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  • Sentinel

mehr als 1000 Beiträge seit 08.05.2023

Warum müssen Kunstwerke überhaupt politische Erziehung betreiben?

"Martialisch, messianisch, mittelalterlich und mythisch – und immer undemokratisch, nie machtkritisch in seinem despotisch-elitären Wertekorsett."
.
Ein Kunstwerk ist ein Kunstwerk. Es muss frei sein und insbesondere will es nicht in ein politisch-ideologisch Korsett gezwungen werden, in dem Dinge "hinterfragt" oder "kritisch diskutiert" werden müssen.
Solche Dinge können Bestandteil eines Werkes sein, müssen es aber nicht, da ein Werk immer nur eine inhaltlich begrenzte Realitätssphäre erschaffen kann - und meist ist es die, zu der der Autor eine zündende Idee hat.

Deshalb: Wir brauchen keine Filme, die uns in jedem zweiten Satz sagen, wie gut oder wie schlecht die Demokratie ist oder wie gut oder wie schlecht eine Autokratie ist, oder wie gut oder schlecht dieses oder jenes ist.
Ein Film erzählt eine Geschichte. Punkt. - Entweder sie fesselt mich und ich kann mich in die Geschichte hineinversetzen oder eben nicht.

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  • Avatar von Heiner Gant
    • Heiner Gant

    58 Beiträge seit 17.02.2024

    die Antwort auf die Frage ist einfach

    Antwort auf Warum müssen Kunstwerke überhaupt politische Erziehung betreiben? von Sentinel.

    Damit er neben Geld auch irgendwelche Preis einheimsen kann. In diesem Fall geht es in erster Linie sowieso nur einen Hype um eine Melkkuh zu produzieren, die man bestenfalls filmisches Mittelmaß nennen könnte. Käme es nicht aus Hollywood, wäre schon Teil 1 nicht mal in die Kinos gekommen, sondern wäre höchstens mal im Spartenprogramm um 2 Uhr nachts gelaufen und einen 2. oder gar 3. Teil würde es nie geben.

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    • unbekannter Benutzer

    545 Beiträge seit 15.09.2023

    Antwort auf die Antwort auf die Frage ist einfach von Heiner Gant.

    nun, der Film Dune steht ja nicht für sich allein, sondern ist eine Verfilmung von einem Buchzyklus, der legendär wurde. Die Bücher wurden aus allen möglichen Richtungen analysiert: Ökologoie, Feminismus, Gesellschaftskritik, Krieg, Macht, Liebe, Jihad, Technologisierung der Gesellschaft (sollten wir lieber Mentaten ausbilden anstatt von KIs?),....

    Ich verstehe eure Kritik nicht? Dune, Villeneuve, Zimmer... sorry, ob da Hollywood draufsteht ist sowas von egal.

    Eine Verfilmung von Dune gab es nie: hier die Geschichte dazu: https://www.arte.tv/de/videos/078721-000-A/jodorowsky-s-dune/ (eine wunderbare Doku) Jodorowskys Dune wäre der Megaflop geworden, aber wie abgedreht wäre es gewesen.

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  • Avatar von ainstein
    • ainstein

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.06.2001

    Antwort auf Re: die Antwort auf die Frage ist einfach von .

    ich_kann_nicht_ignorieren schrieb am 28.02.2024 15:47:

    Eine Verfilmung von Dune gab es nie: hier die Geschichte dazu:

    *hüstel* David Lynch 1984, John Harrison 2000 *hüstel*

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    • unbekannter Benutzer

    545 Beiträge seit 15.09.2023

    Antwort auf Re: die Antwort auf die Frage ist einfach von ainstein.

    vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt: die Doku geht um das Konzept von Jodorowsky für eine 10stündige! Verfilmung von Dune: Moebius und Giger machten mit, Pink Floyd sollte die Musik liefern, mit Orson Welles, Dalí als Darsteller... absolut abgedreht. Und die wurde nicht gedreht.

    Die Doku von arte ist unglaublich spannend dazu.

    PS: ich kenne den Film von Lynch, die 2000er Verfilmung aber nicht.

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  • Avatar von jwaByteWork
    • jwaByteWork

    330 Beiträge seit 20.06.2017

    Re: Dune (Lynch, 1984)

    Antwort auf Re: die Antwort auf die Frage ist einfach von ainstein.

    Ich werde nie vergessen, wie ich den im Uni-Kino (AudiMax) gesehen habe:

    Am Anfang kam diese Prophezeihung vom Kwisatz Haderach, dem Auserwähltem...

    Da brüllte ein Zuschauer von ganz hinten: "Den kenne ich! Das ist Luke Skywalker!"

    Ein Riesenlacher damals...

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  • Avatar von ainstein
    • ainstein

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.06.2001

    Antwort auf Re: die Antwort auf die Frage ist einfach von .

    ich_kann_nicht_ignorieren schrieb am 28.02.2024 16:02:

    vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt: die Doku geht um das Konzept von Jodorowsky für eine 10stündige! Verfilmung von Dune: Moebius und Giger machten mit, Pink Floyd sollte die Musik liefern, mit Orson Welles, Dalí als Darsteller... absolut abgedreht. Und die wurde nicht gedreht.

    Die Jodorowsky-Verfilmung hätte aber so gut wie gar nichts mehr mit Dune zu tun gehabt...

    Die Doku von arte ist unglaublich spannend dazu.

    Ich kannte die Doku.

    PS: ich kenne den Film von Lynch, die 2000er Verfilmung aber nicht.

    Die 2000er Verfilmung war mit der Fortsetzung von 2003 eine Fernsehverfilmung der ersten Dune-Trilogie, d.h. Dune, Dune Messiah und Children of Dune. War ok... Aber bisher kam keine Verfilmung an die Bücher heran, um ehrlich zu sein - zu mystisch, ohne wirkliche Erklärung oder Zusammenhang von Spice/Melange zu dem Ganzen.

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  • Avatar von Life.3
    • Life.3

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.02.2023

    Antwort auf Re: Dune (Lynch, 1984) von jwaByteWork.

    jwaByteWork schrieb am 28.02.2024 16:10:

    Ich werde nie vergessen, wie ich den im Uni-Kino (AudiMax) gesehen habe:

    Am Anfang kam diese Prophezeihung vom Kwisatz Haderach, dem Auserwähltem...

    Da brüllte ein Zuschauer von ganz hinten: "Den kenne ich! Das ist Luke Skywalker!"

    Ein Riesenlacher damals...

    hehe, gern auch woanders:
    In der WP Seite zu Grimmelshausen "Simplizissimus" wird das letzte Kapitel als Robinsonade kategorisiert.

    Defoe war Historiker und hatte sich spez. mit dem 30Jährigen Krieg beschäftigt.
    Grimmelshausen veröffentlichte ~1668, 20 Jahre nach dem Westfälischen Frieden.

    "Robinson Crusoe" ist von 1719

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    • Subzero

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.06.2000

    Antwort auf Warum müssen Kunstwerke überhaupt politische Erziehung betreiben? von Sentinel.

    Sentinel schrieb am 28.02.2024 14:18:

    Deshalb: Wir brauchen keine Filme, die uns in jedem zweiten Satz sagen, wie gut oder wie schlecht die Demokratie ist oder wie gut oder wie schlecht eine Autokratie ist, oder wie gut oder schlecht dieses oder jenes ist.

    Das widerspricht dem deutschen Effizienzdenken! Ein Film ist zu wertvoll um mit diesem keine politischen und moralischen Botschaften zu transportieren. Das wußte schon Goebbels. Im Zweifel muß man da halt nachhelfen wie bei der deutschen Filmförderung oder dem Autorenfilm (die sind ja auch fremdbezahlt, an der Kinokasse sind sie gewöhnlich ähnliches Gift wie Daniel der Zauberer).

    Filme, die rebellisch, unangepaßt und ohne moralischen Zeigefinger daherkommen und einfach nur gute Unterhaltung sein wollen findet man nur noch selten. Deswegen bevorzuge ich die B-Filme der Achziger/Neunziger. Sidaris war damals gut (was würde die PC-Fraktion heulen, wenn solche Filme heute noch gemacht werden würden...).

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  • Avatar von RamboZambo
    • RamboZambo

    34 Beiträge seit 10.03.2023

    Antwort auf Warum müssen Kunstwerke überhaupt politische Erziehung betreiben? von Sentinel.

    Keiner redet von politischer Erziehung. Lehrfilme sind ein anderes Genre. Aber Gesellschaft spielt in die Kunstproduktion hinein und die Ergebnisse dann wieder zurück in die Gesellschaft, für den Einzelnen..

    Die gesamte künstlerische Produktion einer Epoche (naja inzwischen ist uns der Begriff abhanden gekommen, zwischen Postmoderne und Anything Goes, jedenfalls als ich das letzte Mal nachgesehen habe) hilft dabei zu erkennen was ein Zeitgefühl, eine Lebenswirklichkei ausmacht.

    Darum geht es hier, nicht um Belehrung oder politische Erziehung.

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