Wie ich einem Bericht entnehme, setzt Thierse gesamtgesellschaftliche sozioökonomische "Verteilungsfragen" gegen gruppenidentitäre Interessen - etwa des Geschlechts ,der Religion, sexueller Identitäten, Nationalismus etc-Offensichtlich ist mit Verteilung die primäre von TW- bzw Gebrauchswertreichtum gemeint. Da wird ganz vage auf orthodoxe Klassen-Interessen abgehoben. Freilich bis zur Unkenntlichkeit verpackt. Aber realitätsgerechter als die Kühnert-Opportunisten allemal.
Jedoch bloß "Verteilungsfragen" statt Priorisierung von Minderheitsinteressen ?
!Was für ein theoretisches Elend von spd-Führungsfiguren seit Bad Godesberg und dortiger geistiger Selbstkastrierung . Der Alliierten-Bourgoisie zuliebe die marxistische Kapitalismus-Tiefenanalyse der liberalen irrationalen Kapitalismusglaubensgemeinschaft geschreddert. Und heute geht-s doch auf Seite einer theoretisch potenten Linken in erster Linie nicht um oberflächliche konsumistische Verteilungsfragen (von Steuern?) , sondern um die wissenschaftliche Analyse der schon lange wuchernden globalen Kapitalismuskrise, von der jetzt in immer mehr Kapitalismusmedien geraunt wird.: etwa,(NZZ, Wiwo etc.) daß sich die Realwirtschaft von der Börsenfinanzwelt extrem entfernt habe, darum nach 2oo8 eine diesmal viel verheerendere Finanzkrise droht usw.
Was diese Entkoppelung erzeugt, wissen die VWL-Positivisten freilich auch nicht genauer zu sagen. Ein Roubini ,, ein Hendrik Müller haben aber m.E. immerhin eine Ahnung vom Ernst der globalen Kaputtalismus-Krise
Mehr weiß davon m.E. neomarxistische Kapitalismuskrisenanalyse , die sich mit dem aktuellen Verlauf der Prozesse des Wertgesetzes (im Sinne des Wertkritikers Robert Kurz -zu finden auch bei Exit! online- Krise und Kritik der Warengesellschaft
heuer besonders dort zu lesen Böttcher-Wissen,) nach der Microchiprevolution, der explodierenden Digitalisierung etc. befaßt.
Nix von all dem beim Marx-losen Thierse, schon gar nicht bei den fluppigen Kühnert-Schwans, die so postmodern herumhopsen und die Kritiken etwa von Terry Eagletons Auseinandersetzung mit der Postmoderne bestätigen, indem sie oberflächlich.-und opportunistisch auf kulturalistischen Minderheitenpopulismus machen, Der behält eh sein relatives Recht . -Aber die krisenhafte Tiefen-Totalität des immer krisenhafteren Kaputtalismus verfehlen der Marx-lose Thierse wie die Nebenwiderspruchs-Identitären
Die von gewissenlosen Neoliberalen -gerade Thierses Groko - Europaweit forcierte Austerity-Politik ,böse Hetze gegen auch von der EU erzeugte Migranten, der von Nato-Kriminellen immer mehr auf panzerfitte Straßen gebrachte drohende Rußland in Wagenburgmentalität drängende neoimperialistische Krieg(van der Leyen, Akk Grünschimmlige Kriegstreiber , Autsterity-bedingte Armut, dazu die teils Nato-induzierten , mindestens indirekt geförderten " Regime-Change-Kriege" mit ihrem furchtbaren Flüchtlingselend. bringt auch Faschismus auf dem Weg in fast allen Nato-Ländern:
Das müßten doch vorgeordnete Themen leidenschaftlicher Diskussion bei wirklichen Linken sein,
"Verteilungsprobleme" und uns eh allen jeden Tag aufgegebene Probleme von Rede und Umgangsweise "gleichwürdigen Sprechens"(Juul) sind natürlich auch unbedingt zu behandeln.-Aber es kommt schon auf die "Struktur der Relevanz" an, die bei den konsequenten Neomarxisten von "Exit!" s.o. realitätsadequater ausfällt als bei Thierse, und den denkfaulen Nebenwidersprüchlern .-.