Die Russen könnten das tun, wollen aber wohl zurzeit im Ukraine-Krieg nicht gegen den Westen eskalieren, denn Putin will nicht, dass die Nato eingreift.
Schon in dieser ersten Bemerkung zeigt sich das gesamte Ausmass des arroganten falschen Bewusstseins der Westler im Allgemeinen und Sandro Gayckens im Besonderen. Ein Angriff der nato würde unweigerlich einen dritten Weltkrieg auslösen, daher will das, zumindest auf den Führungsebenen gewiss niemand. Gaycken aber insuiniert, Putin wolle das nicht, weil er um die eigne Unterlegenheit wisse. Es gibt zwei Möglichkeiten - entweder gibt es eine solche wirklich - es gibt auch gute Gründe das zu bezweifeln -, dann würde das nur den Einsatz von Atomwaffen russischerseits beschleunigen, oder es gibt sie nicht und dann dauerte es bis zur ultimativen Eskalation vielleicht ein wenig länger. Jedenfalls ist der Grund dafür, vor einem nato-Einsatz gegen Russland zurückzuschrecken eindeutig im Wissen um die unvermeidliche Katastrophe begründet, die dies auslösen würde. Keine der beiden Seiten kann einen atomaren Zweitschlag verhindern.
Solange die nato gewisse russische rote Linien nicht überschreitet, wird es auch keine nennenswerten russischen Cyberattacken auf den Westen geben. Wenn dennoch eine behauptet würde, wäre damit angezeigt, dass die ultrabellizistischen Kräfte in der nato die Oberhand gewonnen hätten und die Katastrophe kurz bevor stünde. Die Wahrscheinlichkeit eines Cyberangriffs würde dagegen nach der Überschreitung einer solchen roten Linie durch die nato massiv zunehmen.