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  • weintel

38 Beiträge seit 15.06.2011

Angelsächsischer Kampfplatz

Wenn man den aktuellen Bericht des ISW geschichtlich betrachtet, verwundert einen diese Berichterstattung, (die vom militärisch-industriellen Komplexe in den USA finanziert wird,) überhaupt nicht.

Zum Beispiel ein Zitat von Rudolf Steiner, ein Österreicher, aus dem Jahre 1918:

"Die Ukraine ist der angelsächsische Kampfplatz um den russischen Kulturkeim.
Die Ukraine ist nicht mehr und nicht weniger als der aktuelle Schauplatz des seit 1914 anhaltenden Kampfes gegen Mitteleuropa"

- Rudolf Steiner, Notizbucheintragung 1918

Und noch eine Definition habe ich irgendwo gelesen:
Als Imperialismus (von lateinisch imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“; etwa bei Imperium Romanum) bezeichnet man das Bestreben eines Staatswesens bzw. seiner politischen Führung, in anderen Ländern oder bei anderen Völkern politischen und wirtschaftlichen Einfluss zu erlangen, bis hin zu deren Unterwerfung und zur Eingliederung in den eigenen Machtbereich.

Man kommt nicht umhin festzustellen, das die Expansion der EU und der NATO typische imperialistische Projekte sind.

Und komm mir jetzt nicht mit Freiwilligkeit, wenn diese durch Medienkampagnen, die mit Mitteln aus den USA oder der EU finanziert werden, erst hergestellt werden muss.

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  • Avatar von Anonymität macht frei
    • Anonymität macht frei

    20 Beiträge seit 08.04.2024

    Antwort auf Angelsächsischer Kampfplatz von weintel.

    Wenn das Imperium USA eine NATO anführt, dann [bitte hier selber weiterdenken].

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

    Gott sei Dank ist die NATO ja nur ein Verteidigungsbündnis. Außer in

    -Bosnien und Herzegowina (1992–2004)
    -Serbien und Kosovo (1999–heute)
    -Nordmazedonien 27. August 2001 – 26. September 2001
    -Mittelmeer 16. Oktober 2001 – 9. November 2016
    -Afghanistan 20. Dezember 2001 – 28. Dezember 2014
    -Türkei im Rahmen des Irakkrieges 26. Februar 2003 – 3. Mai 2003
    –Rotes Meer, Golf von Aden , Indischer Ozean Somalia und Jemen 17. August 2009 – 15. Dezember 2016
    -Lybien 27. März 2011 - 31. Oktober 2011
    -Afghanistan 1. Januar 2015 – 12. Juli 2021

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/List_of_NATO_operations

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  • Avatar von FIAE-Flix
    • FIAE-Flix

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.02.2004

    Antwort auf Angelsächsischer Kampfplatz von weintel.

    weintel schrieb am 24.04.2024 10:09:

    Man kommt nicht umhin festzustellen, das die Expansion der EU und der NATO typische imperialistische Projekte sind.

    Kommt man dann auch nicht umhin, in der CSTO, in Russlands Engangement in Afrika und natürlich der Krim-Annektion, der Einmischung in die Ukraine bis hin zur Invasion ebenfalls typische imperialistische Projekte zu sehen? Wie sieht es mit Chinas Taiwan-Politik aus?

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    • HGW zum Account Nr. 3000

    11 Beiträge seit 24.04.2024

    Antwort auf Re: Angelsächsischer Kampfplatz von FIAE-Flix.

    FIAE-Flix schrieb am 24.04.2024 11:57:

    weintel schrieb am 24.04.2024 10:09:

    Man kommt nicht umhin festzustellen, das die Expansion der EU und der NATO typische imperialistische Projekte sind.

    Kommt man dann auch nicht umhin, in der CSTO, in Russlands Engangement in Afrika und natürlich der Krim-Annektion, der Einmischung in die Ukraine bis hin zur Invasion ebenfalls typische imperialistische Projekte zu sehen? Wie sieht es mit Chinas Taiwan-Politik aus?

    Sie müssen wissen wodurch ein Imperium definiert wird. U.a. durch Militärbasen auf der ganzen Welt.

    Und Taiwan gehört laut UN zur Volksrepublik China, sowie Katalonien zu Spanien, Schottland zu Großbritannien, Südtirol zu Italien und Bayern zu Deutschland.

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    • FIAE-Flix

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.02.2004

    Antwort auf Re: Angelsächsischer Kampfplatz von HGW zum Account Nr. 3000.

    HGW zum Account Nr. 3000 schrieb am 24.04.2024 13:03:

    FIAE-Flix schrieb am 24.04.2024 11:57:

    weintel schrieb am 24.04.2024 10:09:

    Man kommt nicht umhin festzustellen, das die Expansion der EU und der NATO typische imperialistische Projekte sind.

    Kommt man dann auch nicht umhin, in der CSTO, in Russlands Engangement in Afrika und natürlich der Krim-Annektion, der Einmischung in die Ukraine bis hin zur Invasion ebenfalls typische imperialistische Projekte zu sehen? Wie sieht es mit Chinas Taiwan-Politik aus?

    Sie müssen wissen wodurch ein Imperium definiert wird. U.a. durch Militärbasen auf der ganzen Welt.

    Und Taiwan gehört laut UN zur Volksrepublik China, sowie Katalonien zu Spanien, Schottland zu Großbritannien, Südtirol zu Italien und Bayern zu Deutschland.

    Aha. Das heisst also, ein Staat der "nur" seine Nachbarstaaten auch militärisch erobert kann ja per Definition gar nicht imperialistisch sein? Ich glaube, diese Definition taugt einfach nicht. Oder wo ist da die Grenze? So viele Basen auf der ganzen Welt hatten ja z.b. die Preussen oder auch das deutsche Kaiserreich auch nicht, also keine Imperialisten? War Rom imperialistisch? ,)

    Mal abgesehen davon ist es natürlich logisch, dass man kein Imperium leiten muss, um imperialistische Politik zu betreiben.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.04.2024 13:10).

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    • HGW zum Account Nr. 3000

    11 Beiträge seit 24.04.2024

    Antwort auf Re: Angelsächsischer Kampfplatz von FIAE-Flix.

    FIAE-Flix schrieb am 24.04.2024 13:09:

    HGW zum Account Nr. 3000 schrieb am 24.04.2024 13:03:

    FIAE-Flix schrieb am 24.04.2024 11:57:

    weintel schrieb am 24.04.2024 10:09:

    Man kommt nicht umhin festzustellen, das die Expansion der EU und der NATO typische imperialistische Projekte sind.

    Kommt man dann auch nicht umhin, in der CSTO, in Russlands Engangement in Afrika und natürlich der Krim-Annektion, der Einmischung in die Ukraine bis hin zur Invasion ebenfalls typische imperialistische Projekte zu sehen? Wie sieht es mit Chinas Taiwan-Politik aus?

    Sie müssen wissen wodurch ein Imperium definiert wird. U.a. durch Militärbasen auf der ganzen Welt.

    Und Taiwan gehört laut UN zur Volksrepublik China, sowie Katalonien zu Spanien, Schottland zu Großbritannien, Südtirol zu Italien und Bayern zu Deutschland.

    Aha. Das heisst also, ein Staat der "nur" seine Nachbarstaaten auch militärisch erobert kann ja per Definition gar nicht imperialistisch sein? Ich glaube, diese Definition taugt einfach nicht. Oder wo ist da die Grenze? So viele Basen auf der ganzen Welt hatten ja z.b. die Preussen oder auch das deutsche Kaiserreich auch nicht, also keine Imperialisten? War Rom imperialistisch? ,)

    Mal abgesehen davon ist es natürlich logisch, dass man kein Imperium leiten muss, um imperialistische Politik zu betreiben.

    Preußen und das dt. Kaiserreich waren auch keine Imperien. Das Deutsche Reich war nie ein Imperium, auch wenn Hitler daraus eines machen wollte.

    Rom war und ist eine Stadt, falls Sie das Römische Reich meinen - das war ein Imperium.

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  • Avatar von Zeitkind
    • Zeitkind

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.01.2000

    Antwort auf Angelsächsischer Kampfplatz von weintel.

    Mal abgesehen davon, daß ich Steiner als "Anthroposoph" reichlich furchtbar finde - was aber nichts zur Sache tut -, ist dieses Zitat nicht von selbigem, sondern nur, nun, sagen mir mal: erdichtet.

    https://www.rudolf-steiner.com/wp-content/uploads/2022/03/Zu-einer-angeblichen-%E2%80%B9Aussage%E2%80%BA-Steiners-zur-Ukraine.pdf

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  • Avatar von Theophagus De Vill
    • Theophagus De Vill

    196 Beiträge seit 28.02.2020

    Antwort auf Re: Angelsächsischer Kampfplatz von Anonymität macht frei.

    Aber, aber! Das ist "präventive Vorwärtsverteidigung", mehr nicht!

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    • Korolow

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.07.2007

    Antwort auf Re: Angelsächsischer Kampfplatz von HGW zum Account Nr. 3000.

    HGW zum Account Nr. 3000 schrieb am 24.04.2024 13:03:

    FIAE-Flix schrieb am 24.04.2024 11:57:

    weintel schrieb am 24.04.2024 10:09:

    Man kommt nicht umhin festzustellen, das die Expansion der EU und der NATO typische imperialistische Projekte sind.

    Kommt man dann auch nicht umhin, in der CSTO, in Russlands Engangement in Afrika und natürlich der Krim-Annektion, der Einmischung in die Ukraine bis hin zur Invasion ebenfalls typische imperialistische Projekte zu sehen? Wie sieht es mit Chinas Taiwan-Politik aus?

    Sie müssen wissen wodurch ein Imperium definiert wird. U.a. durch Militärbasen auf der ganzen Welt.

    Und Taiwan gehört laut UN zur Volksrepublik China, sowie Katalonien zu Spanien, Schottland zu Großbritannien, Südtirol zu Italien und Bayern zu Deutschland.

    Es ist alles reine Definitionssache. Für den US Amerikaner gehört Taiwan nicht zu China, weil der Ami klug genug ist eine juristische Möglichkeit zu finden das auch zu begründen. Für den Chinesen schaut es halt anders aus.
    Die gesamte Welt ist relativ und die US Amerikaner haben die Relativität perfektioniert.

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    • weintel

    38 Beiträge seit 15.06.2011

    Antwort auf Re: Angelsächsischer Kampfplatz von Zeitkind.

    Ok, Danke, das wußte ich nicht.

    Es gibt aber in Ihrem Link einen Eintrag Rudolf Steiners über die Hintergründe des Ersten Weltkriegs auf einem undatierten Notiz-zettel:
    Dort heisst es im Zusammenhang mit einer «jetzigen Mächte-Constellation», die alle wirklichen Gegensätze und Interessen verdecke:
    «Sie verdeckt vor allem die wahre Thatsache, dass um den russischen Kulturkeim zwischen den anglo-amerikanischen Pluto-Autokraten und dem mitteleuropäischen Volke gekämpft wird.»

    Weder in dieser Stelle noch im ganzen Dokument wird die Ukraine erwähnt.

    Aber zu dieser Zeit (Ende1917, Anfang 1918) bombardierte die Rote Armee Kiew.
    Die Mittelmächte (Deutschland und Österreich-Ungarn) kamen der neugebildeten ukrainischen Regierung zu Hilfe.
    Dann gab's einen Regierungswechsel in der Ukraine. Eine Art Militärdiktatur wurde gebildet, was zu einem landesweiten Aufstand führte. Der deutsche Befehlshaber in Kiew wurde ermordet. Schließlich wurden die Mittelmächte im November 1918 besiegt.

    Jedenfalls kann für einen damaligen "anthroposophischen" Beobachter dies durchaus als angelsächsischer Kampfplatz aufgefasst worden sein.
    Seine Aussage "um den russischen Kulturkeim" könnte man hier durchaus als Ukraine in diesem Kontext sehen.

    Aber danke für'n Hinweis.

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