Ansicht umschalten
Avatar von Nützy
  • Nützy

mehr als 1000 Beiträge seit 11.06.2010

Antiquariatsromantik im Digitalzeitalter

Hallo liebe Leser (m/w/d),

auch ich habe mich früher oft in solchen Orten rumgetrieben und tue es noch. Meist auf der Suche nach speziellen Büchern, die sich zwar irgendwie als wertvoll herausgestellt haben, aber niemals Mainstream wurden.

Neuauflage ist dann höchstens nach Ablauf der Schutzrechte denkbar.

Das Problem ist eben: Was man früher mühsam suchen musste, ist heute nur einen Mausklick bei Online-Händlern oder gar frei auf Webseiten (Gutenberg, Archiv, Zeno und wie sie alle heißen) entfernt.
Da für die meisten Leute das Antiquariat letztendlich ein Mittel zum Zweck ist, kann es sehr wohl durch das Internet ersetzt werden. Und als zusätzlichen Vorteil findest du dort sogar eine Reihe von Gleichgesinnten, mit denen du über den Inhalt reden kannst.
Das ist selbst in einer Universitätsstadt mit Millionen von Einwohnern sonst nicht garantiert. In den meisten Fällen will man nicht über den Inhalt quatschen, ist mir auch klar.

Es ist schon manchmal spannend, was man im Antiquariat so finden kann, alte Bücher über Logik beispielsweise, die ganz anders an das Thema heranführen als heute üblich, oder Science-Fiction Bücher, in denen unfreiwillig der naive Wissensstand seiner Zeit offengelegt wird.
Sowas findet man zugegeben auch selten in Online-Archiven, aber es gibt eher die Chance, so etwas als PDF oder txt-Datei noch mal zum Download anzubieten als dass es eine Wiederauflage gibt. Insofern...

Schönen Tag,

Nützy.

Bewerten
- +
Ansicht umschalten