Sahra Wagenknecht träumt ja von einer Wiederkehr der alten "sozialen Marktwirtschaft" a là Ludwig Erhard:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/5074554-sahra-wagenknecht-ludwig-erhard-vorbild-linkspartei
Doch mit der Ökologie und dem Asylrecht hat Wagenknecht so ihre Schwierigkeiten.
Wagenknecht entfernt sich in Sachen Klimaschutz und Migrationspolitik von der programmatischen Grundlage – ein Teil ihrer Kritiker tut dies eher in außenpolitischen Fragen und will weg von jeder grundsätzlichen Kritik an der Nato., schreibt Claudia Wangerin.
Somit haben sich beide verbürgerlichten Teile der linken Parteien extrem weit entfernt von einer gesellschaftlichen Analyse und hängen - jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten - sozialen und friedenspolitischen Illusionen an.
Vielleicht hat eines von beiden Trümmerstücken der LINKEN die Chance, genug Wahlstimmen für die zukünftigen deutschen Parlamente zusammen zu klauben. Oder sogar beide.
Der Verlust an tiefergehender Kritikfähigkeit lässt sich durch Wählerstimmen allerdings genau so wenig kompensieren wie ehemals bei den Grünen, welche ja auch ihre pazifistischen und selbst ökologischen Theorien nach und nach zerissen und in den Papierkorb geworfen hatten. Heute lassen sich die Grünen kaum noch von FDP und CDU/CSU unterscheiden.
In der Folge wissen die geneigten Wähler:innen gar nicht mehr, welches das größere und welches das kleinere Übel ist. Die Verteilung der Wählerstimmen auf die großen Parteien nähert sich mehr und mehr an, weil die substanziellen Unterschiede fehlen.
Wenn in Zukunft eine NATO- und eine Erhard-Linke da mitmischen wollen - möglich ist das sicherlich. Aber ändern an den falschen Prioritäten der Politik wird es nichts.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (06.12.2022 20:45).