Minimal-Bodenbearbeitung und Mulchsaat können eine Alternative bei gestiegenen Dieselkosten sein.
Habe dazu mal eine Studie gelesen, wonach die Ertragssicherheit bei diesen Verfahren je nach Witterung und Bodenart leidet.
Im Schnitt wurden aber immerhin ca. 85 % der konventionellen Erträge erzielt, wenn ich mich recht erinnere.
Ein Herbizidverzicht ist aber bei diesen Verfahren kaum möglich, wenn das Unkraut nicht untergepflügt werden kann.
Pfluglose Bodenbearbeitung
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Antwort auf Pfluglose Bodenbearbeitung von paretooptimum.
Ja, der Unkrautdruck ist ziemlich hoch.
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Antwort auf Pfluglose Bodenbearbeitung von paretooptimum.
Im Schnitt wurden aber immerhin ca. 85 % der konventionellen Erträge erzielt
das klingt ganz ordentlich, bedeutet aber trotzdem, daß man fast 20% mehr Fläche für den gleichen Ertrag bräuchte (auch auf der zusätzlichen Fläche erntet man nur 85%!). Und da ist nunmal leider Realität, daß wir inzwischen von solchen Ausmaßen reden, daß auch kleine Prozentwerte in absoluten Werten riesige, und überhaupt nicht realisierbare Zahlen generieren.
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Antwort auf Pfluglose Bodenbearbeitung von paretooptimum.
Je nach Bodentyp spart die fluglose Bearbeitung keinen Diesel. Es sind auch nicht weniger Arbeitsgänge, sondern nur andere.
Die Idee hinter der pfluglosen Bearbeitung war, damit angeblich das Bodenleben zu schonen, was sich aber inzwischen weitgehend als Blödsinn herausgestellt hat. Inzwischen haben sich die pfluglosen Verfahren eher zu Ideologien entwickelt. -
Antwort auf Re: Pfluglose Bodenbearbeitung von yamxs650.
Je nach Bodentyp spart die pfluglose Bearbeitung keinen Diesel. Es sind auch nicht weniger Arbeitsgänge, sondern nur andere.
Es ist schon ein riesen Unterschied, ob eine Egge oder ein Pflug am Traktor hängt.Ich fahre gelentlich einen LKW mit Anzeige des Momentanverbrauchs.
Am Berg 140 l im Waagrechten 22 l.
Ähnlich wird es beim Traktor sein.
Ich möchte hier aber keinesfalls der pfluglosen Bearbeitung das Wort reden, zumal sie mit starken Risiken für den Landwirt verbunden ist, die Ernten schwankten zwischen 40 und 100 %
Ein großer Milchviehbetrieb in der Nähe hat das Verfahren dieses Jahr beim Mais probiert.Das Ergebnis war wegen der nasskalten Witterung in der Keimungs- und Auflaufphase erbärmlich. Der Mann musste einem Grad leid tun. -
Antwort auf Re: Pfluglose Bodenbearbeitung von paretooptimum.
Die pfluglose Bearbeitung funbktioniert aber nicht mit einer einfachen Egge. Dort kommen mehrfach Scheibenegge und Schwergrubber zum Einsatz, je nach Bodentyp mehrfach, oder in so großer Kombination, das es Großtraktoren benötigt, um die Zugkraft zu realisieren. Dazu bei manchen Bodentypen noch Tiefenlockerer.... das Spritsparen ist eine reine theoretische Milchmädchenrechnung.
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Antwort auf Pfluglose Bodenbearbeitung von paretooptimum.
paretooptimum schrieb am 16.12.2023 22:34:
Im Schnitt wurden aber immerhin ca. 85 % der konventionellen Erträge erzielt, wenn ich mich recht erinnere.
Im Schnitt war der Teich 30 cm tief und trotzdem ist die Kuh ersoffen.
Bei den 85% wird von den Masseerträgen gesprochen. Über die Qualitätsminderung (geringeres Tausendkorngewicht, dadurch höherer prozentualer Anteil von nicht verwertbaren Bestandteilen (Spelzen u.a), von verringertem Einweiß- und Nährstoffgehalt, ebenso den überproportional verrringerten Anteil von Nebenprodukten (Stroh)) breitet man den gnädigen Mantel der sozialistischen Nächstenliebe. -
Antwort auf Pfluglose Bodenbearbeitung von paretooptimum.
paretooptimum schrieb am 16.12.2023 22:34:
Minimal-Bodenbearbeitung und Mulchsaat können eine Alternative bei gestiegenen Dieselkosten sein.
Habe dazu mal eine Studie gelesen, wonach die Ertragssicherheit bei diesen Verfahren je nach Witterung und Bodenart leidet.
Im Schnitt wurden aber immerhin ca. 85 % der konventionellen Erträge erzielt, wenn ich mich recht erinnere.
Ein Herbizidverzicht ist aber bei diesen Verfahren kaum möglich, wenn das Unkraut nicht untergepflügt werden kann.Wieviel Hektar Ackerland bearbeitest du?
"Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber sie wissen alles besser!"