Erstmal danke für den erstaunlich analytischen Artikel, auch wenn ich nicht in allen Teilen zustimmen kann.
Eigentlich wurde nicht ein strukturelles Problem aufgegriffen. Es wurde auch nicht wirklich diskutiert.
Die Probleme der Altersversorgungssysteme mit evtl. Neustrukturierung und Integration der Alterssonderversorgungssysteme (wie Pensionen der Beamten, ärztliche Versorgungswerke, Steuerberater, Selbstständige u.s.w.) in die gesetzliche Rente, kein Thema.
Gleiches Elend bei den Krankenversicherungen und der fortschreitenden Privatisierung des Gesundheitswesens.
Kein Wort über eine Steuerung und die Grenzen der Migration.
Kein Wort über die Bahn als Teilsubstitution des in vielerlei Hinsicht tödlichen Güterverkehrs auf der Straße.
Eigentlich wurde nur klar, es gibt ein großes weiteres Durchmauscheln und dass man weiterhin die Welt mit Auslandseinsätzen der BW beglücken möchte. Das Gemauschel wird für den Michel teuer, das wurde aber ausdrücklich nicht gesagt.
Afghanistan war bis auf die misslungene Evakuierung der Ortskräfte total cool. Und Ortskräfte sind inzwischen so sakrosankt und cool wie Klimaaktivisten. Gerne hätte man gehabt, wenn die Linke noch dem Evakuierungseinsatz zugestimmt hätte, damit die Schuld dann gleich verteilt ist. aber so beschmiert ist selbst die Linke nicht, was etwas heißen will.
Selig die, die bei dem Triell eingeschlafen sind, denn ihnen blieb ein Trauma erspart, das gut für einen depressiven Schub wäre.
Wie sagte Volker Pispers noch, irgendwann stößt Alkohol auch an seine Grenzen. Insbesondere, wenn die eloquente Annalena sich mit der Aussage outet "ich sage auch Winnetou".
Schluss jetzt, jeder weitere Buchstabe ist eh vergeudet und verstärkt den depressiven Schub. Der Zug ist abgefahren.