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  • unbekannter Benutzer

85 Beiträge seit 07.05.2023

Unverantwortlich!

Wann wird es wohl strafbar, wenn man die Lüge ständig wiederholt, wonach Atomenergie umweltfreundlich sei?

Quelle: https://www.bund.net/themen/atomkraft/gefahren/uranabbau/

Zitat:

Wie wird Uran gewonnen?
Industriell gewonnen wird Uran vorwiegend aus Erzen, die im Tief- wie auch Tagebau abgebaut werden. Hierfür werden enorme Mengen Erz abgebaut, aus dem dann in mehreren Schritten das Uran gewonnen wird.

Die Konzentration des Urans im Erzgestein ist sehr unterschiedlich, sie liegt in der Regel bei 0,1 bis 0,5 Prozent, in Ausnahmefällen bei bis zu 18 Prozent. Somit müssen sehr große Mengen Erdreich bewegt werden, um Uran wirtschaftlich abbauen zu können.

Welche Folgen hat der Uranabbau für die Umwelt?
Für ein AKW mit einer Leistung von 1000 Megawatt pro Jahr werden 160 bis 175 Tonnen Uran benötigt, bei einer Konzentration von 0,2 Prozent sind es insgesamt also über 80.000 Tonnen Gestein, die bewegt und ausgebeutet werden müssen. Alleine für die deutschen AKW fallen so pro Jahr mehrere hunderttausend Tonnen feste und mehr als eine Million Liter flüssige Abfälle an. Mehr als 85 Prozent der anfallenden Radioaktivität verbleiben in diesen Abfällen.

Beim Abbau selbst kann es für die beteiligten Arbeitskräfte zu gesundheitlichen Schäden kommen. Die Natur leidet unter Wassereinbrüchen und den daraus folgenden Kontamination ganzer Landstriche sowie an dem enormen Ressourcenverbrauch der durch Abbau und Weiterverarbeitung entsteht.

Das war nur der Abbau von Uran.
Der Berg von Müll, der entstanden ist, kann auch in fremden Ländern nicht weggelogen werden, er muss auch dort endgelagert werden. In Deutschland haben wir aktuell kein Endlager, und Strom wird aus Dreckskraftwerken importiert, wenn die bundesweiten alternativen Energiequellen nicht reichen und/oder nicht gespeichert werden können.

Und wir wollen auch nicht vergessen zu erwähnen, dass die Gewinne der Stomerzeuger in deren Konten verpuffen, während die Verluste bezüglich Rückbau und Entsorgung von allen getragen werden müssen.

Grüße

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  • Avatar von neurotika
    • neurotika

    421 Beiträge seit 27.09.2015

    Wollte ich auch gerade schreiben!

    Antwort auf Unverantwortlich! von .

    Volle Zustimmung!
    Wäre auch interessant die volkswirtschaftlichen Kosten von Fukushima mal mit in die Rechnung einzubeziehen!

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  • Avatar von marenghi
    • marenghi

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2020

    Antwort auf Unverantwortlich! von .

    Oh je, die üblichen Infodefizite.

    Zur Aufklärung über Atommüll: https://www.youtube.com/watch?v=jM-b5-uD6jU

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  • Avatar von Hermes_ix
    • Hermes_ix

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.12.2010

    Braunkohle Läuft und Kernkraft wird abgeschaltet

    Antwort auf Unverantwortlich! von .

    Die Grünen haben den Beweis geliefert es gibt keine Klimakrise, die
    Braunkohle kann einfach so weiter machen!

    MfG
    Hermes_ix

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  • Avatar von ChewiKowalski
    • ChewiKowalski

    117 Beiträge seit 18.08.2017

    Antwort auf Unverantwortlich! von .

    Nett Gelogen
    Hast Du diese Sachen bei Ausgestrahlt gelernt???

    Überwiegend wird Uran inzwischen mit In-Situ-Leeching gewonnen...

    Gibt ein Debunk dazu
    Und das ist dann nicht gelogen

    https://100-gute-antworten.de/

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  • Avatar von ChewiKowalski
    • ChewiKowalski

    117 Beiträge seit 18.08.2017

    Antwort auf Wollte ich auch gerade schreiben! von neurotika.

    Zahlt Dich Gazprom oder Texaco?

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  • Avatar von ChewiKowalski
    • ChewiKowalski

    117 Beiträge seit 18.08.2017

    Antwort auf Braunkohle Läuft und Kernkraft wird abgeschaltet von Hermes_ix.

    Deren Philosophie ist Degrowth und eine Agrargesellschaft

    Besser kann man das Land Deutschland nicht zerlegen
    Bestimmt finanzieren das Kreml und D.C. gleichzeitig

    Eine Sorge auf dem Festland weniger

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  • Avatar von Simeon Preuss
    • Simeon Preuss

    57 Beiträge seit 26.06.2019

    Antwort auf Unverantwortlich! von .

    Bitte setzen Sie die rosarote Brille ab und nehmen Sie zur Kenntnis, dass es keine absolut, sondern nur nur relativ umweltfreundliche Energiequellen gibt. Windräder und Solarmodule wachsen leider nicht auf Bäumen!

    Als kleine Einstiegsernüchterung empfehle ich dringend die ZDF Doku "Schmutziges Kupfer – Die dunkle Seite der Energiewende":

    https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/schmutziges-kupfer-106.html

    Bevor Sie nun einwerfen, dass auch Kernenergie Kupfer benötigen, empfehle ich einen Blick auf Grafik Nr. 6 (Metalle & Mineralien: Wie viele Ressourcen brauchen Energiequellen?) zu werfen:

    https://www.tech-for-future.de/umwelt-energie/

    Herzliche Grüße von einem Ex-Atomkraftgegner, dessen Priorität Umweltschutz ist.

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    • unbekannter Benutzer

    85 Beiträge seit 07.05.2023

    Antwort auf Re: Unverantwortlich! von Simeon Preuss.

    Simeon Preuss schrieb am 22.06.2023 15:49:

    Bitte setzen Sie die rosarote Brille ab und nehmen Sie zur Kenntnis, dass es keine absolut, sondern nur nur relativ umweltfreundliche Energiequellen gibt. Windräder und Solarmodule wachsen leider nicht auf Bäumen!

    Hallo,
    grundsätzlich erstmal Danke, dass Sie sich mit mir auseinandersetzen und versuchen, mir den Kopf zurechtzurücken. Ich bin jedoch nicht überzeugt.

    - Die Tatsache, dass etwas im Vergleich noch mehr Dreck erzeugt und die Umwelt schädigt, rechtfertigt nicht, Atomkraft zu relativieren.
    - Kupfer und alle Metalle etc., alles, was man für Windkraft und Solarmodule braucht, braucht man in ähnlichen oder sogar noch größeren Mengen auch für jede Menge anderer Produkte. Es rechtfertigt nicht, Atomkraft zu relativieren bzw. umweltfreundliche alternative Energieerzeugung durch Wind oder Solarenergie.
    - Ich bin keineswegs glücklich darüber, dass man Solarstrom so schlecht bis gar nicht speichert und sogar sinnlos verpuffen lässt, und dass man kaputte Windgeneratorenflügel nicht recyclen kann und diese unfassbar Dreck hinterlassen, wenn sie zerbröseln. Aber dagegen kann man Lösungen finden, für die man nichts über Tausende von Jahren wegsperren oder vergraben muss.

    Die Kernfrage (haha) scheint am Ende zu lauten: wollen wir relativ wenig Müll, der dafür für Jahrtausende gesichert werden muss und zukünftige Generationen belastet (wobei er zunächst für ein halbes Jahrtausend am stärksten in der Strahlung abklingt), oder wollen wir Müll, den man mit entsprechendem Geschick aufarbeiten kann? Man muss das nur wollen! Wenn keine Politik vorgibt, dass die Reste von Anlagen vom Anbieter des Stroms zu recyclen, endlagern usw, sind und er dafür die Kosten trägt, wird das einfach nie passieren und die Solidaritätsgemeinschaft zahlt. Und die Umwelt. Das ist unabhängig davon, ob es sich um Atomenergie handelt, um Elektroautos, um Computer, um Windgeneratoren oder um die Überreste von verdorbenen Tomaten.

    Gruß

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    • unbekannter Benutzer

    85 Beiträge seit 07.05.2023

    Antwort auf Re: Unverantwortlich! von marenghi.

    marenghi schrieb am 21.06.2023 09:32:

    Oh je, die üblichen Infodefizite.

    Zur Aufklärung über Atommüll: https://www.youtube.com/watch?v=jM-b5-uD6jU

    Danke, interessanter Link.
    Leider wird verschwiegen, dass man für das Uran (wie niedlich, die Pellets) zunächst güterzugweise riesige Mengen Material durchkämmen muss, damit auch nur etwas Uran zurückbleibt. Man muss also zunächst wie bei den "bösen" konventionellen Bergwerken erst einmal Stellen finden, wo sich Uranbergbau lohnt, dann den Abraum nach Uran durchsuchen und es herauslösen, und dann den abgebauten Abraum quasi endlagern (da er strahlt).

    Die gezeigten Umweltsünden beim Abbau von "harmlosen" Metallen, wie Kupfer, Lithium etc., und die Verklappung giftiger Abbaustoffe in Oberflächenspeicherseen rechtfertigen nicht die Relativierung (Verharmlosung) der Gefahr von Atomkraftwerken und Uranprodukten. Auch bei den harmlosen Produkten kann man umweltfreundlich vorgehen und muss dafür keine Seen mit Dreckwasser erzeugen, das ist kein Argument dafür, Atomkraft als umweltfreundlicher darzustellen. Die so "harmlosen" Metalle, wie Kupfer, Lithium usw. stecken in allen möglichen unverzichtbaren Produkten, das rechtfertigt nicht eine Relativierung gegenüber Atomkraft/Atommüll.

    Außerdem wird verschwiegen, dass das Endlager in Finnland nur für Finnland ist. Die möchten da auch nicht mehr Müll haben als unbedingt notwendig.

    Der Umstand, dass radioaktive Müllstoffe in den Lagerbehältern "nur 600 Jahre" gelagert werden müssten, bis sie dank Halbwertszeit den Großteil der gefährlichen Strahlung abgebaut haben, ist doch kein Argument dafür, diesen Prozess uns nachfolgenden Generationen zuzumuten. Im Gegenteil: alle anderen Produkte könnten mit entsprechender Organisation so abgebaut, verhüttet, genutzt, recycled und gelagert werden, dass dies null Jahre "Endlagerung" bedürfte und man sofort neue Produkte daraus machen könnte. Die Tatsache, dass dies aktuell offenbar nicht wirklich passiert, ist kein Grund, die Möglichkeit zu bestreiten, wenn man es denn wollte.

    Die Existenz von Superbehältern wie den gezeigten kanadischen (Äquivalente zu unseren Castorbehältern) überdeckt, dass bereits tausende Fässer (Typ: Barrel - Ölfass) existieren, die einfach so verklappt wurden, vergraben, kaum rückholbar, rostgefährdet und grundwassergefährdend. Sehr große Gebiete sind bereits auf Jahrtausende verstrahlt und unbewohnbar. Flüsse vergiftet.

    Man hat leider weltweit eben nicht brav nur Castoren verwendet, um alles erst sauber einzusammeln und gefahrlos wegzusperren. Ganz im Gegenteil.

    Die Technik-Elite, die im Film gezeigt wurde, ist nicht die typische Arbeiterschaft, die täglich mit solchem Müll zu tun hat. Da passieren Fehler, wird geschlampt, wird bewusst gelogen, verheimlicht, verharmlost. Da werden Standorte durchgedrückt an erdbebengefährdeten Stellen, weil es um unglaublich viel Geld geht und Arbeitsplätze, da wird auch gern mal tsunamigefährdet gebaut.
    Das ist das bei weitem größere Risiko - nicht die sorgfältige Lagerung in Spezialbehältern. Katastrophen im Umgang damit kann man nur vermeiden, wenn man es gar nicht nutzt.

    Gruss

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