Wer erinnert sich noch an den Vorgänger von Ex Präsident Janukovich, Wiktor Juschtschenko? Das war der mit der prominent in Wien behandelten Vergiftung, bevor er Präsident wurde.
"Innenpolitisch positionierte er sich als scharfer Gegner der russischen Sprache in der Ukraine und unterstützte eine umfassende Ukrainisierung des Bildungswesens, was in den russischsprachigen Regionen des Landes auf Widerstand stieß.[16] Auf internationaler Ebene wollte er die Ukraine an die Europäische Union annähern; so ließ er die Visumspflicht für Staatsbürger aus der EU und der Schweiz aufheben. Doch eine Perspektive für eine Mitgliedschaft in der EU bekam die Ukraine nicht.
Im Konflikt zwischen Russland und Georgien, der schließlich in den Kaukasuskrieg 2008 mündete, unterstützte Juschtschenko die georgische Regierung von Micheil Saakaschwili. Im Juli 2008 begannen Truppen der Ukraine gemeinsam mit US-Militärs, Truppen aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan mit Militärmanövern bei Wasiani.[17] Nachdem Juschtschenko bereits 2007 den georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili, der ebenfalls in den USA studiert hatte, in dessen Wahlkampf unterstützt hatte,[18] reiste er nach Beginn der Feindseligkeiten zu einem Solidaritätsbesuch nach Tiflis.[19]
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Juschtschenko setzte sich in seiner Amtszeit für die Ehrung von Mitgliedern und Aktivisten der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) sowie der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) ein, was international auf Kritik stieß. Im Oktober 2007 verlieh Juschtschenko dem umstrittenen UPA-Offizier Roman Schuchewytsch zu dessen 100. Geburtstag den Titel Held der Ukraine.[22] Auch Stepan Bandera wurde von ihm am 22. Januar 2010 mit dem Ehrentitel ausgezeichnet.[23]"
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wiktor_Juschtschenko
Außerdem hat er 2010 in München offenbar die Anbringung einer Gedenktafel am Wohnhaus eines weiteren ukrainischen "Helden", Jaroslaw Stezko, veranlasst.
"Nach dem Hitler-Stalin-Pakt und der deutschen und sowjetischen Besetzung Polens 1939 wurde die Region Galizien der Ukrainischen Sowjetrepublik der Sowjetunion angeschlossen. Stezko hingegen orientierte sich anfangs an das Deutsche Reich und wurde 1940 im Generalgouvernement in Krakau zum Stellvertreter von Bandera im radikalen Flügel der OUN-B gewählt.[1] Eine Woche nach dem Überfall der Deutschen auf die Sowjetunion verfasste Stezko die Unabhängigkeitserklärung der Ukraine und wurde am 30. Juni 1941 von einer Versammlung von OUN-B Angehörigen in Lemberg als Präsident der Ukraine ausgerufen.[5][1]
Die OUN(b) begann eine Welle antisemitischer Pogrome, in denen tausende Juden ermordet wurden, und Stezko versicherte in Briefen an Adolf Hitler, Benito Mussolini, Francisco Franco und Ante Pavelić, dass sein neuer Staat ein Teil von Hitlers Neuer Ordnung in Europa sei.[6]
Da eine unabhängige Ukraine den deutschen Intentionen widersprach, wurden Stezko und Bandera jedoch am 12. Juli 1941 von der Gestapo festgenommen[1] und nach Berlin gebracht, wo sie zwar von der Gestapo verhört wurden, sich aber in der Stadt frei bewegen konnten. Sie trafen andere Anhänger der OUN und forderten das Hitler-Regime in Petitionen auf, mit der OUN zu kooperieren. In dieser Zeit wurde der Antisemitismus von Stezko noch radikaler. Bis dahin hatte Stezko die Ghettoisierung und Vertreibung der Juden aus der Ukraine gefordert, und der OUN-Verfassungsentwurf für die unabhängige Ukraine aus dem Jahr 1939 hatte Juden von der Staatsbürgerschaft ausgeschlossen. Im Juli 1941 erklärte Stezko als selbsternannter Premierminister der Ukraine: »Ich unterstütze daher die Vernichtung der Juden und halte es für zweckmäßig, die deutschen Methoden zur Ausrottung des Judentums in die Ukraine zu bringen, um ihre Assimilierung und ähnliches zu verhindern.«[6]
Vom 15. September 1941 bis 30. September 1944 war Stezko in einem relativ komfortablen Anbau des KZ Sachsenhausen inhaftiert.[6] Im April 1944 wurden Stepan Bandera und sein Stellvertreter Jaroslaw Stetzko von Otto Skorzeny angesprochen, um Pläne für Ablenkungsmanöver und Sabotage gegenüber der Sowjetunion zu diskutieren.[7]
Im September 1944 wurde Stezko freigelassen, als die Deutschen wegen der bevorstehenden Niederlage versuchten, ukrainische Streitkräfte und Partisanen gegen die Alliierten zu mobilisieren,[1] und Stezko setzte seine strategische Zusammenarbeit mit den Nazis für die übrige Dauer des Krieges fort.[6]
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Stezko wollte in die USA ausreisen, doch sein Einwanderungsgesuch wurde von den US-amerikanischen Behörden abgelehnt. In der BRD präsentierte er sich nach 1945 mit dem Hinweis auf seine Haft in Sachsenhausen als Opfer des Nationalsozialismus. Seine Ansichten blieben im Wesentlichen unverändert.[6]
Stezko ließ sich in München nieder und wohnte in der Zeppelinstraße 67.[9] Dort gründete er die Organisation Anti-Bolshevik Bloc of Nations (ABN) und leitete diese bis zu seinem Tod 1986.[1] Diese Vorfeldorganisation der OUN schloss auch emigrierte Anhänger der Ustascha, der rumänischen Eisernen Garde und der Tiso-Diktatur in der Slowakei zusammen und wurde von der Taiwan unter Chiang Kai-shek und von Spanien unter der Franco-Diktatur finanziert.[6] Stezko wurde auch Präsidiumsmitglied der World Anti-Communist League.
Stezko blieb weiterhin auf Juden und Freimaurer fixiert. In der Öffentlichkeit mäßigte er seine antisemitische Rhetorik etwas, doch privat blieb er ganz unverhohlen rassistisch."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jaroslaw_Stezko