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  • heiner49

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2004

Putin muss einsehen, dass er nicht gewinnen kann

Die Ausgangslage Putins und seines Gefolges (man kann nicht sagen Russlands) im Krieg gegen die Ukraine hat sich jetzt zum wiederholten mal weiter verschlechtert. Dass jetzt Russen gegen Russen gekämpft haben, kann man wohl kaum als fortschrittlich oder zielführend bezeichnen - selbst, wenn es glimpflich ausgegangen ist. Putin hatte Prigoschin mit dessen Truppen engagiert, weil er sie gut brauchen konnte und diese Möglichkeit fällt jetzt weg. Das Kräfteverhältnis war zuletzt nicht zu Gunsten Russlands und es hat sich weiter verschlechtert. Auch die Zuversicht der Soldaten und das Vertrauen in die Führung dürfte gelitten haben.

Jetzt hat er die Wahl, den Verräter Prigoschin kalt zu stellen oder laufen zu lassen. Die Macht zu beidem dürfte Putin haben. Aber beide Alternativen sind schlechter als das bisherige Verhältnis Putins zu Prigoschin. Sämtliche Beziehungen Putins zu allen anderen Akteuren haben sich zum Nachteil Putins entwickelt und das war jetzt der vorläufige Höhepunkt: ein abhängiger Verbündeter, der die offene Rebellion wagt und einen Erfolg beinahe in Reichweite hat. Noch niemals vorher war jemand so nah an der Möglichkeit dran, Putin gewaltsam zu stürzen. Und noch niemals vorher hat es jemand so offen und zielstrebig gewagt.

Wenn Putin jetzt nicht erkennt, dass er nur noch seine Haut retten kann, wird es bald zu spät sein.

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