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  • exkoelner

mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

Sind diese Datierungen nicht doch eher gehobenes Kaffesatz lesen?

Die Methode funktioniert ja anhand einer Kalibrierung über die Jahresringe der Bäume. Und die Datierung über die Jahresringe folgt der Logik, das klimatische und Witterungsbedingungen zu unterschiedlich starken Wachstumsringen im Holz führen. Und daraus lässt sich ein Muster erkennen, so á la: dünn, dünn, dick, dünn, dünn, dick, dick und alle Bäume mit diesem Muster stammen aus der selben Zeit. Und diese Methode wird auch seit Jahrzehnten immer wieder kalibriert, weil die Wachstumsringe sich noch nicht mal relativ regional identisch verhalten. So wurde schon vor Jahren kritisiert, das die Radiocarbon-Messmethode für Funde in Europa und Nordafrika nur mit einer Wachstumskurve kalibriert werde [1]. Das Bäume in Skandinavien vor Jahrtausenden ein abweichendes Wachstumsverhalten durchlebt haben, als Bäume in Ägypten, ist sehr wahrscheinlich. Und diese Datierung dient dann zur Bestimmung des C14-Gehalts in Jahresring XY, der dann das Alter von Funden bestimmt, bei dem es keine ergänzenden Funde gibt, die eine zusätzliche Absicherung der Altersbestimmung liefern können. Nun hat sich aber auch bei der Isotopen-Dichte gezeigt, das die regional unterschiedlich sein kann. Man geht mittlerweile davon aus, das die C14-Methode bei Funden aus Ägypten bis zu 50 und mehr Jahre abweicht, weil sie mit einer Baumrindenwachstumskurve kalibriert wird, die lediglich die Wachstumsperioden aus der nördlichen europäischen Erdgegend stammen.

D.h. für mich, eine Messmethode C14 basiert auf den Schwund dieses Isotops im Verhältnis zu C12 Isoptopen, in der Annahme, das der C14-Anteil im selben Jahr überregional überall gleich ist, was so eben nicht ist. Dasselbe gilt für die Wachstumsphasen der Baumringmethode, auch die schwankt von Region zu Region - was auch logisch ist. Während in der nördlichen Erdhälfte Winter ist, ist es in der südlichen Erdhälfte Sommer, und umgekehrt. Und Vegetation wird ja auch von weiteren Faktoren beeinflusst, wie z.B. Trockenheit versus Feuchtigkeit, Temperatur, Nährstoffangebot, um nur ein paar zu nennen. Deswegen wird die C14 Methode zur Datierung bei Funden aus der Antike wohl alleine nie genutzt, weil die Abweichung von 50 Jahren hier zu völligen verwirrenden Fehlschlüssen führen würden [2] - 333 bei Issus Keilerei - basiert nicht auf der C14-Methode, wie die meisten Altersbestimmung aus der Antike.

Und zu den Neandertalern - wurde nicht schon längst heraus gefunden, das rothaarige Menschen ein Neandertaler-Gen in sich tragen? Was zu der These führte, das eine Vermischung statt fand. [3]

[1] "Baumringe machen C14 noch genauer

Doch die C14-Methode allein stellte sich bald als nicht exakt genug heraus: Aufgrund des stark schwankenden C14-Gehalts in der Atmosphäre ist eine zusätzliche Kalibrierung, also eine Art"

https://www.scinexx.de/dossierartikel/die-erste-revolution/

[2] "Eine Abweichung von weniger als 50 Jahren erscheint zwar auf den ersten Blick nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Radiokarbondatierung bis zu 50.000 Jahre zurückreichen kann. Doch gerade für die Zeit der großen Hochkulturen im Mittelmeerraum könne schon eine solche Abweichung ein verzerrtes Bild liefern, betonen Manning und sein Team. Als Beispiel dafür nennen sie die Datierung des Todes von Pharao Tutenchamun, aber auch den Ausbruch des Vulkans, der die Insel Santorini (Thera) weitgehend zerstörte. Reste archäologische Funde sprachen dafür, dass diese Eruption etwa um 1500 v. Chr. stattfand, nach bisherigen Radiokarbondaten müsste sie aber rund hundert Jahre früher stattgefunden haben. Unter Berücksichtigung der nun festgestellten Abweichungen kommen Manning und seine Kollegen auf einen Zeitraum zwischen 1649 und 1617 – also sogar noch früher als bisherige Messungen."

https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/wie-praezise-ist-die-radiokarbondatierung/

[3] https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/rothaarige-haben-moeglicherweise-ein-gen-vom-neandertaler/

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