Geht das Leben seinen gewohnten Gang, ist man gerne ein liberaler, weltoffener und demokratischer Pazifist. Sprich, jeder lebt seinen Individualismus voll aus. Ist ja auch nicht schwer, sich an sich selbst zu ergötzen, wenn keine Gefahr droht. Doch sobald die kleinste Abweichung von der Normalität bzw. dem Alltag eintritt, ist das ganze Gerede von Werten nichts mehr wert. Auch nur beim Anflug der kleinsten Krise wird der Mensch sofort wieder zum Herdentier und läuft der Mehrheitsmeinung hinterher, die von Eliten aus Medien, Politik und Wirtschaft vorgegeben wird, anstatt sich mit der eigenen Überzeugung kritisch auseinanderzusetzen und diese dann notfalls auch zu verteidigen. Das ist der Weg des geringsten Widerstands. Nur leider führt dieser Weg früher oder später direkt an die Front. Dagegen hilft auch keine "woke Bundeswehr". Und im Schützengraben wird euch ein Hipsterbart, ein stylischer Nasering kombiniert mit einer frechen blaugefärbten Kurzhaarfrisur oder eine Abhandlung über genderfluide Sportler*innen auch nicht vor gegnerischen Bomben und Kugeln schützen. Dagegen hilft tatsächlich nur, sich nicht an jeglicher Form von kriegerischer Aktivität zu beteiligen. Seinen Prinzipien, seinen Überzeugungen und seiner Moral auch in Krisenzeiten treu zu bleiben, das ist Mut - und nicht einen sinnlosen Tod für das Vaterland zu sterben, nur weil das irgendwelche durchgeknallten Politiker und Schreibtischtäter von Spiegel & Co. so verlangen.