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90 Beiträge seit 07.05.2023

Niemand wollte ehrlich reden

Seit 2014 wurden bis 2021 im Donbass 14000 russische Ukrainer, ukrainische Russen, ukrainische Ukrainer und russische Russen getötet. Der längste Krieg der jüngeren europäischen Geschichte, jetzt auf ein neues Niveau angehoben, dies aber gerne ignoriert von Leuten, die nur die transatlantische Brille aufsetzen. Der lange Konflikt blieb aber zu lokal, um die Diplomaten "ehrlich" herauszufordern, das portionierte Sterben slawischer Brüder war nicht schlimm genug. Feminististische und werteorientierte Diplomatie gab es damals noch nicht, vielleicht wäre die Eskalation dann schneller passiert. Heute wissen wir: die Diplomatie dort war nur eine Fake-Veranstaltung, die als Minsk 1 und 2 in die Geschichtsbücher kommt. Fakt ist, die Weltordnung ruft immer nach einem Sieger. Die Weltordnung machen schließlich nicht die Menschen, sondern machtgeile Vertreter einer Elite, die so elitär ist, das sie das Baden in hegemonialer Kinderkacke als wichtigstes Ziel des Daseins ansieht. Dieses Baden macht man bevorzugt in think tanks und Parteien. Man sieht es bei uns: das Umswitchen des politischen Mottos "Frieden schaffen ohne Waffen" in "Frieden schaffen mit Waffen" ging von heute auf morgen. Wir müssen uns deshalb mit den Instrumenten der direkten Demokratie intensiv beschäftigen, damit wir dafür sorgen können, dass nur autorisierte Diplomaten mit Verstand und Empathie im Politikgeschäft überleben. Und das wird nur klappen, wenn die öffentlich-rechtlichen Medien wieder zu einer medialen Breite gezwungen werden, beispielsweise mit standardisierten Rechenschaftsberichten. Denn gerade die Medien sind gegenwärtig zu den machtgeilsten Eliten degeneriert, vermutlich geblendet von den Propaganda-Dollar-Milliarden des Pentagons.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Re: Niemand wollte ehrlich reden - Schwurbler

    Antwort auf Niemand wollte ehrlich reden von Hollerido.

    Hollerido schrieb am 05.06.2023 05:07:

    Seit 2014 wurden bis 2021 im Donbass 14000 russische Ukrainer, ukrainische Russen, ukrainische Ukrainer und russische Russen getötet. Der längste Krieg der jüngeren europäischen Geschichte, jetzt auf ein neues Niveau angehoben, dies aber gerne ignoriert von Leuten, die nur die transatlantische Brille aufsetzen. Der lange Konflikt blieb aber zu lokal, um die Diplomaten "ehrlich" herauszufordern, das portionierte Sterben slawischer Brüder war nicht schlimm genug. Feminististische und werteorientierte Diplomatie gab es damals noch nicht, vielleicht wäre die Eskalation dann schneller passiert. Heute wissen wir: die Diplomatie dort war nur eine Fake-Veranstaltung, die als Minsk 1 und 2 in die Geschichtsbücher kommt. Fakt ist, die Weltordnung ruft immer nach einem Sieger. Die Weltordnung machen schließlich nicht die Menschen, sondern machtgeile Vertreter einer Elite, die so elitär ist, das sie das Baden in hegemonialer Kinderkacke als wichtigstes Ziel des Daseins ansieht. Dieses Baden macht man bevorzugt in think tanks und Parteien. Man sieht es bei uns: das Umswitchen des politischen Mottos "Frieden schaffen ohne Waffen" in "Frieden schaffen mit Waffen" ging von heute auf morgen. Wir müssen uns deshalb mit den Instrumenten der direkten Demokratie intensiv beschäftigen, damit wir dafür sorgen können, dass nur autorisierte Diplomaten mit Verstand und Empathie im Politikgeschäft überleben. Und das wird nur klappen, wenn die öffentlich-rechtlichen Medien wieder zu einer medialen Breite gezwungen werden, beispielsweise mit standardisierten Rechenschaftsberichten. Denn gerade die Medien sind gegenwärtig zu den machtgeilsten Eliten degeneriert, vermutlich geblendet von den Propaganda-Dollar-Milliarden des Pentagons.

    Schwurbeln ist auch keine Diplomatie.
    Vor allem wenn man sich als Amateur-Besserwiss mit völlig verkürzter und abenteuerlicher Historie beschäftigt als mit der Tatsache, dass am anderen Ende ein gewissenloser Kriegsverbrecher sein Unwesen in fremden Staaten treibt.

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    485 Beiträge seit 15.05.2023

    Antwort auf Niemand wollte ehrlich reden von Hollerido.

    Heute wissen wir: die Diplomatie dort war nur eine Fake-Veranstaltung, die als Minsk 1 und 2 in die Geschichtsbücher kommt.

    Nein, das ist die Diplomatie, bzw. auch das Täuschen gehört zur Diplomatie.

    Man sollte sich wirklich von der Vorstellung lösen, dass Diplomatie etwas Feines wäre. Auch eine Kriegserklärung ist eine diplomatische Note. Staaten tauschen sich über den Stand der Beziehungen aus. Das reicht vom Empfang mit allen militärischen Ehren bis zum Abbruch der Beziehungen.

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    90 Beiträge seit 07.05.2023

    Antwort auf Re: Niemand wollte ehrlich reden von .

    pg1238 schrieb am 05.06.2023 10:02:

    Heute wissen wir: die Diplomatie dort war nur eine Fake-Veranstaltung, die als Minsk 1 und 2 in die Geschichtsbücher kommt.

    Nein, das ist die Diplomatie, bzw. auch das Täuschen gehört zur Diplomatie.

    Man sollte sich wirklich von der Vorstellung lösen, dass Diplomatie etwas Feines wäre. Auch eine Kriegserklärung ist eine diplomatische Note. Staaten tauschen sich über den Stand der Beziehungen aus. Das reicht vom Empfang mit allen militärischen Ehren bis zum Abbruch der Beziehungen.

    Dann bin ich auch mal ehrlich für Krieg, aber nur, wenn keiner hingeht! Nein, die unehrliche Diplomatie kann man in die Tonne treten. Die Nato-Osterweiterung zeigt ja das politische Versagen durch Täuschen und Tricksen. Die nachfolgenden Generationen müssen es ausbaden.

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