Ich stimme mit dem Autor überein, dass das "unbundling" nicht unbedingt die beste Idee war.
Vor dem "unbundling" musste sich der Kraftwerksbetreiber nicht nur um sein Kraftwerk kümmern, sondern er musste sich auch darum kümmern, dass der Strom bis zum Endkunden verteilt wurde. Sinnvollerweise wurde das gesamte System optimiert (inklusive der Brennstoffversorgung). Mit dem "unbundling" kam die Idee auf, dass man besser die Einzelteile optimiert, als das Gesamtsystem.
Aber das "unbundling" hat grosse Vorteile für die Betreiber von PV- und Windkraftanlagen. Ein Betreiber dieser Anlagen muss sich um die Verteilung seines Stromes nicht kümmern. Er baut seine Anlage auf und wie der Strom dann verteilt wird oder ob der Strom überhaupt gebraucht wird, ist nicht sein Problem. Ohne diesen Vorteil wäre es zu dem Ausbau wohl auch nicht gekommen.
Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende
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Antwort auf Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von Ammerländer.
Ammerländer schrieb am 01.02.2021 12:47:
Ich stimme mit dem Autor überein, dass das "unbundling" nicht unbedingt die beste Idee war.
Vor dem "unbundling" musste sich der Kraftwerksbetreiber nicht nur um sein Kraftwerk kümmern, sondern er musste sich auch darum kümmern, dass der Strom bis zum Endkunden verteilt wurde. Sinnvollerweise wurde das gesamte System optimiert (inklusive der Brennstoffversorgung). Mit dem "unbundling" kam die Idee auf, dass man besser die Einzelteile optimiert, als das Gesamtsystem.
Aber das "unbundling" hat grosse Vorteile für die Betreiber von PV- und Windkraftanlagen. Ein Betreiber dieser Anlagen muss sich um die Verteilung seines Stromes nicht kümmern. Er baut seine Anlage auf und wie der Strom dann verteilt wird oder ob der Strom überhaupt gebraucht wird, ist nicht sein Problem. Ohne diesen Vorteil wäre es zu dem Ausbau wohl auch nicht gekommen.Einspruch, Euer Ehren.
Wenn eine Firma ein System zusammenkauft aus mehreren Komponenten von verschiedenen Herstellern, fühlt sich am Ende keiner dafür verantwortlich, wenn das System nicht läuft.
Unbundling ist ausschließlich dazu geeignet, den kaum noch zu bremsenden Neo-Liberalismus voranzutreiben.--> auch beim Strom ist eine 100%-tige "Fertigungstiefe" unabdingbar!
Bei "Zappelstrom" funzt das, wenn der regional erzeugt und vertrieben wird.
Merke: Beim Outsourcen von Dienstleistungen geschieht regelmäßig dies:
* die veranlassenden Manager kassieren ihre Prämien
* das jahrelange Wissen der Stammbelegschaft geht zum Teufel
* die Wasserköpfe der externen Dienstleister zu finanzieren ist teuer als die eignen
Chefs zu bezahlenEs gibt nur einen Vorteil: Da die Dienstleister oft für mehrere Firmen arbeiten, erkennen sie Schwachstellen besser als Betriebsblinde.
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Antwort auf Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von Ammerländer.
Ammerländer schrieb am 01.02.2021 12:47:
Ein Betreiber dieser Anlagen muss sich um die Verteilung seines Stromes nicht kümmern. Er baut seine Anlage auf und wie der Strom dann verteilt wird oder ob der Strom überhaupt gebraucht wird, ist nicht sein Problem. Ohne diesen Vorteil wäre es zu dem Ausbau wohl auch nicht gekommen.
Und genau daran wird und muss es scheitern. Ich stelle linke Schuhe her, ob die gekauft und gebraucht werden, das ist nicht mein Problem, ich verdiene gut. DDR2. In einer Anlaufphase ok, aber auf Dauer wird es scheitern. Mit Pumpspeicher fährt man Verluste ein, die werden ja nicht gebraucht.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (01.02.2021 17:46).
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Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von ondori.
Grober Unfug mit dem Neoliberalusmus.
Gerade das unbundling ermöglicht es, kleineren Erzeugern zu liefern. -
Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von .
Mit Pumpspeichern fährt man, paradoxer Weise, deswegen Verluste ein, weil die Nachfrage und damit der Preis gesunken sind.
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Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von Yeti a.D..
Muss wohl an PV und Wind liegen. ;-)
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Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von DachsH.
Nur teilweise.
Auch daran, dass man sehr günstig Kohlenstrom aus abgeschriebenen Werken aufkaufen kann.Was man ja tat, bis eine unbotmässige Sicherung Unfug machte.
Weswegen der gegenständliche 'Rülpser' im Stromnetz ohnehin nicht besonders tauglich ist.
Der wird wie die sprichwörtliche Dau durchs Dorf getrieben.
Mein persönliches Highlight ist eine seriöse Zeitung, welche meinte, dass das uns mehr kosten wir wie Corona.
Was sogar zu schaffen wäre...
Am besten nur ein einziges kaltstartfähiges Kraftwerk für ganz Europa...
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Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von Yeti a.D..
Da Kohlestrom Unwirtschaftlich ist musste der Steuerzahler garantiert tief in das Subventionstöpfchen greifen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (01.02.2021 22:42).
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Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von DachsH.
Am Balkan nicht zwingend.
Arbeitskraft ist günstigst und teure Massnahmen zum Umweltschutz fakultativ.Einzige Ausnahme bei Strom ist Albanien.
98% EE, davon ca 95% Wasser. *)
Und die Umweltschützer reiten auch dort. Gegen Wasser und gegen Wind.
Solar bringt nicht viel, da der Peak nach Einbruch der Dunkelheit liegt.
*) ausgenommen gefühlt 500.000 Notstromdiesel. Werden aber, da zu teuer, nicht im Dauerlauf+) eingesetzt.
+) Ausgenommen Badebuchten abseits von Stromleitungen.
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Antwort auf Re: Ohne "unbundling" wohl keine Energiewende von Yeti a.D..
Kohle rechnet sich selbst in Indien nicht mehr.
https://www.pv-magazine-india.com/2021/01/22/wind-solar-storage-hybrid-offers-cheaper-electricity-than-new-coal/