Die Parität von Euro und Dollar hat viel mit kurzfristiger Zinsspekulation, wenig mit anderem zu tun.
Nach Kaufkraftparität stehen wir in Bezug zum Dollar bei ~1,30, d.h. der Dollar ist 30 Cent zu billig. Der zu niedrige Eurokurs vergrößert den Exportüberschuss der EU noch mehr und vergrößert das US Exportdefizit.
Der "Absturz" von kleinen Teilen der gasabhängigen Wirtschaft Deutschlands wird daran zunächst nichts ändern. Und selbst wenn, dann würde der ohnehin ungesund zu große Exportüberschuss D endlich reduziert.
Ein Gasembargo von seiten der EU kommt erst dann, wenn ausreichend Ersatz gefunden ist. Das wird ca. 1-2 Jahre dauern, aber ist ohnehin entgültiger Plan.
Energie ist nur ein kleiner Teil der Wertschöpfung. Die Produktionslinien, die besonders viel Energie verbrauchen sind ohnehin kaum noch in der EU zu finden.
Daher ist das hier aufmerksamkeitserheischende Energie Geschrei und Gezeter...Müll.
Bei den Staatsschulden muss man konstatieren, dass die naive betriebs- oder haushaltspolitische Fixierung auf den ausgeglichenen Haushalt in den letzten Jahren gerade in Deutschland große Schäden angerichtet hat. Verrottete Infrastruktur, dysfunktionale, nicht digitalisierte Verwaltung etc. Die Schuldenbremse war und ist Schwachsinn von Leuten, die vielleicht etwas Ahnung von Betriebswirtschaft haben, aber volkswirtschaftlich keine.
Eine hohe Schuldenquote ist lange problemlos tragbar - siehe Japan mit seinen 200%+. Außerdem ist ein Schuldenschnitt kein Beinbruch, dann verlieren eben die Zinszocker Geld. Na und? Die Staatsschulden sind überdies in den westlichen Staaten nur ein Zeichen für den Unwillen die Vermögenden und Leistungsfähigen in ausreichendem Maße an der Staatsfinanzierung zu beteiligen, sind sie doch nichts anderes als nicht erhobene, in die Zukunft verschobene Steuern (oder Enteignungen beim Schuldenschnitt).