Ja, ist sie. Ausschließlich gegen "rechts" zu sein und ideologisierte Identitätspolitik zu betreiben, reicht bei weitem nicht aus, mehr Wähler zu überzeugen.
Das Dilemma ist, jegliche Überschneidung von politischen Inhalten, die auch von der Gegenseite thematisiert sein könnten, als Tabu zu stigmatisieren. 2+2 ist nun mal 4. Daran ändert auch nichts, wenn eine AfD oder CSU das sagt.
Auf die Art, können Nichtlinke dieser Partei die ursprünglich linken Aussagen aus dem Mund nehmen. Die Einverleibung der Mitte- bis fast Linksaußen-Themen (Verbrüderung mit der AntiFa) in die neu-bürgerliche Parteienlandschaft, treibt alle, die dieses Spiel durchschauen, nach außen. Gerade jetzt, wo die Corona-Politik immer mehr in die Kritik gerät, auch bei den mehrfach Geimpften, kristallisiert sich heraus, dass die Verteufelten in Vielem durchaus recht hatten. Evtl. wird sich das bei den Landtagswahlen in NRW zeigen.