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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Es ist gar nicht selbstverständlich

dass der Stone-Film jetzt überhaupt gezeigt werden kann. Die Youtube-Sperrung sagt, dass nun nach Kriegsbeginn in der Ukraine jede prorussische Aussage in die Nähe der Verfassungsfeindlichkeit gerückt wird. Da darf es nur noch die gute NATO geben und den Aggressor Putin, alles andere wird vom Tisch gefegt. So war das in dem Zeitraum, den ich als das Melnyk-Zeitalter bezeichnen will. Ziemlich genau zu dessen Entlassung wurde das Vorhaben aufgegeben. Die Leute wollten wissen, was es mit der Entnazifizierung auf sich hat, die Putin erwähnt hatte. Und da sah man sich gezwungen, Faktenchecker anzuwerfen, die erstaunlich nah an der Wahrheit angesiedelt waren. Niemand hat versucht, Azow schön zu reden. Ausweg war dann, dessen Kopfstärke auf 2.500 herunter zu rechnen. Was Quatsch ist. So viele waren es schon allein im Azow-Stahlwerk.

Nun ist die ganze Veranstaltung von der attac-nahen Globale veranstaltet worden, die eindeutig zur Linken zu rechnen ist. Eine Frau Nagel ist da dagegen. Aber hieraus nun eine "cancel culture" der gesamten Linken zu machen, ist dann doch grob unfair.

Wenn in der Ukraine ein Frieden möglich sein soll, dann müssen alle Tatsachen auf den Tisch. Das sollte und müsste die Marschrichtung der Linken sein. Womit sie eine Mehrheit hinter sich hat.

Ja, eben auch das Massaker von Odessa. Die Botschaft der Nazibanden an die Welt: seht, wir können uns alles erlauben. Wir können 48 Menschen umbringen und uns passiert - nichts. Im Gegenteil, die Angehörigen der Ermordeten, die sich beschweren, werden bestraft.

Der Verdacht ist eben, dass es weiter östlich genau so weiter gegangen ist. Dort, wo Journalisten nicht hinkamen, wegen des Kriegszustandes. Das kommt jetzt heraus, wenn es die Russen erobern.

Könnte heftig werden.

Gruß Artur

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    mehr als 1000 Beiträge seit 24.06.2004

    Antwort auf Es ist gar nicht selbstverständlich von Artur_B.

    Artur_B schrieb am 23.08.2022 12:22:

    dass der Stone-Film jetzt überhaupt gezeigt werden kann. Die Youtube-Sperrung sagt, dass nun nach Kriegsbeginn in der Ukraine jede prorussische Aussage in die Nähe der Verfassungsfeindlichkeit gerückt wird.

    Ohh, da muss ich glatt verpasst haben, dass neuerdings Youtube und Gesichtsbuch entscheiden, was verfassungsfeindlich ist oder nicht. Gegen welchen Artikel verstoßen übrigens prorussische Äußerungen? Darf ich mit meinen Enkeln noch "Mascha und der Bär" gucken oder steht uns da demnächst der Besuch des Jugendamtes ins Haus?

    ...
    Niemand hat versucht, Azow schön zu reden. Ausweg war dann, dessen Kopfstärke auf 2.500 herunter zu rechnen. Was Quatsch ist. So viele waren es schon allein im Azow-Stahlwerk.

    Asow untersteht direkt dem ukrainischen Innenministerium bzw. der Regierung der Ukraine, es ist Teil der ukrainischen Nationalgarde.

    Nun ist die ganze Veranstaltung von der attac-nahen Globale veranstaltet worden, die eindeutig zur Linken zu rechnen ist. Eine Frau Nagel ist da dagegen. Aber hieraus nun eine "cancel culture" der gesamten Linken zu machen, ist dann doch grob unfair.

    Frau Nagel war ja nicht allein da und ist auch nicht isoliert oder irgendwer Beliebiges. Sie ist Landtagsabgeordnete der Links-Partei, Sprecherin der Fraktion für Migrations-, Flüchtlings- und für Wohnungspolitik sowie (lt. Wikipedia) "Sprachrohr und Netzwerkerin“ der linken Szene in Leipzig-Connewitz. Da ist die Aussage "Eine Frau Nagel ist da dagegen" schon extrem verkürzend, es ist eben nicht die isolierte Meinung einer einzelnen Person. Genauso gut könnte man argumentieren, "Die Äußerungen eines Herrn Höcke sind seine Einzelmeinung und haben mit der AFD nichts zu tun".
    Nein, Frau Nagel steht, genauso wie Herr Höcke, exemplarisch für einen Teil der jeweiligen Partei und deren Aussagen zu verallgemeinern ist weder grob noch unfair. Dabei soll nicht unbemerkt bleiben, dass beide auch in ihren jeweiligem politischen Umfeld nicht unumstritten sind. Aber die Verkürzung als "ist ja nur eine Einzelmeinung" zieht nicht, bei beiden.

    Wenn in der Ukraine ein Frieden möglich sein soll, dann müssen alle Tatsachen auf den Tisch. Das sollte und müsste die Marschrichtung der Linken sein. Womit sie eine Mehrheit hinter sich hat.

    Dannach sieht es jedoch im Moment nicht aus. Der Film von Oliver Stone wäre ja (obwohl auch er nicht unbedingt unparteiisch ist) eine Möglichkeit gewesen, Tatsachen zu diskutieren. Genau dies wollten die Randalierer rund um Frau Nagel verhindern.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.08.2022 14:53).

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