Was genau will der Autor? Er setzt ein mit Klimafragen und landet schliesslich bei hauptsächlich auf die Pandemie zurückzuführende Marktverwerfungen. Wo bitte ist da der Zusammenhang?
Nichts gegen die Verwendung von Holz beim Bauen. Aber wer unterstellt, dies werde die CO2-Problematik in nennenswerter Weise positiv beeinflussen, macht sich Illusionen. Holz ist nicht in beliebigen Mengen verfügbar und es wird jetzt schon überausgebeutet.
Bauen wird gerne als Konjunkturbelebungsmittel eingesetzt. Dafür eignet es sich, da damit viel Ressourcenverbrauch und Arbeit für die unterschiedlichsten Branchen verbunden ist. Ausserdem werden bei vielen Bauprojekten hohe Summen umgesetzt, was als Korruptionsgrundlage ideal ist. Oft reichen die einschlägigen Keynes'ianisch inspierierten Programme bis zum Bau von so da-Strukturen, Gebäude oder Infrastruktur, die keiner braucht, deren Zweck sich im Bau selbst erschöpft. In der radikalen Einschränkung solcher Praktiken steckt viel CO2-Sparpotential.
Man kann auch Portland-Zement durch Lehm oder andere Zementarten, die zu ihrer Herstellung weit weniger Energie benötigen ersetzen. Oder zumindest seine Herstellungsweise optimieren. Es gibt dafür bereits entwickelte Verfahren, die den Durchbruch aus Marktgründen und schlicht aufgrund des Beharrungsvermögens des schon Existierenden (noch) nicht geschafft haben.
Die Ausweitung der Holzverwendung im Bau als ökologisches Heilmittel anzupreisen ist im wörtlichen und übertragenen Sinn ein Holzweg.