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    • Porcupine17

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    Antwort auf Vor 81 Jahren von Monata (1).

    Monata (1) schrieb am 21.03.2022 13:43:

    Vor knapp 81 Jahren hat sich eine militärische Supermacht genau vor der Grenze Russlands / der Sowjetunion in Stellung gebracht. Und man sicherte sogar per Nichtangriffsvertrag zu, dass nichts böses zu erwarten war.
    Man glaubte das.

    Der 22. Juni 1941 belehrte die Russen etwas anderes. Ca. 27 Millionen tote Bürger und unendliches Leid und Zerstörung waren das Ergebnis, dass man einer hochgerüsteten Militärmacht nicht vertrauen kann, wenn diese bis an die Grenzen des Landes heranzieht.

    Und nicht vergessen: besagte Militärmacht war ja eigentlich von Russland abhängig, sie brauchte russisches Öl und Lebensmittel für ihren laufenden Krieg gegen die andere große Militärmacht des Planeten - einen Krieg den sie ohne besagtes Öl schon längst verloren hätte anstatt fast ganz Europa außer Russland zu erobern. Wie konnte man da auch mit einem Angriff rechnen...

    Abgesehen von der Ironie das der Sprit für den Überfall der Nazis auf die UdSSR ihnen vorher von der UdSSR geliefert wurde (waren das nicht die Kapitalisten die einem den Strick verkaufen mit dem man sie dann aufhängt?) ist es wirklich verblüffend wie sehr Stalin die Warnungen von allen Seiten ignorierte als die Wehrmacht aufmarschierte. Bei Pearl Habour heißt es für viele VTler ja bei weit weniger das die USA davon gewusst haben mussten das Japan sie angreifen würde.

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    • mouse-net

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    Antwort auf Vor 81 Jahren von Monata (1).

    Monata (1) schrieb am 21.03.2022 13:43:

    Vor knapp 81 Jahren hat sich eine militärische Supermacht genau vor der Grenze Russlands / der Sowjetunion in Stellung gebracht. Und man sicherte sogar per Nichtangriffsvertrag zu, dass nichts böses zu erwarten war.
    Man glaubte das.

    Warum Stalin einem Hitler vertraut hat - hm, gleich und gleich gesellt sich gern?

    Der 22. Juni 1941 belehrte die Russen etwas anderes. Ca. 27 Millionen tote Bürger und unendliches Leid und Zerstörung waren das Ergebnis, dass man einer hochgerüsteten Militärmacht nicht vertrauen kann, wenn diese bis an die Grenzen des Landes heranzieht.

    Schöne Geschichtsverkürzung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_Russlands_und_der_Sowjetunion

    Jetzt will man wieder eine ähnliche Situation schaffen. Eine andere Militärmacht drängt trotz (nur) mündlicher Zusagen Schritt für Schritt an die Grenzen des Landes. Dazu gab es anfangs Diskriminierungen gegen die Russen, die in einem angrenzenden Land lebten. Diese Diskriminierungen steigerten sich, wie wir wissen, zu gezielten militärischen Angriffen gegen diese Menschen, nachdem diese sich durch Autonomiebestrebungen gegen diese Diskriminierungen schützen wollten.
    Der Rest ist bekannt, auch wenn manche Menschen und Organisationen die Augen davor verschlossen.

    Die 93% damals Russen, heute Ukrainer, die damals für die Unabhängigkeit von Russland stimmten, haben also auch gelogen?
    Wer hat da die Augen verschlossen?

    Sollte Russland wieder auf einen 22.Juni warten ?

    Auf was - bis die Ukraine Russland angreift?
    Die 30 Staaten in der Nato einstimmig beschließen Russland anzugreifen?
    Wer sollte Russland angreifen?
    Und vor allem warum?

    Glaubt man im Westen wirklich daran, dass die Russen so blöde sind und nicht erkennen was da von Westen heranzieht? Man hat in Russland die 27 Millionen Toten nicht vergessen. Im Westen ignoriert man sie einfach.

    Frechheit - im Westen vergißt niemand die Opfer des Krieges und des Holocaust.
    Genau deswegen will niemand mehr Krieg - und Menschenleben haben eine Bedeutung.
    Jetzt kommt - tatata ... Krieg einsetzen.

    Selbst wenn die NATO keine bösen Absichten gegenüber Russlands hegt, so macht sie den Russen Angst!

    Damit arbeitet die Putin-Entourage doch.
    Solche Dinge erledigen Feindbilder.
    Europäer sind nicht gut dafür geeignet, die sollen ja Gas kaufen.
    Aber Nato ist schon ein guter Sündenbock, da ist die USA mit drin.

    Ich jedenfalls hätte Angst, wenn jemand mit einem Maschinengewehr vor meiner Wohnungstür stehen würde, selbst wenn er sagt, es will mir nichts Böses!

    Da geht es nicht nur Dir so.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.03.2022 22:36).

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    • Monata (1)

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    Antwort auf Re: Vor 81 Jahren von mouse-net.

    Da geht es nicht nur Dir so.

    Warum rückt dann die NATO Russland so auf die "Pelle"?

    Immerhin breitetete sich bisher immer nur die NATO aus, und nicht Russland.

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  • Avatar von Braga_Apollon
    • Braga_Apollon

    242 Beiträge seit 18.03.2022

    Umgekehrt wird ein Schuh draus...

    Antwort auf Re: Vor 81 Jahren von Monata (1).

    Monata (1) schrieb am 21.03.2022 22:51:

    Warum rückt dann die NATO Russland so auf die "Pelle"?

    ...Rußlands Nachbarn rücken von Rußland ab.

    Wie der ruchlose Überfall Putins auf die Ukraine beweist, haben sie allen Grund dazu. Wenn demnächst Finnland Nato-Mitglied ist, hat der verkommene Despot gleich noch weitere 1000 km gemeinsame Grenze mit einem Nato-Land.

    Er ist schon ein Meisterstratege, der Wladimir Adolfowitsch....

    Wer nicht komplett blöd und blind ist, weiß natürlich, daß es dem gerichtsnotorischen Völkermörder nie um die Nato als Bedrohung ging - die ist ihm nur beim Zusammenräubern seines Zarenreichs im Wege.

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    • mouse-net

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    Antwort auf Re: Vor 81 Jahren von Monata (1).

    Monata (1) schrieb am 21.03.2022 22:51:

    Da geht es nicht nur Dir so.

    Warum rückt dann die NATO Russland so auf die "Pelle"?

    Immerhin breitetete sich bisher immer nur die NATO aus, und nicht Russland.

    Das muss Du die Staaten fragen, die sich für die Nato entschieden haben.
    Die werden sicher ihre Gründe gehabt haben.
    Vor allem wollten die keine Angst mehr vor einer Kalaschnikow im Gesicht haben.
    Gibt es auch nach zu lesen.

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  • Avatar von kleinrudi
    • kleinrudi

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    Antwort auf Re: Vor 81 Jahren von mouse-net.

    Das muss Du die Staaten fragen, die sich für die Nato entschieden haben.
    Die werden sicher ihre Gründe gehabt haben.

    Z.B. Tschechien und die Slowakei, die sich noch an den russischen "Panzerausflug" 1968 erinnern.

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    Antwort auf Vor 81 Jahren von Monata (1).

    Mir hat vor kurzem jemand folgenden Witz zugetragen:

    “Before I went to sleep, my wife said to me: This Russia is such a bad country, If Ukraine wants to join Nato, it is their business and freedom, Russia has no right to intervene, this is just an excuse for Russia to invade Ukraine.

    “So I said nothing, I just went to the kitchen and took a knife to bedside, then I said: Let’s go to sleep.

    “My wife looked at me with her wide eyes: What the heck are you doing, sleeping with a knife?!?!

    “I said: No worry, let’s go to sleep. Beside, sleeping with a knife is none of your business and it is my freedom.

    “My wife said: How can I sleep when you are sleeping with a knife? What if you accidentally cut me?

    “I said: Well, You don’t even trust your own husband, how can you expect Russia to trust Ukraine? Me sleeping with a knife is like Ukraine joining the Nato.”

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  • Avatar von Ulf Zapel
    • Ulf Zapel

    25 Beiträge seit 01.08.2021

    Antwort auf Re: Vor 81 Jahren von kleinrudi.

    Ja, die Sowjetunion hat mehrere Kriege geführt und Russland als Nachfolgestaat führt jetzt einen. Ein Krieg oder die Unterwerfung eines anderen Staates ist immer ein Verbrechen. Nur frage ich mich, was es uns nützt, wenn wir moralisch Recht behalten, am Ende aber alle tot sind?
    Russland wird sich nicht komplett aus der Ukraine zurückziehen - auch wenn Putin gestürzt wird, werden seine Nachfolger aus geostrategischen Gründen die Ukraine nicht räumen. Anstatt ständig neue Waffen zu liefern und Selenski oder Klitschko für ihre Durchhalteparolen zu beklatschen, sollte man versuchen zu verhandeln und zu einem Kompromiss zu kommen. Ein mehrjähriger Abnutzungskrieg schadet uns erheblich. Ja, wenn man verhandelt, wird sich der Angriffskrieg für Russland begrenzt gelohnt haben, aber es sieht doch jetzt schon deutlich so aus, als sei das Land nicht willens oder nicht in der Lage die ganze Ukraine zu schlucken. Warum kommen die Russen wohl im Süden besser voran als im Norden? Vielleicht weil trotz aller Gewalt ein Teil der Bevölkerung dort immer noch prorussisch eingestellt ist? Und weil das im Norden und Westen der Ukraine anders ist? Man sollte auch den Hass der Westukrainer nicht nur auf die Russen, sondern auch auf ihre Landsleute in der Ostukraine nicht vergessen.
    Und warum ist in der deutschen Politik und in den Medien niemand zu sehen, der zu mäßigen versucht? Es wäre schon ein Fortschritt, wenn wenigstens ein namhafter Politiker eine Macron-ähnliche Position beziehen würde, der trotz aller Gegnerschaft zu Russland doch ständig versucht, wenigstens mit den Russen zu sprechen. Von Olaf Scholz und seiner Truppe (incl CDU/CSU) kommen nur Forderungen und Begeisterung für mehr Rüstungsanstrengungen. Warum sollte Russland also auf deutsche Vorschläge eingehen? Nie ist es deutlicher gewesen, wie sehr Deutschland ein Vasallenstaat der USA ist, unfähig oder unwillens eigene politische Akzente zu setzen.
    Zusammengefasst: Putin ist ein eiskalter Machtpolitiker und eben auch ein Verbrecher. Der Angriffskrieg ist aber kein Alleinstellungsmerkmal von Putin. Sind die Ukrainer, die seit acht Jahren den Donbas beschießen, besser? Am Ende schlittern wir in einen Weltkrieg, nur weil irgendeine Partei das kleine Schrittchen zuviel gemacht hat.

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