FinanceAnalyst schrieb am 24.05.2024 11:01:
FIAE-Flix schrieb am 24.05.2024 09:26:
Ganz im Gegenteil. Gibt genug Analysen, Artikel, Kommentare dazu. Die Hauptangst ist wohl, was passiert wenn Russland wirklich ernsthaft verliert und etwa auseinanderbricht.
ist zwar ne megae netter feuchter traum, das wird aber genauso wenig passieren wie die USA durch China erobert werden können und auseinanderbricht.
Wäre ja nicht das erste mal, in der Folge eines verlorenen (teuren) Krieges...
"Bedeutet sollte russland konventionel verlieren, was aktuell ganz und garnicht %''so aussieht, dann greift die atom doktrin und jeder feind ist mindests gleich verstrahlt am ende wie die russen. übrigens gilt das auch für NATO staaten und die USA und China...
Atommächte kann man nicht besiegen - fertig - alles andere sind feuchte träume.
Bei "Besiegen" im Sinne von "die Hauptstadt wird vom Feind besetzt und man Kapituliert als Staat bedingungslos und unterwirft sich dem Gegner als ganzes" - ja sicher. Aber nur weil Russland sich aus der Ukraine zurückziehen muss, gäbe es wohl kaum einen Atomkrieg. Sonst dürften wir ja eh alle schon lange nicht mehr leben (Vietnam, Afghanistan x2 ...).
Und ja, auch wenn Russland als Folge auseinanderbrechen würde, halte ich das eher für unwahrscheinlich. Oder glauben sie, dass man dann halt die Ukraine und / oder Teile von Russland "die man nicht mehr haben kann" wie ein trotziges Kind atomar vernichtet? Was sollte man davon auch haben?
daher ist ers auch humbug zu verbreiten russland würde dann über Nato Europa herfallen wenn Ukraine down ist... und da gibts auch nix zu diskutieren.
Nö. Gibt ja genug Leute, die verbreiten "die NATO ist quasi besiegt, hat nix mehr und ist quasi entwaffnet", oder "der Westen ist ein zahlloser Tiger und würde sich eh nicht wehren", oder "Die USA würden sich im Zweifel schon schön raushalten". Wenn das nur genug glauben, darf man die russische Rhetorik bezüglich der "verlorenen Ex-Sowjet Staaten" durchaus sehr ernst nehmen. Und ja, umso weniger man in Russland glaubt, dass die NATO hart reagiert, umso wahrscheinlicher ist es dass Putin immer weiter probiert, wie weit er gehen kann.
es kann nen neuen kalten krieg geben... ja... von mir aus... hab ich ehrlich gesagt kein problem... problematisch wirds aktuell eher nur das wir auf der verlierer seite stehen.
resourcen (natürliche) gibts keine in Europa, produktionskapzitäten vernichten wir aktuell mit sanktionen und klima politik, und haben wir sowieso erfolgreich nach china ausgelagert... soviel mal dazu...
Na schauen wir mal. Nach der Argumentation sind wir aber eh im Arsch nur mal an Rande bemerkt ,)
Ob nun die Autobauer z.b. pleite gehen, weil China die in Grund und Boden dumpt (wie die Solarindustrie) oder weil die in China kein Geld mehr verdienen, ist am Ende eh egal. Da aber die USA + Europa zusammen (von Japan etc. nicht zu reden) mit Abstand noch der grösste Markt sind, darf man hier durchaus zuversichtlich sein, dass auch China hier am Ende sich auf ein halbwegs vernünftiges und faires wirtschaftliches Zusammenleben einlässt. Denn China ist ja hier ähnlich abhängig: All die schönen Produktionskapazitäten wird man halt nicht ansatzweise mit Verkäufen nach Nordkorea, Iran, Afrika, Russland auslasten können, um es etwas überspitzt auszudrücken.
Ressourcen gibt es jedenfalls genug ausserhalb von Russland (und auch China), das man in Europa keine hat ist ja kein neues Problem. Naja, und dass die Industrie teilweise in die USA geht, wäre in meinen Augen so oder so passiert. Dass man hierzulande besonders billig (Energie) produzieren kann, ist eigentlich schon lange nicht mehr so. Es ist aber fraglich, ob das mit der viel günstigeren Energie dort auch noch 10, 20 Jahre so bleibt - und zwar sowohl in den USA als auch China. Wie war das mit Verbrennerverbot und EE Zubau in China? War es nicht in China so, dass man teils sein Auto abhängig vom Tag nur mit der richtigen Nummer auf dem Kennzeichen benutzen darf? Die sind da AFAIK eher noch schneller als wir in einigen Bereichen. Die argen Probleme der Autobauer stammen entsprechend auch vor allem daher, dass die Chinesen beim Thema Elektroautos eher weiter sind, was die hiesigen Hersteller schlicht selber Schuld sind. Genug Zeit hatte man ja.... Man kann sich entsprechend hier jetzt z.b. weiter auf Verbrenner konzentrieren. Ist nur doof, wenn man die 2030(?) schlicht gar nicht mehr in China verkaufen darf ,)
Ist ansonsten auch nichts anderes als z.b. mit billigen Arbeitskräften. Wer hingegen nun voll auf China setzt, sollte besser nicht jammern, wenn er in die gleiche Falle läuft wie bei der hohen Abhängigkeit von Russland. In China haben sixh ja nun schon genug Unternehmen eine blutige Nase geholt.
Für Russland opfern die Chinesen btw. ihren Wohlstand in meinen Augen jedenfalls auch sicher nicht, indem sie mit dem ganzen Westen brechen wegen der "Grenzenlosen Freundschaft" - wirtschaftlich ist Russland halt quasi egal für China so im Vergleich.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (24.05.2024 12:40).