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  • Dampflokomotive

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Von der Realität eingeholt.

Es war klar, dass irgendwann die ganzen Propaganda-Maschinen von der Realität eingeholt werden. War ja sogar schon 2014/2015 so. Man redete die ganze Zeit von den vorrückenden ukrainischen Truppen, die die Aufständischen ständig besiegten. In Wirklichkeit wurden diese in Kesselschlachten aufgerieben, noch während man die Siegesmeldungen auf ZEIT oder WELT veröffentlichte.

Ist jetzt nicht viel anders, nur das es jetzt keine Nischenmedienartikel mehr sind, sondern sich alle möglichen westlichen Politiker extrem weit aus den Fenster gelehnt haben und es überall in Dauerbeschallung auf uns einprasselt, wie siegreich die ukrainische Armee ist und wie extrem die Verluste der russischen Armee sind. Die Realität hingegen sind über hundert Gleitbomben am Tag, die satellitengestützt metergenau ukrainische Stellungen und Schützengräben zerstören. Und eine ukrainische Armee , die alle paar Tage das nächste Dorf verliert und alle paar Wochen eine bedeutenere Kleinstadt.

Die Antwort von den Propaganda-Thinktank lautet, man solle weiterhin die Realität verweigern und am besten noch den Krieg etwas eskalieren lassen.
Ich glaube nicht, dass das funktioniert.

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    • PippiLangstrumpf

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    Antwort auf Von der Realität eingeholt. von Dampflokomotive.

    Dampflokomotive schrieb am 24.04.2024 11:49:

    Und eine ukrainische Armee , die alle paar Tage das nächste Dorf verliert und alle paar Wochen eine bedeutenere Kleinstadt.

    Was sind denn bedeutende Kleinstädte?

    Tatsächlich "erobert" Russland menschenleere Trümmer. Niemand wartet dort auf eine "Befreiung" durch die russischen Truppen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.04.2024 12:38).

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    • Dampflokomotive

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    Antwort auf Re: Von der Realität eingeholt. von PippiLangstrumpf.

    PippiLangstrumpf schrieb am 24.04.2024 12:38:

    Dampflokomotive schrieb am 24.04.2024 11:49:

    Und eine ukrainische Armee , die alle paar Tage das nächste Dorf verliert und alle paar Wochen eine bedeutenere Kleinstadt.

    Was sind denn bedeutende Kleinstädte?

    Tatsächlich "erobert" Russland menschenleere Trümmer. Niemand wartet dort auf eine "Befreiung" durch die russischen Truppen.

    Bedeutend deshalb, weil in den Siedlungen jede Infrastruktur vorhanden ist (wenn auch zerbombt), um nach einen Krieg wieder zum Leben zu erwachen. Die Menschen sind evakuiert (sowohl auf russischer als auch ukrainischer Seite) aber die meisten werden nach einen Krieg in ihre Heimat zurückkehren und sei es nur um zu schauen, was von dem Eigentum noch vorhanden ist um es zu verkaufen.

    Aber natürlich auch militärisch bedeutend. Diese Siedlungen sind fast immer zu Festungen ausgebaut worden. Ohne diese Festungsstädte, ist das Umland nicht zu halten.
    Beweis? Man muss sich einfach nur auf Wikipedia (also keine pro-russische Quelle)anschauen, wie schnell das Umland von z.B. Marinjka eingenommen wurde, nachdem diese Festungsstadt gefallen ist.

    Selbstredend auch politisch und aus Propagandagründen bedeutend. Jede Stadt zählt.

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    • PippiLangstrumpf

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    Antwort auf Re: Von der Realität eingeholt. von Dampflokomotive.

    Niemand wird dorthin zurückkehren, solange sie Russland beherrscht. Wie auf der Krim, in Mariupol und anderen Gebieten werden dort, wenn überhaupt, Russen hinziehen.

    Und im großen Ganzen sind diese Orte schlicht bedeutungslos. Angesichts der Größe der Ukraine sind selbst mehrere Kilometer ohne große Relevanz. Außer natürlich für die dort lebenden Menschen, denen Russland ihre Lebensgrundlage wegbombt.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.04.2024 13:16).

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    • Dampflokomotive

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    Antwort auf Re: Von der Realität eingeholt. von PippiLangstrumpf.

    Ja und Nein. Diese Orte sind natürlich auf die reine Landfläche betrachtet oder anhand der (ehemaligen) Einwohnerzahl gering. Vor allem im Vergleich zu der Größe der Ukraine.

    Aber es geht halt auch darum, was dort an Rohstoffen im Boden lauert. Und genau diese Landstreifen, die gerade erbittert umkämpft sind, ist da besonders reich. Äcker mit schwarzer Erde und dann unterirdisch Kohle, Erz, Lithium, Gas (auch Schiefergas), Öl, Titan, Kobald, seltene Erden.

    Sowohl westliche Investoren (Blackrock) als auch die Ukrainer, die EU und natürlich die Russen lecken sich die Finger danach. Wer glaubt, dass egal welche Seite dort nur aus Nächstenliebe kämpft, glaubt auch an den Osterhasen. Ja, es geht in erster Linie um Geopolitik, aber auch um knallharte wirschaftliche Interessen.

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    • PippiLangstrumpf

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    Antwort auf Re: Von der Realität eingeholt. von Dampflokomotive.

    Worauf möchtest du hinaus? Dass Blackrock und die russische Armee letztlich ähnlich vorgehen? Investitionen von Blackrock oder wem auch immer muss man ja nicht annehmen.

    Nach deiner Logik geht es ja auch einer Bank und einem Bankräuber um dasselbe.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.04.2024 13:37).

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  • Avatar von Peter Fritz Teichmann
    • Peter Fritz Teichmann

    7 Beiträge seit 19.04.2016

    Antwort auf Von der Realität eingeholt. von Dampflokomotive.

    Wenn man den ISW-Bericht als propagandistische Unterstützung sieht, Russland zu besiegen, kann man seine Realitätsflucht eher als Verwirrungsversuch zugunsten Russlands interpretieren.
    Wenn man aber weiß, dass es lediglich um die bedingungslose Fortsetzung des Krieges bis zum letzten Ukrainer geht , gerne auch bis zum letzten Wohlstandszucken Europas, lässt dieser Bericht nur das Urteil zu: "Well done, mission accomplished."

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  • Avatar von Karo. Shi
    • Karo. Shi

    141 Beiträge seit 31.10.2017

    Antwort auf Re: Von der Realität eingeholt. von PippiLangstrumpf.

    es geht einer Bank und einem Bankräuber um dasselbe.

    Das scheint mir plausibel.

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  • Avatar von Theophagus De Vill
    • Theophagus De Vill

    196 Beiträge seit 28.02.2020

    Antwort auf Re: Von der Realität eingeholt. von PippiLangstrumpf.

    PippiLangstrumpf schrieb am 24.04.2024 13:36:

    Worauf möchtest du hinaus? Dass Blackrock und die russische Armee letztlich ähnlich vorgehen? Investitionen von Blackrock oder wem auch immer muss man ja nicht annehmen.

    Nach deiner Logik geht es ja auch einer Bank und einem Bankräuber um dasselbe.

    Ja sicher, Blackrock macht halt nur ein "Angebot, das man nicht ablehnen kann"

    Und daß es Banken und Bankräubern um das selbe geht (nämlich Geld) ist nun wirklich nicht von der Hand zu weisen, oder? Ethisch/moralisch steht der Bankräuber im übrigen, in aller Regel, besser da, als das Institut, das er überfällt. Nur hat er leider das Gesetz nicht auf seiner Seite.

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