Antwort auf Re: Russophobie einbremsen von Radio Controlled.
Radio Controlled schrieb am 09.09.2022 11:46:
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Super Idee, wenn Russland den Krieg beendet hat und seine Truppen vom kompletten Staatsgebiet der Ukraine abgezogen hat kann man damit sicher wieder anfangen :-)
Wenn die ukrainische Regierung endlich zu Gesprächen mit den sogenannten Separatisten der Oblaste Donezk und Lugansk bereit wäre, dann wäre das schon mal ein Anfang. Gespräche egal in welcher Form, national oder international (Minsker Abkommen) wurden durch die Ukrainische Regierung strickt abgelehnt, nach dem man Panzer und Kanonen in die Regionen gesendet hatte um den Widerstand der Ostukrainer gegen die Regierungsmaßnahmen 2014 mit Gewalt zu brechen.
Einen draufgesetzt hat man in Kiew noch einen, als man die Widerständler zu Terroristen erklärt hatte und wie man weiß Terroristen rechtlos sind. Wie soll man sich das ausmalen, wenn die ukrainische Armee die Gebiete zurückerobert und zusammen mit Polizei und Geheimdiensten jagt auf "Terroristen" macht, die man dafür hält oder Menschen als solche Denunziert werden?
Den Umgang mit echten oder vermeintlichen Kollaborateuren kennt man aus der Nachkriegszeit in Frankreich, Niederlande, Belgien, Polen, Tschechoslowakei, Italien,...
Aber auch aus vielen anderen Kriegen, wenn die Aggressoren vertrieben wurden.
Eine Lösung wäre, die Krim als russisch (indirekt) anzuerkennen (man kann ja weiter wettern und jaulen) und die Oblaste Donezk und Lugansk eine umfassende Autonomie anzubieten und das Militär aus der Region zurückzuziehen. Danach kann man binational oder international über den Abzug russischer Truppen und Waffen verhandeln.
Auf solche Lösungen müsste der Westen mit aller Macht diplomatische hinarbeiten, auch mit der Gegenleistung verschiedene Sanktionen, müssen ja nicht alle sein, zurückzunehmen.
Aber da ist wohl die Annahme realistischer, dass es einen Weihnachtsmann gibt, als das sich der sogenannte Westen darauf einlässt.