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  • kulinux

mehr als 1000 Beiträge seit 29.01.2001

[Cuba] Crisis? What [Cuba] Crisis?

… möchte man in Anlehnung an den Titel des 4. Supertramp-Albums fragen.

Es gab keine Kuba-Krise.

Das war eine Türkei-Krise. Denn was Herr Kolenda – wie fast alle, die von dieser Krise sprechen höchstens – in einem Nebensatz andeutet, ist eben die Tatsache, dass die USA zuerst Atomraketen an der türkischen Westgrenze in Reichweite Moskaus stationiert haben.
Erst daraufhin erfolgte der Transport der sowjetischen Raketen nach Kuba!
Und DAS hatten die (wie immer maßlos überheblichen) Amis nicht kommen sehen. Und sie fühlten sich zu unrecht so bedroht, wie die Moskau sich ZURECHT bedroht fühlen musste. Damals wie heute.
Wenn die sowjetische bzw. russische Überlegenheit atomar und konventionell sowie die dem Kreml zugeschriebene "Aggressivität" jemals auch nur annähernd so groß gewesen wäre, wie von der westlichen Propaganda-Schmierenkomödie behauptet, hätten die UdSSR bzw. Russland den "Westen" schon längst mehrmals "plattmachen" müssen und können.
Seltsamerweise wollten die das nicht mal …

Aber wer hatte und hat bis heute eine Doktrin des atomaren Erstschlags … natürlich nur in der "Feiglings"-Version: Denn wer zuerst schießt, stirbt darin nur als zweiter – es sei denn, es gelingt ihm, die Zweitschlagskapazität des Angegriffenen auszuschalten. Genau dazu sollte die atomare Bewaffung der Ukraine durch Aufkündigung des Budapester Memorandums durch Selenskij auf der Münchner "Kriegskonferenz" dienen.
Dumm nur, dass die ganzen "Strategen" im Westen dabei eine Winzigkeit außer Acht gelassen haben: Dass RU nicht einmal die landgestützten Raketen braucht, um wirksam und endgültig zurück zu schlagen. Allein die atomaren Kapazitäten auf U-Booten dürften mehrmals reichen, die USA und Westeuropa in Schutt und Asche zu legen – und damit zugleich die restliche Welt durch nuklearen Winter (für Menschen) unbewohnbar zu machen.
Trotzdem "zündeln" diese "Strategen" gegen RU, was das Zeug hält. Vgl. das Paper "Extending Russia" der RAND Corporation von 2019. Und wer es nicht wissen sollte: RAND ist so eng mit der US-Regierung, den Geheimdiensten und dem Pentagon, dass Daniel Ellsberg als Mitarbeiter bei RAND die geheimen "Pentagon Papers" zum Vietnam-Krieg in die Hände bekam und veröffentlichen konnte! RAND kann man also getrost als in alle wichtigen US-Entscheidungen mit einbezogen ansehen.

Und was den angeblichen russischen "Angriffskrieg" angeht: RU hat die Volksrepubliken am 21.2. 2022 anerkannt. Das muss man nicht gutfinden oder akzeptieren, man sollte es aber in seine eigenen Handlungen z.B. als Staat Ukraine einbeziehen. Schließlich ist das nur der Endpunkt einer Entwicklung seit 2014 gewesen, die wegen standhafter Weigerung der Ukraine, Minsk II umzusetzen, Russland als letzter Ausweg blieb.
Am darauffolgenden Tag wurden die Beistandsverträge der Republiken mit RU geschlossen. Statt aber diese Warnung ernst zu nehmen, denn sie bedeutet nichts anderes als: "Wenn Du einen von uns angreifst, schlagen wir alle gemeinsam zurück!" – ebenso wie also z.B. Art. 5 des NATO-Vertrags –, begann die Ukraine den Beschuss "ihrer" Bürger auf "ihrem" Territorium laut OSZE zu verdreifachen. Damit war Russland zum militärischen Handeln GEZWUNGEN, wollte es nicht vor der Welt weiter als der harmlose Hansel erscheinen, dem man (als Ukraine) bisher schon 8 Jahre lang ungestraft auf der Nase herumtanzen konnte.
Die "Entscheider" in der Ukraine hätten sich nur einmal erinnern müssen, was 1979 in Afghanistan geschehen war: Der Beistandsvertrag Afghanistans mit Russland war in Kraft, Brzezinski löste durch Finanzierung und Aufrüstung der "Mudschaheddin" BEWUSST den "Bündnisfall" aus, so dass die UdSSR einmarschieren MUSSTE, wollte sie nicht alle ihre anderen Beistandsverträge mit Staaten der Dritten Welt zu wertlosem Papier machen. Und diese Verträge waren diese Staaten eingegangen, weil sie sich von der UdSSR zurecht eine andere, nämlich bessere Behandlung erwarteten als von ihren ehemaligen Kolonialmächten, den "Demokratien" des Westens, die in den 1960ern wieder hemmungslos in Vietnam, Algerien, dem Kongo und überall dort "herumbombten" oder Menschenschlächter installierten (s. Südamerika oder Indonesien), wo die Leute meinten, vielleicht nicht mehr wie Sklaven leben zu wollen, sondern auch einen Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben – vielleicht sogar in einer Demokratie! – zu haben. Kaum jemand erinnert sich ja, dass Fidel Castro erst durch die kriegerische Haltung der USA (nach anfänglicher Unterstützung seines Trüppchens gegen den kubanischen Diktator*) in die Arme der Sowjetunion getrieben wurde, eigentlich aber eher eine Demokratie nach westlichem Vorbild angestrebt hatte. So wie die Somoza-Gegner in Nikaragua oder Allende in Chile …

Aber statt Freiheit und Demokratie herbei zu bomben – was bis heute nirgends geklappt hat –, meinten die Amis und ihre Vasallen ja, es wäre (für ihre Konzerne) besser, in den Ländern Diktaturen oder wenigstens Chaos herbei zu bomben … Tja, so ist er, der "Werte"-Westen …

*PS: Die "Granma", nach der heute noch die kubanische Parteizeitung benannt ist, und auf der Castros Trüppchen nach Kuba übersetzte, soll ja sogar der Ölfirma von Herbert G. W. Bush gehört haben und nach dem innerfamiliären "Kosenamen" seiner Frau Barbara benannt worden sein… go figure!

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  • Avatar von König mit Krone
    • König mit Krone

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2002

    Nicht nur installierten,

    Antwort auf [Cuba] Crisis? What [Cuba] Crisis? von kulinux.

    Menschenschlächter installierten (s. Südamerika oder Indonesien)

    sondern in der Folterschule "School of the Americas" die Schlächter, Folterer und Mörder sogar ausbildeten.

    Heute ist sowas ja globalisiert und internationalisiert, man denke an die "Rendition"-Flüge im Zuge des "Terror Wars", äh "Wars on Terror" , die auch über deutsche Flughäfen liefen, bei denen Verdächtige u.a. in pervertierte Drecksstaaten geflogen wurden, wo sie gefoltert und brutalisiert "enhanced interrogated" wurden.

    https://www.theguardian.com/law/2022/mar/14/cia-black-site-detainee-training-prop-torture-techniques

    "Newly declassified documents reveal Ammar al-Baluchi was repeatedly slammed against a wall while naked until all trainees received ‘certification’"

    Weiß nicht, ob ich Chancen auf den Himmel habe, aber ich bete, dass solches Fleisch in die Hölle kommt, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Diese Verbrechen und Staatskriminelle sind auch im Kontrast zu betrachten zur aktuellen Kampagne und Personalisierung in Bezug auf den Ukraine-Krieg in Hinblick auf Forderungen im Umgang mit Putin, Kriegsverbrechen etc. Angesichts des Tonfalls und der medialen Präsenz Beteiligter könnte dieser Krieg auch als "Krieg der Forderungen" in die Geschichte eingehen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (16.04.2022 13:13).

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  • Avatar von Elitegaertner3
    • Elitegaertner3

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.06.2015

    Antwort auf [Cuba] Crisis? What [Cuba] Crisis? von kulinux.

    https://www.granma.cu/idiomas/aleman/index.html

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  • Avatar von Sokrates69
    • Sokrates69

    206 Beiträge seit 14.03.2022

    Antwort auf [Cuba] Crisis? What [Cuba] Crisis? von kulinux.

    Danke, für diesen guten Kommentar.

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    • unbekannter Benutzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.10.2011

    Und auch damals wurde die westliche Welt belogen

    Antwort auf [Cuba] Crisis? What [Cuba] Crisis? von kulinux.

    Das war eine Türkei-Krise. Denn was Herr Kolenda – wie fast alle, die von dieser Krise sprechen höchstens – in einem Nebensatz andeutet, ist eben die Tatsache, dass die USA zuerst Atomraketen an der türkischen Westgrenze in Reichweite Moskaus stationiert haben.
    Erst daraufhin erfolgte der Transport der sowjetischen Raketen nach Kuba!

    Exakt. Und auch damals wurde die gesamte westliche Welt belogen. Denn diese Vorgeschichte wurden in der Berichterstattung der Medien schlicht ausgelassen.
    So war die Kubakrise vor allem in ihrer Wirkung auf die westliche Bevölkerung ein Zeichnen für die "Aggresivität" der UdSSR und dass es nur hilft Härte zu zeigen.
    Man könnte fast meinen das ganze war eine PsyOp, um die Bürger der westlichen Länder von der "Gefahr" durch die Sowjets zu überzeugen und noch mehr Steuergelder in die "Sicherheit" umzuleiten.
    Wenn man sich das Memo von Rand bzgl. Russland ansieht, in welchem das Provzieren einer russsichen Intervention gegen die Ukraine als beste Möglichkeit Russland zu schwächen angesehen wird, erkennt man wie zynisch US-Geostrategen denken. Ob es damals Kräfte in den USA gab , die die Stationierung von sowjetischen Atomraketen auf Kuba provozieren wollten?

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    • kulinux

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.01.2001

    Antwort auf Und auch damals wurde die westliche Welt belogen von .

    D.o.S. schrieb am 18.04.2022 13:07:


    Exakt. Und auch damals wurde die gesamte westliche Welt belogen.

    … wie schon immer in der Geschichte.
    Mir fällte dazu immer der Refrain aus Hannes Waders Lied über ein Grab in der Bretagne "Ja auch Dich haben sie schon genauso belogen, so wie sie es mit uns heute immer noch tun…" (Ich weiß, das das Original nicht von ihm ist, kann nur gerade nicht suchen.)

    Denn diese Vorgeschichte wurden in der Berichterstattung der Medien schlicht ausgelassen.


    …auch wie immer

    So war die Kubakrise vor allem in ihrer Wirkung auf die westliche Bevölkerung ein Zeichnen für die "Aggresivität" der UdSSR und dass es nur hilft Härte zu zeigen.
    Man könnte fast meinen das ganze war eine PsyOp, um die Bürger der westlichen Länder von der "Gefahr" durch die Sowjets zu überzeugen und noch mehr Steuergelder in die "Sicherheit" umzuleiten.

    Das glaube ich nicht. Ich denke, die "Strategen" hatten es wirklich gar nicht auf dem Schirm, dass Moskau reagieren könnte. Schöne Strategen, die "wir" da haben. Und ich fürchte, das hat sich bis heute nicht geändert. Ich bin überzeugt, dass dort immer noch einige sitzen, die einen "begrenzten" Atomkrieg für führ- und gewinnbar halten, und die denken, ein paar (dutzend) "Megatote" (= Millionen Tote) wären zu verkraften für den "Endsieg".

    Wenn man sich das Memo von Rand bzgl. Russland ansieht, in welchem das Provzieren einer russsichen Intervention gegen die Ukraine als beste Möglichkeit Russland zu schwächen angesehen wird, erkennt man wie zynisch US-Geostrategen denken. Ob es damals Kräfte in den USA gab , die die Stationierung von sowjetischen Atomraketen auf Kuba provozieren wollten?

    Wie gesagt, das glaube ich eher nicht.
    Aber es gab zweifollos Leute, die bereit waren, hunderte (Operation Northwoods) oder eben Millionen Menschen zu opfern.

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