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  • tjfranz

mehr als 1000 Beiträge seit 17.07.2003

1g je kg Körpergewicht, täglich?

wollt Ihr mich vergiften?

Aus Wikipedia, "Taurin"

Es wird angenommen, dass der Tauringehalt im Körper eines gesunden Menschen von 70 kg Körpergewicht zwischen 30 und 70 g liegt, davon ca. 75 % in den Muskelzellen,

d.h. täglich das ein- bis 2-fache des eigenen Körpergehalts.

Um es über Fleisch aufzunehmen müsste ich ca. 150kg Fleisch zu mir nehmen. Täglich.

Die lethale Dosis wird mit 5g/kg Körpergewicht angegeben.

Und welche Folgen hat es, wenn man im Jahr so 30kg Taurin aufnimmt? Wie lange machen das Leber und Nieren mit?

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    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    EIne Maus ist kein Mensch

    Antwort auf 1g je kg Körpergewicht, täglich? von tjfranz.

    Wenn Sie sich mal anschauen, was kleinere Haustiere erforderlichenfalls an Schilddrüsen-Supplement bekommen, werden Sie auch sehen, daß ein Mensch sich damit binnen kürzester Zeit selbst killen würde. Man kann physiologisch nicht von kleinen Wirbeltieren 1:1 auf Menschen umrechnen.

    Andererseits ist die Aufnahme über den Verdauungstrakt oft nicht sehr effizient. Eine Injektion kann die Dosis, die man geben muß, enorm weit verringern. Taurin zu spritzen wäre also etwas ganz anderes, als es per Getränk zu verabreichen.

    Aber bitte kommen Sie jetzt nicht auf die Idee, den Energydrink subkutan zu probieren! 😨

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    Die lethale Dosis ist für Ratten angegeben. Oral.

    Antwort auf EIne Maus ist kein Mensch von Emrymer.

    5g/kg wäre letal.
    Da gibt man sich gerne 20% davon dauerhaft und täglich.

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    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Auch eine Ratte ist kein Mensch

    Antwort auf Die lethale Dosis ist für Ratten angegeben. Oral. von tjfranz.

    1. Ob Maus oder Ratte oder welches kleine Wirbeltier auch immer: man kann die Werte nicht einfach für den Mensch übernehmen.

    2. Wenn ein Stoff im Verdauungstrakt nicht unbegrenzt aufgenommen wird, kann man ihn per "oraler Gabe" (Essen oder Trinken) auch nicht überdosieren. Deswegen kann man z.B. vier Stück Sahnetorte essen, ohne direkt danach an einem Entgleisen der Blutzuckerwerte zu verbleichen - oder Salzlösung trinken, ohne sofort massive Probleme mit dem eigenen ZNS zu kriegen. Wenn Taurin bei Überangebot schlicht "durchgeschleust" wird, ist die Menge, die man effektiv zufüttert, relativ egal.

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    Schon mal was von Kochsalzvergiftung gehört?

    Antwort auf Auch eine Ratte ist kein Mensch von Emrymer.

    Emrymer schrieb am 09.06.2023 20:21:

    1. Ob Maus oder Ratte oder welches kleine Wirbeltier auch immer: man kann die Werte nicht einfach für den Mensch übernehmen.

    Man kann sie als Richtwerte durchaus verwenden.

    2. Wenn ein Stoff im Verdauungstrakt nicht unbegrenzt aufgenommen wird, kann man ihn per "oraler Gabe" (Essen oder Trinken) auch nicht überdosieren. Deswegen kann man z.B. vier Stück Sahnetorte essen, ohne direkt danach an einem Entgleisen der Blutzuckerwerte zu verbleichen - oder Salzlösung trinken, ohne sofort massive Probleme mit dem eigenen ZNS zu kriegen.

    3 Esslöffel Salz auf ein Glas Wasser und austrinken: Exitus.
    Es gibt immer wieder Unfälle mit Salz. Nur der Geschmack verhindert dass es all zu oft passiert.
    Zuckerkranke sollten auch von 4 Stück Sahnetorte absehen.

    Wenn Taurin bei Überangebot schlicht "durchgeschleust" wird, ist die Menge, die man effektiv zufüttert, relativ egal.

    Ich bin mir nicht sicher ob Taurin einfach durchgeschleust wird.
    Zudem sollte dann die Wirkung ab einer bestimmten Menge nicht mehr zunehmen. Auch im Tierversuch.

    Ja es gibt Stoffe, die schnellstmöglich wieder ausgeschieden werden: Capsiciin. Oder trinke mal einen Liter Apfelsaft.

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    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Sachlich falsch

    Antwort auf Schon mal was von Kochsalzvergiftung gehört? von tjfranz.

    Man kann sie als Richtwerte durchaus verwenden.

    Nein. Die Verhältnisse verschieben sich zu stark, als das das (außer vielleicht in einem sehr, sehr groben ersten Ansatz) sinnvoll wäre.

    Zudem sollte dann die Wirkung ab einer bestimmten Menge nicht mehr zunehmen. Auch im Tierversuch.

    Tiere sind keine Menschen, und schon allein die Tatsache, daß nicht für alle Taurin eine semiessentielle Aminosäure darstellt, müsste eigentlich ausreichend klarstellen, daß man hier nicht von einem kleinen Wirbeltier auf Menschen schließen kann.

    3 Esslöffel Salz auf ein Glas Wasser und austrinken: Exitus.

    Nein.
    1. Vergl. z.B. https://www.salz-kontor.de/wie-viel-salz-ist-toedlich.php Eine Abhängigkeit vom Körpergewicht (bzw. korrekter, dem damit verbundenen Blutvolumen) kommt dazu.
    2. Habe ich nicht umsonst auf Probleme mit dem ZNS abgehoben. Das Problem bei der Kochsalzvergiftung ist aber nicht das ZNS, sondern die Zusammensetzung des Bluts. Insofern Themenverfehlung.

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    • tjfranz

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.07.2003

    Antwort auf Sachlich falsch von Emrymer.

    Emrymer schrieb am 09.06.2023 22:41:

    Man kann sie als Richtwerte durchaus verwenden.

    Nein. Die Verhältnisse verschieben sich zu stark, als das das (außer vielleicht in einem sehr, sehr groben ersten Ansatz) sinnvoll wäre.

    Der Stoffwechsel aller Säugetiere ist sich so ähnlich, dass es ausreicht. Ansonsten wäre es völlig Gaga Tierversuche durchzuführen.

    Zudem sollte dann die Wirkung ab einer bestimmten Menge nicht mehr zunehmen. Auch im Tierversuch.

    Tiere sind keine Menschen, und schon allein die Tatsache, daß nicht für alle Taurin eine semiessentielle Aminosäure darstellt, müsste eigentlich ausreichend klarstellen, daß man hier nicht von einem kleinen Wirbeltier auf Menschen schließen kann.

    Taurin ist eine Aminosulfonsäure, keine klassische Aminosäure (Alpha-Amino-Carbonsäure). Was das mit dem Rückschluß von "kleinen Wirbeltieren" auf den Mensch zu tun hat, bzw ihn ausschließt, erschließt sich mit nicht. Die Evolution hat alle wichtigen Dinge nur ein mal erfunden und dann vererbt.

    3 Esslöffel Salz auf ein Glas Wasser und austrinken: Exitus.

    Nein.

    Ach? Ich kenne da einige Fälle.
    U.a. falsch dosiertes Brechmittel (soll: 3 Kaffeelöffel auf 1l Wasser)

    1. Vergl. z.B. https://www.salz-kontor.de/wie-viel-salz-ist-toedlich.php Eine Abhängigkeit vom Körpergewicht (bzw. korrekter, dem damit verbundenen Blutvolumen) kommt dazu.
    2. Habe ich nicht umsonst auf Probleme mit dem ZNS abgehoben. Das Problem bei der Kochsalzvergiftung ist aber nicht das ZNS, sondern die Zusammensetzung des Bluts. Insofern Themenverfehlung.

    Der Unterschied zwischen Tot oder Tot ist also Thema verfehlt?

    Mag sein, dass das ZNS auf Natrium nicht großartig reagiert. Auf Kalium aber um so heftiger. Am Exitus ändert es nichts. 3 Esslöffel Kochsalz (100-150g) bringen einen Mensch um.

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