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  • ThSteier

mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2001

Re: einer der wenigen Fälle

SoundResident schrieb am 28.10.2021 12:24:

Bei einem Durchfluss von im worst case gesamt unter 4m³/s 1m³/s entnehmen zu wollen ist ein Unding.

Jein. Die Wassermenge an sich ist noch nicht mal das Problem: Der Großteil des entnommenen Wassers wäre ja (von dem Teil, der wirklich in den Kühltürmen verdunstet, abgesehen) nicht weg, sondern würde in die Spree zurückfließen.

Der Haken dabei ist "nur", dass das zurückfließende Wasser dann (wie bei Wärmekraftwerken üblich) deutlich wärmer ist als das ursprünglich entnommene. Und das hat dann durchaus drastische Folgen für praktisch alle Wasserorganismen - direkt (durch die Temperaturerhöhung) oder indirekt (über die in der Folge reduzierte Sauerstoffsättigung des Wassers). Das ist der eigentliche Grund, weswegen Kraftwerke selbst an großen Flüssen in heißen Sommern immer wieder mal die Stromproduktion reduzieren müssen. Und dort geht es idR um Entnahmemengen von 2..5% des Durchflusses - wenn das schon Probleme machen kann, kann man sich bei einer Entnahmemenge von bis zu 25% des Durchflusses fast schon darauf verlassen.

Gibt's dann halt Flamingos, Krokodile und Aedes aegypti in der Spree...

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