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  • ostkraft

285 Beiträge seit 04.03.2015

Digitalisierung in Deutschland - politisch verkackt!

Wir haben die Technologie, die Experten, das Geld und wir hatten die notwendige Zeit. Was wir auch hatten: fehlende oder falsche politische Entscheidungen.

Anstatt den Mobilfunktbetreibern vorzuschreiben, eine flächenmäßige 100%-Abdeckung innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen zu müssen, damit sie eine Lizenz bekommen (UMTS, LTE, 5G) hat unsere politische Elite sich das jammernde Gesülze der Mobilfunkbetreiber zu Herzen genommen und nur vorgegeben bekommen, eine 95%-Abdeckung der Haushalte zu erreichen. Darum gibt es viele Landstriche mit schlechter oder sogar ohne Mobilfunkabdeckung. Von mobilem Internet in akzeptabler Geschwindigkeit ganz zu schweigen!
Dafür haben unsere tollen Politiker die Lizenzen für Milliarden Euros versteigert und das Geld für nicht nachhaltige ideologische Kinkerlitzchen verpulvert. Bravo!

Weiter: statt einen flächendeckenden Glasfaserausbau auch in den letzten Winkel der Republik anzustrengen und die Konzerne dafür an die Kandarre zu nehmen, wurde der quasi-Monopolist Deutsche Telekom jahrzehntelang gepampert und bevorzugt, in dem er seine veraltete Kupferdraht-Technologie kostengünstig behalten durfte und natürlich nur dort ausbaute, wo es sich aus seiner Sicht lohnte. Vollversorgung gerade der ländlichen Bevölkerung? Das hat die Politik nie als Ziel gesehen?

Ähnlich verhielt es sich mit den TV-Kabelnetzbetreibern, die ebenfalls kostengünstig davonkamen.

Industrie-Lobbyisten haben das gesteuert und ahnungslose Politiker haben es durchgesetzt. Aber was soll man auch erwarten von Regierungen, die noch 2013 davon sprachen, dass das Internet "...Neuland für uns ist...". Traurig und gruselig zugleich.

Ich wünschte, wir hätten fähige Politiker, die das viele Geld der deutschen Steuerzahler statt für sinnlose Kriege (Afghanistan, Mali u.a.), Bankenrettungen oder zur Versorgung illegaler Migranten besser in die Zukunft dieses Landes INVESTIEREN würden, statt es für ideologischen Wahnsinn zu verpulvern. Neben der Bildung und Forschung wäre das Geld sehr sinnvoll in den vollflächigen Glasfaserausbau und Mobilfunkausbau geflossen. Nein, es gab stattdessen Geschenke für Konzerne, die nun fette Profite machen können, während die Versorgung mit Internet und Mobilfunk in Deutschland schlechter ist als in vielen Entwicklungsländern und zu den teuersten in der Welt gehört. Danke!

Am 26.09. ist Bundestagswahl und damit besteht die Chance, die Ahnungslosen und Unfähigen abzuwählen. ("...das Internet ist für uns alle Neuland...").

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    • Desteros

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2015

    Antwort auf Digitalisierung in Deutschland - politisch verkackt! von ostkraft.

    ostkraft schrieb am 21.09.2021 08:50:

    Wir haben die Technologie, die Experten, das Geld und wir hatten die notwendige Zeit. Was wir auch hatten: fehlende oder falsche politische Entscheidungen.

    Anstatt den Mobilfunktbetreibern vorzuschreiben, eine flächenmäßige 100%-Abdeckung innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen zu müssen, damit sie eine Lizenz bekommen (UMTS, LTE, 5G) hat unsere politische Elite sich das jammernde Gesülze der Mobilfunkbetreiber zu Herzen genommen und nur vorgegeben bekommen, eine 95%-Abdeckung der Haushalte zu erreichen. Darum gibt es viele Landstriche mit schlechter oder sogar ohne Mobilfunkabdeckung. Von mobilem Internet in akzeptabler Geschwindigkeit ganz zu schweigen!
    Dafür haben unsere tollen Politiker die Lizenzen für Milliarden Euros versteigert und das Geld für nicht nachhaltige ideologische Kinkerlitzchen verpulvert. Bravo!

    Weiter: statt einen flächendeckenden Glasfaserausbau auch in den letzten Winkel der Republik anzustrengen und die Konzerne dafür an die Kandarre zu nehmen, wurde der quasi-Monopolist Deutsche Telekom jahrzehntelang gepampert und bevorzugt, in dem er seine veraltete Kupferdraht-Technologie kostengünstig behalten durfte und natürlich nur dort ausbaute, wo es sich aus seiner Sicht lohnte. Vollversorgung gerade der ländlichen Bevölkerung? Das hat die Politik nie als Ziel gesehen?

    Ähnlich verhielt es sich mit den TV-Kabelnetzbetreibern, die ebenfalls kostengünstig davonkamen.

    Industrie-Lobbyisten haben das gesteuert und ahnungslose Politiker haben es durchgesetzt. Aber was soll man auch erwarten von Regierungen, die noch 2013 davon sprachen, dass das Internet "...Neuland für uns ist...". Traurig und gruselig zugleich.

    Ich wünschte, wir hätten fähige Politiker, die das viele Geld der deutschen Steuerzahler statt für sinnlose Kriege (Afghanistan, Mali u.a.), Bankenrettungen oder zur Versorgung illegaler Migranten besser in die Zukunft dieses Landes INVESTIEREN würden, statt es für ideologischen Wahnsinn zu verpulvern. Neben der Bildung und Forschung wäre das Geld sehr sinnvoll in den vollflächigen Glasfaserausbau und Mobilfunkausbau geflossen. Nein, es gab stattdessen Geschenke für Konzerne, die nun fette Profite machen können, während die Versorgung mit Internet und Mobilfunk in Deutschland schlechter ist als in vielen Entwicklungsländern und zu den teuersten in der Welt gehört. Danke!

    Am 26.09. ist Bundestagswahl und damit besteht die Chance, die Ahnungslosen und Unfähigen abzuwählen. ("...das Internet ist für uns alle Neuland...").

    Stell doch mal die Frage, wer in Deutschland Digitalministerin war und was die Frau so alles erreicht hat in vier Jahren, ausser mit nem Latexkleid für Aufsehen zu sorgen ?

    Gutes Beispiel gegen warum nach Qualifikation und nicht nach Chromosomen eingestellt werden sollte. Wobei Scheuer das Gegenbeispiel ist.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.09.2021 08:59).

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    • ostkraft

    285 Beiträge seit 04.03.2015

    Antwort auf Re: Digitalisierung in Deutschland - politisch verkackt! von Desteros.

    Ja gut, das ist nun nicht überraschend, dass unfähige ahnungslose Politiker unfähige und ahnungslose Politiker auf Posten setzen.
    Da kommt es schon seit langer Zeit nicht mehr auf Sachverstand und Expertise an, sondern nur noch auf Loyalität und ideologische Festigkeit.

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  • Avatar von ostkraft
    • ostkraft

    285 Beiträge seit 04.03.2015

    Antwort auf Digitalisierung in Deutschland - politisch verkackt! von ostkraft.

    Was könnte eine vernünftige Regierung tun?

    Sie könnte einen großen Fond oder eine Stiftung auflegen mit vielen Milliarden Euro, denn Geld kostet derzeit nichts. Dieser kann die notwendigen Investitionen für den Glasfaserausbau und Mobilfunkausbau finanzieren (Maschinen, Experten, Planungs- und Arbeitsleistung). Sie könnte Planungsvorschriften erlassen, welche Planung und Durchführung der notwendigen Bau- und Verlegemaßnahmen stark vereinfachen.
    Sie könnte die Investitionsmittel den Kommunen zur Verfügung stellen, damit diese über ihre kommunalen Bauhöfe die entsprechenden Verlege- und Baumaßnehmen umsetzen. Diese lokalen Netze könnten dann in den Besitz der Kommunen verbleiben, welche dann nur die Unterhaltung finanzieren müssten und keine Gewinne erzielen müssen. Der Anschluss an das Glasfasernetz sollte für jedes Gebäude/Grundstück obligatorisch sein, um die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen, unabhängig von den Präferenzen der derzeitigen Besitzer/Nutzer, die sich ja auch schnell ändern können.
    Es wäre ein gigantisches Investitionsprogramm, welches für neue Jobs für viele Jahre schaffen würde.
    Es würde den Kommunen ermöglichen, attraktiv für Unternehmen und Einwohner zu werden, da mit der zunehmenden Digitalisierung der Ort der von Unternehmen oder Behörden angebotenen Dienstleistungen immer unwichtiger wird.
    Da keine überbordenden Wasserköpfe und Profite großer Konzerne mitbezahlt werden müssten, könnte die digitale Versorgung aller Einwohner dadurch wesentlich günstiger werden.
    Die Konzerne würde ich nicht ausschließen, sondern sie können sich in Konkurrenz positionieren und die Verlegung und den Betrieb günstiger anbieten, wenn sie können.

    Ich habe die Erfahrung gemacht beim Haus meiner Eltern: die Telekom wollte zunächst keine Glasfaser verlegen, angeblich würde es sich nicht rechnen. Die haben die Einwohner im Dorf mit 1Mbit DSL digital verhungern lassen. Dann kam die Firma Deutsche Glasfaser ins Dorf, bot an Glasfaser in jedes Haus zu legen und wenn mind. 40% der Einwohner einen Anschluss ordern, würden sie allen Kunden im Dorf die Anschlusskosten erlassen. Es haben sich dann 42% der Einwohner für das Angebot entschieden. Der Ausbau und Anschluss sollte in 2 Jahren erfolgen. Wenige Monate darauf buddelte die Telekom plötzlich im Dorf die Gehwege auf und begann Glasfaser zu verlegen. Jeder der es wollte, bekam das Angebot, kostenlos einen Hausanschluss und einen neuen Router zu bekommen. Und das Ganze schon nach wenigen Monaten. Dieses Angebot haben dann die Einwohner größtenteils angenommen. Daran sieht man, dass es sich plötzlich doch rechnet, selbst auf dem platten Land. Es zeigt sehr deutlich, wie der Monopolist den Fortschritt behindert und zum wirtschaftlichen Nachteil der Bevölkerung agiert, solange keine Konkurrenz in Sicht ist. Daher gehört für mich die Infrastruktur der Grundversorgung, und dazu gehört in einer digitalen Gesellschaft unbedingt breitbandiger Internetanschluss und Mobilfunk mit mobilem Internet dazu, nicht in die Hand profitorientierter Konzerne, sondern in öffentliche Hand. Wichtig dabei ist, dass es so organisiert ist, dass diese öffentliche Versorgung wirksam vor der Inkompetenz kurzfristig denkender Politiker entzogen ist und kompetent und nachhaltig gemanagt wird.

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  • Avatar von Krötenschubser
    • Krötenschubser

    851 Beiträge seit 17.03.2021

    Anders: Digitalisierung in Deutschland - politisch abgewürgt!

    Antwort auf Digitalisierung in Deutschland - politisch verkackt! von ostkraft.

    Gerade die Grünen haben immer(!) alle möglichen Steine in den Weg gepackt und waren und sind sehr technikfeindlich unterwegs. Anfänglich gegen das Internet, dann gegen ISDN, dann gegen Transrapid usw. usf.

    Hinzu kommt die ganze Quotenscheiße, die ebenfalls aus der Richtung kommt.

    Das kann alles nichts werden, wenn hier permanent versucht wird, dass Steinzeitalter als Ideal zu verkaufen und jeden Fortschritt kaputt zu machen oder aktiv zu verhindern.

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  • Avatar von Oschia
    • Oschia

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2019

    #Kreisch, auf Glasfaser geht kein ADSL

    Antwort auf Digitalisierung in Deutschland - politisch verkackt! von ostkraft.

    Mir gellt dieses Gekreische von vor 20 Jahen auser ex-DDR immer noch inne Ohren.

    BTW: Hat noch jemand Fotos vonne Telefonzellen mit Sat-Schüsseln drauf?

    Dass man mit zellulärem D-Netz weg wollte
    vom flächendeckendem A-Netz (für wenige)
    fand ja bei den Mädchen großen Anklang.
    Zum Ausgleich gabs da eben nicht mehr an jedem Kuhfladen Empfang.

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