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  • ananemona

mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2021

Gewohnheiten - hm...

Denn das Wohnen ist konservativ – nicht nur, weil es habituell und von Gewohnheiten geprägt ist. Sondern auch in einem elementaren Sinne. Denn es geht dabei um "Obdach", im Wortsinne um ein "Dach über den Kopf".

Für viele Menschen ist das Wohnen, wenn denn überhaupt noch mit Dach über dem Kopf, eher das Wohnen in einer Konserve. Woran sich dann also zu gewöhnen wäre? Passiert auch schleichend, so etwas. Wenn ich moderat gestaltbaren Lebensraum zur Verfügung habe, diesen im besten Sinne noch teilen kann mit Menschen auf 'gleicher oder ähnlicher Wellenlänge', umso besser kooperiert ein Miteinander. Je weniger Entfaltungsmöglichkeit Individuum hat, desto schneller können m.M.n. auch Aggressionen entstehen, gegenseitige Aggressionen, Frust und auch Abstumpfung.

Alexander Mitscherlich ( "Von der Unwirtlichkeit unserer Städte") "...In den Wohnblocks kommt man sich meistens auch nicht näher; man leidet nur mehr sinnlich, vor allem durch den Gehörsinn, aneinander. So entsteht ein Zustand der Gereiztheit, in dem alle möglichen Verstimmungen vom bösen Nachbarn hergeleitet werden, obgleich sie ganz andere Ursachen haben. ..."

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