Schon per Definition befindet sich die Wirtschaft Chinas in einem völlig anderen System mit völlig anderen Rahmenbedingungen. Schon deshalb ist es ziemlich naiv zu erwarten, dass die bewährten Mittel und Methoden aus der westlichen Mottenkiste auch in China wirken.
China hat einen riesigen Binnenmarkt mit 1,4 Mrd. Einwohnern.
Die Menschen haben seit Mao eine gewaltige und stetige Steigerung ihres Lebensstandards erfahren und halten es es eher mit Berthold Brecht:
„Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“.
Mit anderen Worten: Die chinesische Führung sitz felsenfest im Sattel.
Da ist noch viel Luft drin nach oben. Nur 221 von 1000 Chinesen haben ein Auto. In Deutschland sind es 628 von 1000. In den USA 908 von 1000. Bei anderen Konsumgütern besteht ähnlicher Nachholbedarf.
Mit anderen Worten: Die Chinesen sind weniger auf Exporte angewiesen als Deutschland oder die USA.
Dazu kommen ihre ziemlich besten Freunde mit praktisch unbegrenzten Rohstoff- und Energiereserven.
In so einer Situation sollten die Zeichen eigentlich auf Kooperation stehen statt auf Konfrontation.
Was dabei heraus kommt, wenn man den "Systemrivalen" unterschätzt, erleben wir gerade jeden Abend live am Bildschirm.
Wie bekämpft man einen "Systemrivalen"?
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Antwort auf Wie bekämpft man einen "Systemrivalen"? von Wolfgang1949.
Vor allem hat China auch einen großen aufstrebenden Weltmarkt. Gerade auch was die Sanktionen gegen Russland angeht, kann man sehen, dass sich der Wertewesten selbst isoliert.
Wenn China jene Märkte erschließen kann - und davon gehe ich aus - dann schießen wir uns wieder einmal selbst ins Knie und sind dann *surprised pikachu*.