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Avatar von bogo101
  • bogo101

mehr als 1000 Beiträge seit 10.01.2000

Uran ist hart und spröde, das platzt zu Staub beim Einschlag

Ein Projektil aus Uran ist nicht nur wegen des hohen Gewichts panzerbrechend, sondern auch weil es hart ist. Aber im Gegensatz zu Stahl ist verbiegt es sich nicht wenn es abprallt sondern zerplatzt staubfein. Das kann man nicht einfach einsammeln. Das holt man nicht mehr aus einfach der Umgebung raus.
Und wenn man so ein Partikel einathmet oder sonst wie zu sich nimmt dann hilft es auch nicht mehr dass die Alphastrahlung eine kurze Reichweite hat. Das ist alles deutlich ungünstiger im Vergleich zu einem Blei-Geschoss, was sich einfach deformiert oder in wenige Stücke zerlegt. (auch wenn beides durchaus giftig ist)

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bogo101

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  • Avatar von DerWoDa
    • DerWoDa

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.09.2013

    Ergänzung

    Antwort auf Uran ist hart und spröde, das platzt zu Staub beim Einschlag von bogo101.

    1. Der Kern des Geschosses bleibt einigermaßen intakt. Es verdampfen die äußeren Schichten, bzw. platzen ab. Dadurch schärft sich das Geschoss beim Durchdringen der Panzerung selbst.

    2. Die Alternative zu DU ist nicht Blei, sondern Wolfram. Das ist noch wesentlich dichter, jedoch auch sehr teuer. Das was Sie über Blei gesagt haben, trifft auch auf Wolfram zu. Wolfram ist weich und verformt sich beim Durchdringen der Panzerung zu einem stumpfen Klumpen. Im Unterschied zu Blei hat es fast die doppelte Dichte, vorallem aber liegt der Schmelzpunkt bei ~3500°C an Stelle von 327°C bei (reinem) Blei. Ferner ist Wolfram wohl weitestgehend ungiftig.

    Ich bin zu 100% damit einverstanden, dass DU eine riesige Sauerei ist und verboten udn geächtet werden sollte. Schade, dass es von so vielen "zivilisierten" Ländern vorgehalten, von manchen gar eingesetzt wird. Schade dass darunter auch Frankreich ist. Mit denen zusammen hätte man vielleicht eine Chance dagegen vor zu gehen.

    Gruß
    DerWoDa

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  • Avatar von Braman
    • Braman

    mehr als 1000 Beiträge seit 09.07.2013

    Antwort auf Uran ist hart und spröde, das platzt zu Staub beim Einschlag von bogo101.

    Aber im Gegensatz zu Stahl ist verbiegt es sich nicht wenn es abprallt sondern zerplatzt staubfein.

    Und dieser Staub kann sich explosionsartig entzünden. Dabei entsteht eine Hitze von
    ca. 5 000°C in der alles in unmittelbarar Nähe verdampft.
    Es gibt diese Bilder aus dem 2. Irakkrieg auf denen man die verkohlten, schwarzen Überreste von (irakischen) Panzerbesatzungen sehen kann.
    Die beiden im Artikel erwähnten Filme sind sehr sehenswert um (wieder) mal einen Eindruck zu bekommen wie grauenhaft ein jeder Krieg eigentlich ist.
    Daher empfehle ich jedem Kriegshetzer die persönliche Teilnahme an vorderster Front.

    MfG: M.B.

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  • Avatar von neanderix

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.01.2000

    Antwort auf Ergänzung von DerWoDa.

    DerWoDa schrieb am 13.02.2023 18:35:

    2. Die Alternative zu DU ist nicht Blei, sondern Wolfram.

    nein, Wolframkarbid.

    Allerdings gehört DU mindestens zum "Waffensystem" A-10 Warthog.
    Ich las vor ein paar Jahren irgendwo, das die Maschinenkanone der Thunderbolt II (wie sie offiziell heisst) zwar theoretisch auch Munition mit Wolframkarbid-Geschossen verschießen könne, sie dann aber nicht mehr ganz so effektiv wäre, wie mit DU.

    Außerdem ist DU, wie einige hier schon schriebenm, deutlich billiger, als Wolframkarbid.

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