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  • AS73

202 Beiträge seit 23.08.2020

Repräsentativ?

Mir geht in diesen Lande mehr und die allgemein erteilte Legitimation für Bewertungen , Sichtweisen und Konsequenzen verloren. Es wird immer von "Massen", "LGTB-Gruppen" , "Männern", "Frauen", "Linken", "sozialen Netzwerken" etc. gesprochen und ihnen -von wem eigentlich?- eine repräsentativer Charakter zugesprochen, was dann den Eindruck erweckt, man habe sich ihnen zu beugen.

Wer sind "die Frauen" , die sich über eine Impfbevorzugung von Männern -wie oben beschrieben- aufgeregt haben? Wieso muss man denen folgen? Wo ist eigentlich festgelegt, dass diese Gruppe von Frauen für ALLE Frauen spricht? Wer hat das festgelegt? Und wieso ist das relevant und nicht einfach eine Meinung unter vielen? Und wenn es nur wenige sind, wieso haben die dann einen derartigen Einfluss den Diskurs EINES GANZEN LANDES zu steuern. Gehts noch? Sind die gewählt?
Wer bitte hat diese Gruppen eigentlich je legitimiert für alle zu sprechen?

Wurden auch die Wächter der Cancel Culture (wer genau ist das eigentlich und repräsentieren die, die Mehrheitsmeinung des Landes?) je demokratisch gewählt? Wieso darf z.B. ich nicht einfach das Wort "Mann" in Zukunft so schreiben "!MANN!", um die Bedeutung zu betonen? Ist provokativ gemeint, natürlich (keine Bange!). Und wäre natürlich Bullshit, weil ich nicht einfach nach Belieben Sprache umdeuten darf, genauso, wie ich das Wort "sozial" in Zukunft nicht einfach "$ozial" schreiben darf, um auf den Neoliberalismus als Problem hinzuweisen. Wieso dürfen aber irgendwelche dahergelaufenen anderen mir aufdrücken, Wörter , wie "Arbeiter" in Zukunft nur noch "Arbeiter:innen" zu schreiben oder "Manager:innen" statt "Manager", was mich und viele andere enorm viel Mühe und Zeit kostet. Mit welchem Recht drücken einige wenige vielen anderen diese Mühen und Kosten auf und mit welcher Rechtfertigung sehen sie sich als Vertreter aller an?
Stand das in irgendeinem Parteiprogramm? Wurde da mal auf einem SPD/CDU Parteitag eine Linie vorgegeben, die dann im Bundestag verabschiedet wurde?

Viele Firmen fangen jetzt sogar an, ihre Unterlagen und Dokumente zu gendern, was massig Geld kostet. Wurde das mal abgewogen? Ist das demokratisch legitmiert? War das je Teil der Rechtschreibfreform? Gibt es ein Gesetz dazu? Darf eine Lehrkraft Schülern in Diktaten Fehler ankreiden, weil diese sich nicht an die " :innen" Schreibweise halten? Darf ihnen aufgrund einer schlechten Note in Deutsch dann deshalb die Zukunft verbaut werden. Echt jetzt?

Ich kenne in meinem privaten und beruflichen Umfeld z.B. NIEMANDEN, weder Frau noch Mann, der/die diesen ganzen Cancel Culture -, Gender-, Neusprech-Wahn auch nur ansatzweise unterstützt. Jeder und jede empfindet das nur als Last. Und dennoch wird dieser Vorgang als demokratisch legetimiert und repräsentativ verkauft. Gehts noch?

Kein Psychologe und kein Freund könnten einem noch helfen. Am Ende wäre jeder genau das, was die Masse zu verhindern sucht: allein.

Ganz genau. DAS und nur das ist genau der Grund für diese demokratisch nicht legitimierte Vorschreibung und Aufteilung in Gruppen. Unter dem Deckmantel der "Gerechtigkeit/Gleichheit" wird das "Teile & Herrsche" Prinzip umgesetzt. Oder auch anders ausgedrückt würde diese Prinzip mit "Gleichheit" geframed. Der/die einzelne soll sich identitär aber alleine in einer Masse fühlen. Somit findet kein Aufbegehren gegen die wirklichen Täter statt und wir können weiter zum Nutzen weniger ausgenutzt werden. "Hilflosigkeit" wird mit "Individualität" oder "Identität" geframed. Dies führt zudem dazu, dass man den Gegner/Gegnerin im Gegenüber sieht und aufgrund der eigenen Ohnmacht, die Hilfe in der staatlichen Autorität sucht. Lapidar ausgedrückt: Dein(e) Nachbar(in) ist böse, der gute Staat schützt dich vor ihm(r).

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (06.03.2021 11:58).

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