Die neue Infrastrukturgesellschaft muss alle Großprojekte auf den Prüfstand stellen und für umfassende Transparenz sorgen. Bahnzerstörerische oder kontraproduktive Projekte wie Stuttgart 21, die Verlegung des Bahnhofs Altona nach Diebsteich, der Bau eines 40 Meter tiefen Frankfurter Fernbahntunnels, die 300-km/h-Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover - Bielefeld oder der Bau einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke müssen aufgegeben und die hier vorliegenden Alternativen geprüft werden.
Mir erschließt sich nicht, wieso zusätzliche Schienenbauten aufgegeben werden sollten? Beispiel Frankfurt (da ich das am besten kenne): Der Hbf ist völlig überlastet, die ICEs von Nordost nach Süden und (Nord)Westen müssen umständlich Kopf machen. Einzige alternative wäre hier den Südbahnhof als städtischen Fernbahnhof umzubauen. Dafür bräuchte es aber auch neue Gleise.
Die Deutsche Bahn muss alle Auslandsbeteiligungen, insoweit sie nicht dem direkt grenzüberschreitenden Verkehr dienen, verkaufen und sich auf den Kernbereich Bahnverkehr im eigenen Land konzentrieren.
Würde ich direkt unterschreiben ... wenn es im Gegenzug fremdländischen EVUs verboten wäre gleiches in Deutschland zu tun. Dies wurde im Artikel nämlich nicht behandelt: Die allermeisten Nicht-DB-EVU sind Töchter von staatlichen EVUs anderer EU-Staaten.
Die Zusammenfassung der drei Infrastrukturgesellschaften Netz, Bahnhöfe und Energie in einer einheitlichen Gesellschaft, die umfassend für alle Infrastruktur-Aspekte (Netz, Bahnhöfe, Fahrplan, Ticketing usw.) verantwortlich ist und die damit sich in Deutschland zum entscheidenden "Unternehmen Zukunft Schiene" entwickelt.
Kann man das Ticketing irgendwie noch mehr betonen? Das Ticketing oder Tarifsystem im Nahverkehr ist ja heute schon in den Händen der Verkehrsbünde, die ja den Ländern/Landkreisen gehören. Also in öffentlicher Hand. Wenn man sich die Landkarte der Verkehrsverbünde in Deutschland [1] anschaut, fühlt man sich in die Fürstenzeit zurückversetzt. Genauso sieht es ja in der Linienplanung aus. Die hört meist an der Verbundsgrenze auf. Hier machen es sich die (Landes)Politiker natürlich leicht, wenn sie auf "DIE Bahn" schimpfen. Für den Nahverkehr sind immer noch die Länder, Kreise und Kommunen verantwortlich! Die bestellen lediglich die DB (oder entsprechend ein anderes EVU).
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Tarifsystem_(%C3%96ffentlicher_Personenverkehr)#/media/Datei:%C3%96PNV-Tarifsysteme_in_Deutschland.png