Ansicht umschalten
Avatar von Gerardo
  • Gerardo

mehr als 1000 Beiträge seit 19.03.2019

Re: Identitätspolitik

Genau das ist das Problem. Diese Identitätspolitik-vertretenden Regenbogenlinken sind in ihrem wahnhaften Kampf gegen rechts (was ja gut und absolut vertretbar ist niemand mag Nazis) völlig jedem staatlichen Narrativ und Vorgabe verfallen. Albrecht Müller von den "NachDenkSeiten" hat das schonmal getitelt: "Der Kampf gegen rechts von dieser radikalen Mitte ist auch ein Kampf gegen links".

Es ist ein Kampf gegen links weil diese Leute den armen Mindestlöhnern und Rentnern die Kosten des Klimawandels durch hohe Energiepreise aufdrücken wollen. Es ist ein Kampf gegen links durch Unterstützung des amerikanischen Imperalismus durch Verklärung der NATO und der amerikanischen Russophobie. Es ist ein Kampf gegen links durch unreflektierte Propagierung aller Maßnahmen des Staates gegen Corona.

Diese alten linken Werte und Phrasen, die mir meine Eltern mitgegeben haben, wie "macht kaputt was euch kaputt macht", "ACAB", werden von diesen Regenbogenlinken durchaus noch verwendet aber gegen das Volk und nicht die staatliche Seite und die Konzerne. Und das Volk wendet sich dann natürlich ab, denkt dass alle Linken genauso sind und fallen den Rechten anheim. Und das kapieren diese Neu-Linken einfach nicht. Außer Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ist es nur die AfD die im Moment antiautoritär auftritt. Natürlich nutzen Rechtsradikale das aus. Wenn ihr jeden, ohne Kenntnis seiner Beweggründe, seine (finanzielle) Lage automatisch als "rechts" diffamiert, wird er nicht bei den Linken bleiben. Im Westen, vor allem Baden-Württemberg, sind bei den Querdenker-Bewegungen viele aus der linksalternativen Szene dabei. Viele von der Linkspartei sind schon vor Corona zur AfD gewechselt im Osten. Weil das neue Feindbild "alter weißer Mann", "Ostdeutscher Anti-Demokrat" von den Linken gepredigt wird die diese Leute eigentlich ansprechen wollen.

Und nur ganz wenige Alt-Linke haben das verstanden, wie Lafontaine, Wagenknecht aber auch der bayerische Liedermacher Hans Söllner. Und die sind jetzt automatisch auch rechtsradikal. Sie kritisieren Aufrüstung, staatliche Repressalien, Verarmung was JEDER Linke bis Anfang der 2010er gemacht hat. Und für diese Einstellung sind sie plötzlich Feinde der Linken. Das altlinke Lager wird gerade von Möchtegern-Linken zerstört und das ist eine Gefahr der sich diese Leute gar nicht bewusst sind.

Bewerten
- +
Ansicht umschalten