Niemand kommt da mehr auf den Gedanken, dass ein ehrliches und reines Gedenken auch darin münden könnte, dass Deutschland die Kriegsparteien, allen voran die russischen Angreifer, zu Verhandlungen drängen.
Ich zitiere das nicht wegen der schadhaften Grammatik, sondern
weil ich mich frage, was man sich unter "drängen" genau
vorzustellen hat.
Damit Russland überhaupt auf Verhandlungen eingeht - was ja impliziert,
dass es bereit ist, von Maximalforderungen abzurücken - muss man ihm
zuerst zeigen, dass es diese Maximalforderungen nicht mit Gewalt
durchsetzen kann. Dazu dienen die Sanktionen, dazu dient die
Befähigung der Verteidiger.
Für Verhandlungen oder gar für ein "Drängen" benötigt man
einen Verhandlungsgegenstand.
Und der besteht für Deutschland genau darin, dass man Sanktionen
aufrechterhält, an weiteren Embargos arbeitet und gleichzeitig
Waffen liefert.
Wenn man dies alles aus der Hand gibt, dann ist für Russland
kein Vorteil mehr darin erkennbar, sich überhaupt auf
Verhandlungen einzulassen.
Wie genau sonst stellt man sich ein "Drängen" vor?
Ganz oft anrufen und "Bittebitte" sagen?
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.05.2022 08:31).