Beaker schrieb am 04.03.2024 06:49:
Die Chinesen werden sich aus Angst um die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen zwar raushalten, aber Nordkorea und der Iran haben nichts mehr zu verlieren und sind eh gerade "auf Krawall gebürstet".
Genau, China wird aus Angst um die (vorübergehend) schlechteren Wirtschaftsbeziehungen mit 12 % der Weltbevölkerung, das mittel- und langfristige Risiko eingehen, dass der Wertewesten, nach der Niederlage Russlands (dem wichtigsten Verbündeten Chinas beim Aufbau der neuen multipolaren Weltordnung), eine militärische Auseinandersetzung mit China sucht.
Wohlgemerkt, die NATO-Staaten stehen für 12 % der Weltbevölkerung und etwa 30 % der Weltwirtschaftsleistung - mit fallender Tendenz. Wobei bei uns ein großer Teil dieser Wirtschaftsleistung im Bereich derivativer Finanzspekulationen und eben nicht im Bereich der Güterproduktion zu finden ist. Es ist daher nicht so, dass China auf uns angewiesen ist, der Westen ist viel dringlicher auf China angewiesen. Ansonsten gibt es bei uns sofort leere Regale zu bewundern, denn sozusagen alle Konsumgüter oder deren Komponenten werden in China gefertigt und China hat sich auch die zur Produktion notwendigen Rohstoffe gesichert - das ist beispielsweise ein wichtiger Grund, weshalb moderne Batterien in Deutschland nicht wirtschaftlich gefertigt werden können. Diese Entwicklungen rückgängig zu machen würde wohl mehrere Jahrzehnte dauern und Unsummen an Geld verschlingen, welches wir nicht mehr haben.
Das dem so ist haben wir selbst zu verantworten, die maßgeblichen Faktoren waren die neoliberale Gier und die grüne Ideologie, welche es vorzieht, wenn die negativen Auswirkungen der Produktion auf die Umwelt in einem anderen Erdteil anfallen. Jendenfalls hat Europa und die USA durch diese Verlagerung der Produktion viel Geld verdient (das kam aber ausschliesslich den "Eliten" zu gute) und viel CO2 "einsparen" können.
Somit ist doch die von Ihnen geäusserte Annahme völliger Unfug und entbehrt jeder logischen Grundlage, zumal die Chinesen für eine sehr langfristige Planung bekannt sind. Chinas Spitzenpolitiker denken in Bezug auf die Entwicklung Chinas (und der Welt) in Generationen und nicht wie westliche Politiker in Monaten.