Was in der Debatte völlig übersehen wird: Selbst wenn der chinesische Staat keine Gegenmaßnahmen ergreifen sollte, werden diese Zölle der europäischen Wirtschaft massiven Schaden zufügen.
Der Grund ist der durch den Handelskrieg entfachte neue chinesische Konsumpatriotismus, der dazu führt, dass westliche Unternehmen bereits jetzt massiv Marktanteile in China verlieren. Dabei ist das China-Geschäft für viele westliche Unternehmen enorm wichtig: Es handelt sich um einen riesigen Markt mit 1,4 Milliarden potentiellen Kunden, der noch dazu weiterhin enormes Wachstumspotential aufweist. Mit den Strafzöllen wird die EU den Ärger der chinesischen Bürger auf sich ziehen - mit der Konsequenz, dass diese künftig wohl lieber Produkte chinesischer Hersteller kaufen, während europäische Unternehmen Marktanteile verlieren werden. Für China ist das gut, weil dann mehr Geld im Land verbleibt und vor Ort investiert wird. Für Europa und insbesondere die Exportnation Deutschland ist das ziemlich schlecht, weil dabei einfach jede Menge Umsatz verloren geht und auch Arbeitsplätze in Gefahr geraten werden.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es vielleicht doch nicht so schlau war, eine in zwei Ministerien gescheiterte Politikerin ausgerechnet nach Europa "wegzuloben" und zur Kommissionspräsidentin zu machen. Warum wird man bei uns eigentlich befördert, wenn man eine derart schlechte Bilanz vorweisen kann?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (05.10.2024 14:49).