Monaten war SARS wieder verschwunden, als hätte es die Krankheit nie gegeben.
Ohne die Massentests und mediale Massenhysterie würden wir auch von SARS Covid-19 nichts mitbekommen. Ein reales, im Alltag spürbares Krankheitsgeschehen, findet nicht statt.
Unabhängig von dem, was sich bisher hier im Thread aufgehäuft hat, hier der Versuch einer etwas längeren Antwort.
SARS hatte 2002 seinen Ursprung in China (ich habe daher auch Verständnis dafür, daß bei SARS-CoV-2 die Landes-Behörden nach dem ersten Versagen der lokalen Behörden auf die harte Vorgehensweise in Wuhan umgeschwenkt sind, weil sie SARS noch vor Augen hatten). Die Fallzahlen für den gesamten Ausbruch waren knapp 9.000, und bei nicht ganz 900 Verstorbenen lag die Lethalität bei etwa 10 % der Infizierten. Der Ausbruch wurde mit den ganz klassischen Methoden bewältigt: Identifikation infizierter Personen, Ermitteln von Kontaktpersonen auch anhand der Reisewege, harte Quarantäne der möglichen Kontaktpersonen, Abschottung von neuinfizierten Personen unter den Kontaktpersonen. Das Krankheitsbild der schnell einsetzenden und heftigen Lungenentzündung muß so auffällig gewesen sein, daß nach der ersten Verbreitung der Ausbruchs-Kenntnis neue Fälle recht schnell im klinischen Bild (also ohne irgendeine damals auch nicht wirklich mögliche + sofort verfügbare mikrobiologische oder serologische Diagnostik) als SARS-Infektionen erkannt werden konnten und die Kontaktnachverfolgung starten konnte. Die zusammenfassende Erkenntnis aller Kontakt- und Reise-Historien war dann, daß Kontaktpersonen erst dann angesteckt worden sind, wenn eine infizierte Person schon Symptome aufwies. Diesen Sachverhalt halte ich für entscheidend für die Bewältigung des Ausbruchs + daß die Kontaktverfolgung überhaupt so gut funktionieren konnte, und das trotz der Reisewege: Erkrankte sind ziemlich durch China, nach Hongkong oder in einem Flieger nach Kanada (was dann eines der hauptbetroffenen Länder wurde) gereist.
Es gab mal eine ganz gute Aufarbeitung dieser Geschichte in irgendeinem US-Medium, ich glaube New York Times oder so, ohne daß ich jetzt aber auf die Suche gehe.
Vom Prinzip her ist MERS recht exakt wie SARS abgelaufen und war mit Track + Trace plus dem Isolieren von Kontaktpersonen erledigbar.
So weit, so sachliche Information und eigentlich unbestreitbar. Ich halte meinen nächsten Punkt eigentlich auch rational nachvollziehbar: beim Thema "Impfung gegen SARS-CoV-2" (also dem aktuellen Problem) gab es viele Meldungen von wohl grundsätzlich impfablehnenden oder aus diversen Gründen kritisch angefixten Personen "Impfungen gegen Coronaviren haben ja noch nie geklappt, also warum jetzt" oder "Impfstrategie ist bewiesenermaßen nicht erfolgreich, und ich will das für mich nicht", etc. Hier muß einfach neutral gesehen werden, daß Impfungen gegen SARS oder MERS nicht notwendig waren und es daher keine nennenswerten Impfstoffentwicklungen gegeben hat exakt gerade weil die Ausbrüche mit der Kontaktrückverfolgung so effizient und vollständig eliminiert werden konnten.
Mit meinem letzten Punkt begebe ich mich in die Streitzone, obwohl ich das eigentlich nicht will und auch nicht für bestreitbar halte. Nun denn.... Ich habe einen Standard-Satz: " Der Vorteil von SARS-CoV-2 gegenüber SARS in 2002/03 ist die niedrigere Lethalität/IFR, der Nachteil ist die Infektiosität der infizierten Personen bevor die Symptome kommen und die Erkankung anzeigen". Dieser zweite Punkt mit dem Nachteil hat uns die augenblickliche Scheiße eingetragen. Jetzt haben wir auch wieder in diesem Thread die verbitterten Fragen "ich glaube das nicht, wo steht das geschrieben, was ist der Beweis, und kann oder will ich den überhaupt glauben" etc etc bis wir alle blau oder rot oder grün anlaufen. Fein, es ist durchaus ehrenwert, an die Wurzel der Informationen gehen und sie zu überprüfen, die Wissenschaft hat genug Zitierkartelle und jeder kennt die Geschichte mit dem jahrzehnte unkritisch weitergetragenen Kommafehler bei der im Spinat enthaltenen Eisenmenge. Auch wenn man die Antwort eigentlich nicht hören will und ablehnend bis verbissen nach den Quellen fragt, ok, alles gut, kann man machen (als Sprengstoff in der Klammer: ich würde mir ja von vielen wünschen, daß sie die von ihnen positiv akzeptierten, für offensichtlich gehaltenen und, ja, geglaubten Sachverhalte auch einer periodischen ähnlich kritischen Überprüfung unterziehen, aber so ist der Mensch halt nicht gebaut). Selbst wenn man "Infektiosität der SARS-CoV-2 Infizierten schon vor den ersten Erkankungssymptomen" nicht hören will, aber die Eliminierung von SARS + MERS durch Kontaktverfolgung, Quarantäne etc anerkennt, dann muß man sich doch der Frage stellen "Was ist es bei CoV-2, daß Kontaktverfolgung etc. doch so offensichtlich zur Eliminierung des Ausbruchs nicht ausreicht ?" (und jetzt bitte mit globaler Sicht und ohne Verengung auf das Ausnahmeland der eigenen Wahl). Ich weiß, daß das folgende von hinten gedacht erscheinen mag, aber neben dem direkten Nachweis einer abgegebenen Viruslast durch noch asymptomatische Infizierte passt der gesamte Verlauf des Ausbruchs und seiner schwierigen Bekämpfbarkeit vollkommen konsistent zu "Infektiosität vor Symptomen". Vielleicht kommt jeder zu anderen Schlüssen, aber Entgegnungen wie "eigentlich gibt es den Virus doch gar nicht" halte ich für irreal und werde auf keine Diskussion dazu einsteigen.
Über den zweiten zitierten Absatz sage ich nichts, das täte niemandem gut.