Die Verteufelung Hitlers war immer nur eine billige Methode, sich selbst selbst nicht einzugestehen, dass jeder Mensch zu Unmenschlichem in der Lage ist.
JEDER Mensch, auch Hitler und Stalin, hat Gründe warum er denkt was er denkt und tut was er tut. Das sind nicht immer gute Gründe, aber Gründe gibt es.
Aber seit nach dem zweiten Weltkrieg wird uns gebetsmühlenartig gesagt, Hitler wäre grundlos von Hass erfüllt und abgrundtief böse gewesen, und hätte aus diesem Dämonenartigen Sein heraus aus reiner Hybris und Dummheit einen Weltkrieg vom Zaun gebrochen.
Aber wie immer ist so ein Schwarz-Weiss-Denken mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch.
Damit will ich Hitler nicht rehabilitieren. Im Gegenteil. Damit will ich uns alle auf die Stufe Hitlers stellen, damit klar wird, dass dieses zerstörerische Potential in allen von uns steckt, wenn nur die Bedingungen dazu gegeben sind.
Nicht der Teufel Hitler hat seine Taten begangen, sondern der Mensch Hitler, der gar nicht so anders war wie wir alle.
Nicht Hakenkreuze und Militärparaden sind böse, sondern die Feind-Dehumanisierung und die Selbstüberhöhung.
Nur wer das erkennt, erkennt auch die Dehumanisierung die alltäglich passiert.
Menschen können andere Menschen in der Regel nicht so einfach und ohne psychische Probleme auszulösen töten, das widerspricht unserer Natur.
Darum brauchts die Mentalität "Wir sind Menschen und die Gegner sind praktisch Teufel", wenn man einen Massenmord begehen oder Krieg führen will.
Und genau das passiert auch dauernd, und manchmal stacheln die Medien und die Politik regelrecht dazu an.
Genau das ist dann das Gefährliche, denn es braucht dann nicht mehr viel zum Genozid.
Eigentlich braucht es nur die folgenden Dinge:
1) Der Feind wird stark dehumanisiert (im grösseren Massstab immer auch stark Mediengetrieben)
2) Man selbst hat (militärische und politische) Macht und Waffen
3) Der Feind hat wenig Macht und wenige Waffen
4) Der Feind hat keine loyalen Freunde mit Macht und Waffen
Dann passiert ein Genozid relativ bald.