Hat Herr Suchsland die Diskussionsveranstaltung wirklich verfolgt? Wieso gibt er dessen Inhalt mit nur wenigen Sätzen wieder und konzentriert sich lieber auf polemische Slogans? ["Lieblingsjüden der deutschen Antisemiten"]
Also: Gessen hat ihren Standpunkt klar gemacht, daß es sich bei Gaza um eine Abriegelung von AUßEN wie in einem Getto handelt, bei dem die Zugänge von der äußeren Macht verschlossen sind. Zudem hat sie auf die systematische Zerstörung ZIVILER Infrastruktur hingewiesen, welche ja nachweislich geschieht und auch schon von UN und sogar US-Regierung kritisiert wurde. Sie hat Augenzeugenberichte Zitiert, die vom Inferno aus Sicht der Zivilbevölkerung berichteten. Zuletzt hat sie auch verschiedene israelische Minister zitiert, die von den Palästinensern von "Tieren" gesprochen haben, oder davon, daß keinerlei Hilfslieferungen nach Gaza reinkommen sollten.
In diesem Sinne hat sie die Parallele zum Warschauer Getto gezogen.
Und die Böll-Funktionäre haben gar nicht dagegen argumentiert, sie hatten nichts besseres zu sagen, außer daß die Stiftung doch ach so progressiv wäre, weil sie ja diese wichtige Debatte zulasse (nachdem sie sie ja zuvor unterbunden hatten). Man müsse den Nahostkonflikt endlich lösen usw. und so fort. Mit solchen Allgemeinplätzen "glänzten" die Böllianer auf der Bühne.
Fazit von mir: Eine peinliche Veranstaltung vor allem für die Böll-Stiftung. Gessen würde ich sagen war sehr überzeugend, da sie INHALTICH argumentiert hat, wozu ihre Gegenspieler von der Stiftung nicht in der Lage waren.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.12.2023 22:16).