Manchmal habe ich das Gefühl in Deutschland diskutieren überwiegend nur noch "besonders Begabte" über Geostrategie, Machtspiele, Ökonomie und die daraus resultierenden Folgen.
Da schreiben sich die ThinTanks und US-Falken die Finger wund, veröffentlichen Bücher wo alles kritzebitze bis teilweise in Details nachzulesen ist, halten überdeutliche Vorträge in hoch angesehenen ThinkTanks, Instituten in Washington und New York, und so gut wie nie von der jeweils aktuellen US-Regierung kritisiert, oder gar dementiert ... aber ganz oberschlaue Globalisierungs-Theoretiker, die ganz genau wissen, wie es läuft ... haben offensichtlich noch nie davon irgend etwas gelesen, gehört, gesehen?
Da schrieb Huntington 1996 "The Clash of Civilzations", 5 Jahre später begann die US-Regierung 7 muslimische Staaten in Grund und Boden zu bomben, Dschihadisten zu rekrutieren, zu bewaffnen, von A nach B zu karren, Preise an Islamisten zu verleihen (White Helmet), und Zack, haben wir nen Clash of Civilzation. Ein Jahr später schreibt Zbigniew Brzeziński "The Grand Chessboard", wo die ganze Ukraine-Nummer eine der Hauptstränge des Sachbuches über Geostrategie der USA sind, und Zack, war 2005 die erste orangene Revolution in Kiew. Da erklärt der Friedman, Vorsitzender des Council of Foreign Relations in Chicago die Positionen der US-Regierung zu Russland und Deutschland seit 1914 ... und genau das findet aktuell statt ... aber nichts hat ja mit nichts zu tun, oder was?
Mit diesen Scheuklappen, oder eher schon Augenklappen, was will man so sehen, was will man mit diesem eingeschränkten Blick der geneigten Öffentlichkeit überhaupt anbieten, erklären? - Ich fasse es nicht. Da ist nix Planlos! Das läuft wie auf Eisenbahnschienen. Nur der Gegenspieler reagiert eventuell nicht ganz so wie geplant, aber selbst das ist fragwürdig. Die Strategie des Westen kann man auf jeden Fall völlig klar sehen. Nur, das hat natürlich nichts mit dem zu tun, was in der Tagesschau erzählt wird.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.03.2022 09:53).