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  • Artur_B

mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.2004

Das Problem ist größer

das Thema überfordert die Politik in allen Bereichen: es geht um Physik, Technik, Kosten, Kapazitäten, also alle Themen, die heutigen Politikern weitgehend fremd sind. Weshalb auch keine Partei bislang fähig war, ein wirklich durchgängiges Konzept zu entwerfen. Die Presse ist kaum besser. Hier ist wirklich mal ein Lob für Telepolis angebracht, welches wöchentlich mehrmals die großen Irrtümer aus der Welt räumt. Hier nun finden wir auch einen Franz Alt, der mit seinem Megaphon der Fankurve die Sprechchöre vorgibt. Warum auch nicht? Allerdings ist ein Herr Kleinebeckel nicht fehl am Platze, der mäßigend und bremsend auf den Einheizer einwirkt. Ist doch ein demokratischer Prozess.

Zur Sache: die Kohlekraftwerke, die jetzt bis 2038 laufen, sind auch ohne CO2-Bepreisung inzwischen völlig unrentabel. Aber die "Entschädigungen" in Milliardenhöhe (2,6 für RWE und 1,7 für LEAG) gehen in die Kostenrechnung ein. Das ist ein subventionierter Weiterbetrieb und damit der eigentliche Skandal. Der bleibt von beiden Autoren unbemerkt. Warum?

Dann der Lärm von den Windturbinen: da steht aus alter Zeit noch allerhand Bastelarbeit in der Landschaft, die auch Krach machen kann. Inzwischen aber gelten riesige Abstände zu Siedlungen, auch bei neuen Anlagen, die in unmittelbarer Nähe kaum zu hören sind. Das Problem existiert einfach nicht mehr. Besagte Freundin mal auf AfD-Nähe testen.

Wobei mit dem "Infraschall" jede Menge Unsinn getrieben wurde und erst neulich ein Fehler um "mehrere tausend" gemacht wurde. Hach, ein Fehlerchen, passiert ja mal:

https://taz.de/Windkraftanlagen-mit-weniger-Dezibel/!5762506/

Fakt ist: wo heute eine Windktaftanlage gebaut werden soll, kommt sofort eine Lobbyorganisation wie "Vernunftkraft", hetzt die Anwohner auf und überzieht das Windrad mit Prozessen. Um das abzustellen, müsste jedes Land zwei Prozent seiner Fläche für Erneuerbare reservieren, das würde reichen.

Die BaWü-Grünen haben versprochen, das zu machen, als sie mit der grün-schwarzen Koalition unter Beschuss standen. Aber nur ganz kurz. Ist schon wieder vergessen. Die Plätze im Bremserhäuschen wurden wieder eingenommen.

Gruß Artur

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