Du kannst nun mal Deine Produkte nur in einem bestimmten Preissegment verkaufen, sprengst Du dieses, dann kaufen die Leute das Produkt eben in China. Aber nicht bei einer imaginären Hong Kong Pfui Inc., sondern bei Siemens China oder VW China, BASF China etc.
...Warenwert zu Warenvolumen bzw. Warengewicht an. Hier gibt es Grenzkosten.
Speziell in Deutschland spielt aber ein ganz anderer Faktor eine Rolle: Facharbeitskraft und deren Wertschöpfungsvermögen.
Als Beispiel: Bis in die 2000er wurden in D auch noch Nägel und Schrauben gefertigt. Tausende MA waren beschäftigt. Es gab den ganzen Wertschöpfungsprozess vom Stahl zum Stahldraht bis zum Halbzeug (also Nagel oder Schraube). Das hat extrem viele Arbeitskräfte gebunden, die heute in anderen Produktionen weit mehr Wertschöpfung erzielen als eine Tonne Nägel pro Tag herzustellen.
Die Stadt Altena im Sauerland war damals die Hochburg der Drahtherstellung in Deutschland mit dem ganzen Umfang an Trivialprodukten. Heute gibt es dort und in der Region nur noch Betriebe mit Spezialprodukten. Eine Region mit über 150 hidden Champions, also Weltmarktführern auf totalen Spezialgebieten mit deutlich weniger Mitarbeitern aber hoher Rendite.
Soll heißen: Den Schrott, den jeder kann, hat man nach China ausgelagert. Aber eben nicht Produkte mit Spezialwissen oder mit Grenzkostenüberschreitung. Dafür wurden Arbeitskräfte frei, die mehr Wertschöpfung erzeugen.