auch Zahlen zum Problem:
Frankreich hat 56 KKW. Davon haben 30 einen Kühlturm und kein Kühlproblem. Weitere 14 liegen am Meer und haben auch kein Kühlproblem.
12 liegen an Flüssen und entnehmen Flusswasser zur Kühlung. Dabei kann es zwei Probleme geben.
1. Es gibt nicht genug Wasser im Fluss.
2. Das Wasser ist im Fluss bereits ziemlich warm. Das macht zwar dem KKW nichts aus, aber das zurückgeführte Wasser ist so warm, dass einige Fische besser gedeihen (z.B. Flussbarsche), aber anderen ist es zu warm (z.B. Äschen).
Im Jahr 2022 mussten 7 der 12 KKW ihre Produktion drosseln. Der Stromproduktionsausfall betrug ca. 0,5 GWh, was ungefähr 0,1% der französischen jährlichen Stromproduktion entspricht (oder 0,18% der jährlichen KKW-Stromproduktion).
Das schlimmste Jahr war 2033, als etwa 6 GWh ausfielen (1,2% der jährlichen Stromproduktion).
Der Produktionsverlust ist also sehr gering. Ein größeres Problem ist der Ausfall der Leistung. 2003 betrug sie in der Spitze 6 GW oder etwa 10% der installierten KKW-Leistung. Frankreich kann dies in der Regel selbst kompensieren, weil die Probleme im Sommer auftreten, wenn der Strombedarf niedriger ist und weil es ausreichend Überkapazität gibt. Außerdem gibt es im Sommer tagsüber fast immer sehr günstigen Solarstrom aus Deutschland (häufig kostenlos).
Wer Französisch versteht, kann dies hier nachlesen:
https://medias.vie-publique.fr/data_storage_s3/rapport/pdf/288726.pdf