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Avatar von Liesmich!
  • Liesmich!

mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2009

Was spricht eigentlich gegen Endlagerung? 🤔

von Plastikmüll, der nicht mehr recycelt werden kann?
Verbrennung setzt nur wieder CO2 frei. Dagegen ist Kunststoff bekanntlich ziemlich persistent, so dass so vergrabener Kohlenstoff wohl dem atmosphärischen Zyklus dauerhaft entzogen werden könnte, also sequestriert würde.
Dafür könnte man sogar Geld aus dem Emissionshandel bekommen - falls es funktioniert.

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  • Avatar von Dr. Phibes
    • Dr. Phibes

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.01.2009

    Antwort auf Was spricht eigentlich gegen Endlagerung? 🤔 von Liesmich!.

    Knapp überschlagen sind das drei Millionen Tonnen Müll, die sonst verbrannt werden.
    Ich denke mal es liegt schlicht daran, das kein geeigneter Platz vorhanden wäre.

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  • Avatar von RosaLeichtsinn
    • RosaLeichtsinn

    238 Beiträge seit 19.01.2021

    Antwort auf Was spricht eigentlich gegen Endlagerung? 🤔 von Liesmich!.

    Gegen eine Deponielösung, also Endlagerung spricht das Entstehen sogenannter Xenobiokate, die sich z.B. unter Luftabschluss durch Verbindung von org. Kohlenwasserstoffen u. anorganischer Elemente in den Deponien neu bilden. Selbst die stärkste Basisabdeckung hält denen irgendwann nicht mehr stand u. sie gelangen über Grundwasserleiter/Böden in die Umwelt - wir wissen also nicht welche "Eier" wir künftigen Generationen damit ins Nest legen....

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  • Avatar von gulux
    • gulux

    73 Beiträge seit 28.11.2007

    Antwort auf Was spricht eigentlich gegen Endlagerung? 🤔 von Liesmich!.

    Die "Endlagerung" ist ja der Export des Plastikmülls in andere Länder, wo damit nichts mehr passiert.
    Das das passieren würde, haben alle Umweltverbände schon bei der Einführung des "Gelben Sacks" vor fast 40 Jahren vorhergesagt.

    Dies ist zudem ein gutes Beispiel dafür, das das Vertrauen auf die Entwicklung der Technik, die schon "bald" die beste Lösung für das Problem (hier Wiederverwertung verschmutzter Kunststoffe) findet, eine Nebelkerze ist.

    Diese Nebelkerze wird immer gezündet, wenn private Gewinne zulasten der Allgemeinheit (Mehrkosten durch Steuern/Umlagen, Umweltverschmutzung) politisch begründet werden sollen. Natürlich funktioniert die Wiederverwertung von verschmutzen Kunststoffen in Pilotanlagen im kg-Maßstab ganz super, ist aber leider, leider zu teuer.
    Da verlässt man sich doch lieber auf die vertrauenswürdigen Recyclingexperten in fremden Ländern, die mit ihrer Technik das alles schon können was bei uns nicht funktioniert.

    Die Verpackungsindustrie hatte keinen Bock auf funktionierende Mehrwegsysteme und hat die Einführung (Beibehaltung in der Ex-DDR) erfolgreich blockiert.

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  • Avatar von DerWoDa
    • DerWoDa

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.09.2013

    Antwort auf Re: Was spricht eigentlich gegen Endlagerung? 🤔 von Dr. Phibes.

    Eine sehr große Kammer in einem Salzbergwerk sollte auf 100 x 70 x 40 m kommen. Das sind ~0,3 Millionen m³. Bei einer Dichte von 1 to/m³ wären also 10 solcher Kammern nötig. Ich denke das wäre theoretisch möglich, allerdings eher so in den 80ern, als die meisten Bergwerke im laufenden Betrieb geschlossen wurden. Das ganze wieder auf zu fahren, wäre bei Einhaltung des bestehenden Bergrechts unglaublich teuer. Für die thermische Verwertung werden für sortenreine Industrieabfälle 10-20 €/to, für Hausmüll 40€/to fällig. Ergo wäre die große Kammer 3 bis 12 Mio € wert. Im laufenden Betrieb ja, sonst eher nicht.

    Gruß
    DWD

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