bienenstich schrieb am 16.07.2022 23:08:
...die aktuelle Krise ist nur die Fortsetzung der Banken- und späteren Eurokrise von 2009-2012. Im Grunde wurden die südlichen Mitgliedstaaten zwar gerettet, aber wegen der Zinssenkungen nicht ermutigt, wirtschaftlich zu reformieren. Bis heute nicht. Jetzt kommt das dicke Ende.
Sorry, aber die Reformen die Griechenland gezwungen wurde umzusetzen, wären hier nicht mal machbar gewesen. Beamten und Staatsbediensteten um 20% die Gehälter kürzen, Entlassung von 150.000 Staatsangestellten, Kürzung der Renten um 10 bis 15 Prozent, Kürzung des Arbeitslosengeldes auf 322 Euro, Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld für Staatsbedienstete usw.
und der ungebremsten Ausweitung der Geldmenge
Ohne Ausweitung der Geldmenge kein Wachstum! VWL Grundkurs.
Die Ursachen für die Inflation liegen aber klar in 2008/2009
Was Du übersiehst, ist, dass durch den Umstand, dass Russland die Rohstoffe in Euro verkauft, Russland faktisch ein Teil der Eurozone geworden ist. Dadurch gab es kein Währungsrisiko bei der Beschaffung von Rohstoffen und anderer Ressourcen, wie z.B. Getreide, Sonnenblumenöl etc. und letztendlich auch keine Inflation.
Deswegen können wir auch nicht Russland mit unseren Sanktionen in die Knie zwingen, weil Russland alle Ressourcen selber besitzt und der Rubel daher nur als Inlandswährung benötigt wird. Sogar noch schlimmer, Europa nun Rubel benötigt, da wir Russland aus dem Euro Handel ausgeschlossen haben.