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  • el_listo

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Option 1 ist keine Option

De facto Teilung wird nicht funktionieren. Dies hat man ja nach der Annexion der Krim versucht. Ergebnis Putin/Russland hat sich ein paar Jahre für Den großen Schlag vorbereitet. Wenn man Russland das Gleiche wieder anbietet, wird das Gleiche geschehen. Sie sind ein paar Jahre ruhig und dann gehts weiter. Oder sie greifen Moldau an oder das Baltikum.

Solange Russland mit der aktuellen Verbrecherclique im Kreml nicht zu den Grenzen von vor 2014 zurückkehrt, kann man nur das Land solange isolieren und die Ukraine solange mit Waffen beliefern (damit die Ukraine russische Kräfte bindet und die Schmutzarbeit macht) bis Russland kollabiert, bzw. der Bettvorleger Pekings geworden ist. In 2-3 Jahren muss man mit Russland gar nicht mehr direkt verhandeln, sondern kann gleich mit China sprechen.

Ja, dies wird auch im Westen verdammt schmerzhaft, aber Putin hat sowohl den Widerstand der Ukrainer unterschätzt, wie auch die Leidensfähigkeit des Westens. Außerdem muß man sich sowieso von fossilen Energieträger verabschieden, alleine schon aus Klimaschutzgründen. Wenn es jetzt zum kalten Entzug kommt, tut das unheimlich weh, aber danach is‘ auch gut und kein Mensch kräht mehr nach russischem Öl und Gas.

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    • zapperlot

    mehr als 1000 Beiträge seit 13.02.2003

    kalter Entzug

    Antwort auf Option 1 ist keine Option von el_listo.

    schönes Wortspiel - kann aber zur Deindustrialisierung und damit zu Massenarbeitslosigkeit führen. Und ewig kann die Regierung auch nicht "Hilfspakete" schnüren

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    • mouse-net

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Antwort auf kalter Entzug von zapperlot.

    zapperlot schrieb am 15.07.2022 13:26:

    schönes Wortspiel - kann aber zur Deindustrialisierung und damit zu Massenarbeitslosigkeit führen. Und ewig kann die Regierung auch nicht "Hilfspakete" schnüren

    Von welcher Deindustrialisierung sprichtst Du?
    Russland hat keine andere Industrie als fossile Brennstoffe aus dem Boden zu holen und durch die Weltgeschichte zu schippern.
    In Europa wird erst einmal ein gutes Wachstum durch erneuerbare Energien und soziale Dienstleistungen herrschen. Welches allerdings durch die fehlenden Arbeitskräfte gedämpft ablaufen kann.

    Russland steht auf tönernden Füßen.
    Russland wird zusammen fallen - mit oder ohne die Ukraine als Beute.
    Aserbaidschan, Kasachstan verhandeln mit China und Europa ihre Exporte aus.
    Hier wird auch nichts mehr zu holen sein.
    Mal schauen wie Putin das verhindern will, wenn er schon alles in der Ukraine verballert hat.
    Der Autor fällt immer noch auf die vermeintlich russische Großmacht rein.
    Gotha mit Atombomben.
    Die Zivilbevölkerung in der Ukraine mit Kriegsverbrechen brechen und die Europäer frieren lassen - und mit Atombomben drohen - geile Strategie.
    Vermutlich wird eher Russland sich teilen müssen als die Ukraine.
    Die Ukraine wird noch jahrelang Widerstand leisten.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 13.01.2003

    Antwort auf kalter Entzug von zapperlot.

    zapperlot schrieb am 15.07.2022 13:26:

    schönes Wortspiel - kann aber zur Deindustrialisierung und damit zu Massenarbeitslosigkeit führen. Und ewig kann die Regierung auch nicht "Hilfspakete" schnüren

    Ja es wird ein Schock, aber der wäre wegen der Klimakrise sowieso gekommen. Jetzt eben nur 10-20 Jahre früher. Arbeitslosigkeit wird sicher steigen … aber Probleme schaffen auch neue Innovationen, die Industrie transformiert sich und dann fällt die Arbeitslosigkeit wieder. Deindustrialisierung wird nicht passieren, eher neue Industriezweige. Der reguläre Energieverbrauch wird mit Erneuerbaren gedeckt, Fusion wird schneller kommen wie gedacht, in ein paar Jahren braucht keiner mehr Russlands Produkte. Natürlich ist es gefährlich, weil Russland immer noch auf Atombomben sitzt, aber deshalb kann man sich auch nicht erpressen lassen.

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    291 Beiträge seit 27.01.2022

    Antwort auf Re: kalter Entzug von mouse-net.

    Gotha mit Atombomben.

    Am Ende führen die Gothaer noch einen Vernichtungskrieg gegen Friedrichroda?

    Der richtige Spruch ist wohl "Obervolta mit Atomraketen" und stammt von Helmut Schmidt und war damals schon falsch.

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    Antwort auf kalter Entzug von zapperlot.

    zapperlot schrieb am 15.07.2022 13:26:

    schönes Wortspiel - kann aber zur Deindustrialisierung und damit zu Massenarbeitslosigkeit führen. Und ewig kann die Regierung auch nicht "Hilfspakete" schnüren

    Lötzinn!
    Schon mal die Zahl der offenen Stellen in Handwerks- und Dienstleistungsberufen studiert?
    Klar, da is' nix mit "5k Brutto", wie am VW-Montageband, aber für "Hungeraufstände" ist Europa sicher nicht "erste Wahl".

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    Antwort auf Re: kalter Entzug von jenko.

    jenko schrieb am 16.07.2022 01:54:

    Gotha mit Atombomben.

    Am Ende führen die Gothaer noch einen Vernichtungskrieg gegen Friedrichroda?

    Der richtige Spruch ist wohl "Obervolta mit Atomraketen" und stammt von Helmut Schmidt und war damals schon falsch.

    Jup, stimmt.
    Obervolta habe ich wohl mit der dort ausgerufenen Atomwaffenfreien Zone verwechselt. Danke.
    Ändert trotzdem nicht viel.
    Russland ohne Atombomben = ?

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    mehr als 1000 Beiträge seit 09.04.2004

    Antwort auf Re: kalter Entzug von el_listo.

    el_listo schrieb am 15.07.2022 21:52:

    zapperlot schrieb am 15.07.2022 13:26:

    schönes Wortspiel - kann aber zur Deindustrialisierung und damit zu Massenarbeitslosigkeit führen. Und ewig kann die Regierung auch nicht "Hilfspakete" schnüren

    Ja es wird ein Schock, aber der wäre wegen der Klimakrise sowieso gekommen.

    Eigentlich war der Schock ja schon da.
    Die Industrie wehrt sich durch ihre Lobbyisten schon seit Jahren gegen die Maßnahmen die zum Schutz vor den Auswirkungen der weltweiten Ressourcenverchwendung getroffen werden sollten.

    Jetzt eben nur 10-20 Jahre früher. Arbeitslosigkeit wird sicher steigen … aber Probleme schaffen auch neue Innovationen, die Industrie transformiert sich und dann fällt die Arbeitslosigkeit wieder.

    Es besteht quasi Vollbeschäftigung.
    Das heisst der "Arbeitsmarkt" ist weit offen, die Arbeitnehmer sind in der Lage sich ihre Jobs auszusuchen - und auch die Löhne und Gehälter besser zu verhandeln.
    So wird es auch keinen sozialen Unfrieden geben, den Putin sich erhofft.

    Deindustrialisierung wird nicht passieren, eher neue Industriezweige.

    Jep.

    Der reguläre Energieverbrauch wird mit Erneuerbaren gedeckt, Fusion wird schneller kommen wie gedacht, in ein paar Jahren braucht keiner mehr Russlands Produkte.

    Wäre schön wenn der Zar das jetzt schon einsehen würde, und nicht erst wenn er in seinem Rumpfrussland sitzt und der bösen USA hinterher trauert.

    Natürlich ist es gefährlich, weil Russland immer noch auf Atombomben sitzt, aber deshalb kann man sich auch nicht erpressen lassen.

    Jep.
    Atombomben haben andere auch genug.
    Die Gefahr dass jemand den Knopf der Selbstvernichtung drückt, besteht allerdings immer. Deswegen gehört Abrüstung auf den Weltplan.

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