Die Angaben des Autors des Artikels stimmen bis auf einen merkwürdigen Satz zur Putin - Partei:
" die zwar mit einer Systemopposition so etwas wie Vasallen, aber keine gleichberechtigten Verbündeten kennt. "
Eine Systemopposition, die gleichzeitig Vasall ist, aber kein Verbündeter? Sucht der Autor vielleicht die Eier legende Woll - Milch - Sau in der Duma?
Russland hat mehrere Oppositionsparteien gegen die Putin nahe stehende Partei "Einiges Russland"im Parlament, die sich bei innenpolitischen Fragen insgesamt viel stärker oppositionell in Erscheinung bringen als es die kleinen Parteien FDP, Linke und AfD gegen die große Koalition in Deutschland vermochten.
Wenn diese Oppositionsparteien außenpolitisch weitgehend Putins Kurs unterstützen, bedeutet das nicht, dass sie seine Vasallen sind, sondern dass sie im Interesse Russlands dieses Interesse höher bewerten, als parteipolitische Querelen. Sie folgen der Stimme der Vernunft und anerkennen öffentlich, dass in bestimmten Punkten die konkurrierende Partei die richtige Politik betreibt. Das wünschte man sich auch in Deutschland, wo es nur die hundertprozentige Schwarzmalerei gegenüber der politischen Konkurrenz gibt.
Übrigens: Kannten CDU oder CSU seit 1948 irgendwann einmal "gleichberechtigte Verbündete"? Ach ja, die dürfen 70 Jahre lang an der Macht sein, Putins Partei dagegen 20 Jahre nicht. Das wäre ja schon wieder "System".
Wirkliches Vasallentum haben wir in der deutschen Außenpolitik, sklavische Unterordnung unter die Politik der USA und seit einiger Zeit auch ein Nachgeben gegenüber den russophoben Tendenzen der Balten und Polen innerhalb der EU GEGEN das Interesse des eigenen Landes.
Herr Bathon, das wäre doch ein weites Feld für eine ganze Artikelserie in 20 Folgen.
Na wie wärs mal damit, TELEPOLIS?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (25.09.2021 15:48).