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625 Beiträge seit 18.01.2021

Diese Neiddebatten...

... sind ja wirklich unerträglich.

Abgesehen davon werden doch die CEOs später in ihrem nächstem Leben bestimmt ganz sicher Philanthropen. Also bleibt mal alle schön locker.

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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Antwort auf Diese Neiddebatten... von linksblockde.

    linksblockde schrieb am 06.05.2021 20:41:

    ... sind ja wirklich unerträglich.

    Abgesehen davon werden doch die CEOs später in ihrem nächstem Leben bestimmt ganz sicher Philanthropen. Also bleibt mal alle schön locker.

    Natürlich haben die Reichen ein Interesse ein System aufrecht zu erhalten das sie selbst obszön reich macht. Aber die Manager im Artikel sind formal Angestellte, sie mehren im Auftrag der Kapitalgeber deren Kapital und die zahlen gut.
    Abstrahiert man vom Personal bleibt ein System übrig mit Geldvermehrung als Selbstzweck, das Personal hält die Maschinerie in Gang, angetrieben von der Konkurrenz als äußerlicher Zwang.
    Gemessen am Profit den gute Manager machen ist ihre Bezahlung eher bescheiden, die Proportion sollt ma schon sehen.
    Das Neidnarrativ unterstellt, Grund der obszönen Managerbezaglung wär ein moralischer Mangel der Manager, Gier. Selbst angenommen die Manger wären alle asketische Diener wären ändert das nix. Sie exekutieren die Rechnungsweise des Systems.

    Aus Sicht eines Strukturalisten ist Personalkritik Kritik des falschen Objekts, sie greift zu kurz. Es wird nicht die Rolle kritisiert sondern der Mensch der sie spielt. Es wird unterstellt seine Aktionen wären purer Akt der Freiheit, des freien Willens, dabei spielt er nur das Skript Profitmachen das das die Rolle ist die das System mit diesem Manager besetzt hat. Am Ende unterstellt die Personalkritk die ganze Veranstaltung Kapitalismus sein heimlich gesteuert von einem verborgenen Zentralkomitee. Eine solche Vorstellung ist Verschwörungstheorie. Sie ist nur falsch & blöd.

    In der bürgerlichen Debatte gilt Neid als unfeine, schlechte Emotion. Wer der Kritik am Personal Neid unterstellt unterstellt dem der Personalkritik vorbringt übelriechende psychische Blähungen und das Gespräch zu verstinken.

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